Funkien: schönes Laub für Schattenplätze

Funkien bieten schönes Laub für Schattenplätze. Wer Schatten im Garten hat, kann sich durchaus glücklich schätzen. – Schließlich bietet ein Schattenbeet den idealen Standort für eine der schönsten und interessantesten Stauden im Garten: Hosta.

Die herausragende Stärke der Funkie ist ihr dekoratives Laub: In halbschattigen und schattigen Beeten und an Gehölzrändern entwickelt sie eindrucksvolle Blattschöpfe.

Hosta bieten ein außerordentlich breites Spektrum an Blattformen und -farben. Sie haben kleine oder große, breit herzförmige oder schmale Blätter und unterschiedliche Farben und Musterungen.

Funkien: schönes Laub für Schattenplätze

Die Funkie fühlt sich an kühlen und luftfeuchten Plätzen im Garten wohl. Der Boden sollte ebenfalls feucht und im besten Fall lehmig und humusreich sein.

Ihr Bedürfnis nach Licht, beziehungsweise Schatten hängt von der Blattfarbe der Funkien ab. Nach dieser lassen sie sich auch einteilen.

Grünblättrige Arten wie die Lilienfunkie [Hosta plantaginea] kommen mit mehr Sonne und trockeneren Böden zurecht und eignen sich somit für helle Lagen.

Auch viele Gelbblattfunkien, die sich mit einer gelbgrünen oder goldgelben Musterung schmücken, vertragen sonnige Standorte.

Zum Beispiel ist die zierliche Sorte Golden Tiara mit ihren hellgrünen, gelbrandigen Blättern sehr robust und verträgt recht viel Sonne.

Weißgrün gemusterte Arten und Sorten würden hingegen in sonnigen Lagen verbrennen, deshalb stehen sie optimal an feuchten Stellen im Halbschatten. Durch die Leuchtkraft ihrer weißen Panaschierung hellen diese Funkien dunkle Gartenecken elegant auf.

Auch die mit einer Wachsschicht überzogenen Blaublattfunkien stehen am liebsten im kühlen und luftfeuchten Schatten und färben sich hier am intensivsten blau.

Die Sorte Elegans hat sich beispielsweise im Halbschatten bewährt und bildet hier schöne stahlblaue, bis zu 60 Zentimeter hohe Blattschöpfe.

Die richtige Partnerwahl

Da Funkien hohe Luftfeuchte lieben, fühlen sie sich in Teichnähe besonders wohl. Für den Gehölzrand sind sie ideal, denn sie kommen gut mit sommerlicher Beschattung und herbstlichem Laubfall klar.

Am besten pflanzt man Funkien zusammen mit Frühlingsblühern in ein Beet. Balkananemonen [Anemone blanda], Lerchensporn [Corydalis solida] oder Schneeglöckchen [Galanthus nivalis] blühen bereits, bevor die Funkie austreibt.

Wenn sich ihre dekorativen Blätter dann entfalten, verstecken sie das welkende Laub der Frühlingsboten unter sich.

Im Sommer und Herbst steht die Funkie dann wunderbar neben:

Unterschätzte Blüten

Obwohl das abwechslungsreiche Laub dieser beliebten Blattschmuckstaude bei ihrer Verwendung im Vordergrund steht, sind ihre zarten glockenförmigen Blüten ebenso erwähnenswert.

Von Juli bis August bildet sie lange Stiele mit Trauben von zart violettblauen bis weißen Blüten, von denen einige sogar duften.

Besonders die Sorten der Lilienfunkie [Hosta plantaginea] wie Grandiflora und die Hybriden Honeybells oder Royal Standard sind wuchskräftig und duften lieblich und frisch.

Ettenheimer Spinat

Die Funkie, die aufgrund ihrer Blattrundung im Volksmund auch als Herzlilie oder Herzblattlilie bekannt ist, lässt sich auch wunderbar in Kübel pflanzen.

In Ettenheim, einer kleinen Stadt bei Freiburg, prägt die Blattschmuckpflanze sogar ein ganzes Stadtbild.

Die Ettenheimer haben die Funkie seit langem in ihr Herz geschlossen: Im ganzen Ort stehen unzählige Kübel mit der Herzlilie, welche die Stadtbewohner liebevoll ihren Ettenheimer Spinat nennen.

Die Funkie ist nicht nur überraschend vielgestaltig und pflegeleicht, sondern das ganze Gartenjahr über präsent. Wichtige Gründe dafür, warum sie vom Bund deutscher Staudengärtner [BdS] zur Staude des Jahres 2009 gewählt wurde. [BdS, Jcroninone Foto]

Stauden des Jahres

Seit 2001 stellt der Bund deutscher Staudengärtner [BdS] jährlich die Stauden des Jahres vor, um auf besonders schöne oder pflegeleichte Stauden hinzuweisen:

 

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