Frontmäher: wendige Rasentraktoren

Eine Besonderheit im Bereich der Aufsitzmäher und Rasentraktoren stellen die Frontmäher dar: Bei ihnen ist das Mähdeck vor dem Chassis angebaut.

Der Fahrer sitzt direkt hinter und über dem Deck. Die Konstruktion verspricht besondere Vorteile, vor allem Wendigkeit, Übersichtlichkeit und eine hervorragende Bodenanpassung, ähnlich einem Nullwendekreismäher, aber eben mit Lenkrad.

Leichte Erreichbarkeit des Mähdecks für Reinigungs- und Wartungsarbeiten oder auch Wechselmöglichkeiten für andere Anbaugeräte sind weitere Vorteile dieser Gartentraktoren.

Frontmäher: wendige Rasentraktoren

Frontmäher sind Mäher ohne Grasaufnahme: Die verschiedenen Mulchdeckkonzepte der Hersteller stehen deshalb im direkten Wettbewerb.

Zur Differenzierung trägt der Fachhändler bei, der am besten gemeinsam mit dem Käufer ergründet, welche Bedürfnisse mit welchem Mähdeck am besten befriedigt werden, und ob der Frontmäher das richtige Konzept ist.

Hier sei noch einmal kurz daran erinnert, dass Mulchen sehr viele Vorteile hat: etwa für Wasser- und Düngerhaushalt der Rasenfläche.

Aber auch nachteilig sein kann, da Mulchen in starken Wachstumszeiten kurze Mähintervalle verlangt, oder der Rasenschnitt manche Hausbesitzer ärgert, wenn er ins Haus getragen wird.

Ein einfacher Test hilft weiter: Je kleiner die Graspartikel geschnitten werden und je besser und tiefer sie über die Rasenfläche verteilt oder in die Rasennarbe geblasen werden, um so besser können die Kleinlebewesen und Mikroorganismen ihre Zersetzungsarbeit leisten.

Streicht man nun mit der Hand über den frisch gemulchten Rasen, so lässt sich an Hand der sichtbaren Grasreste sehr einfach erkennen, wie gut der Mulcher seine Arbeit getan hat.

Technik: Antrieb, Motoren, Mähdecks

Für den Antrieb der ganzen Maschine wird auf mechanische und immer mehr auf hydraulische Systeme, die schon häufig genannten Hydrostaten, zurückgegriffen:

Die Schaltung hat Vorteile in hügeligem oder abschüssigem Gelände, die Hydraulik ist komfortabler und bedienungsfreundlicher.

Bei den Motoren ist das Thema Lärm immer noch nicht befriedigend gelöst: Hier kommen nun erste Ansätze, die versuchen, die Lärmpegel durch spezielle Isolierung und Kapselung zu senken.

Deshalb lohnt sich der Vergleich der Schallleistungspegel. Denn drei Dezibel A weniger bedeuten immer eine Halbierung des Lärmwertes.

Auch bei Frontmähern zeigt sich der Trend zur stärkeren Motorisierung oder zum Zweizylinder.

Vielfältige Mähdecks beim Frontmäher

Die Mähdecks haben meist zwei eingebaute Messer, die über Keilriemen direkt vom Motor angetrieben werden:

Das Mähdeck sollte sich auch von Frauen leicht anheben lassen und die Säuberung sollte ebenfalls einfach möglich sein.

Hier haben sich Wasseranschlüsse bewährt, auf die ein Schlauch gesteckt wird.

Bei drehendem Messer säubert das Wasser das Mähdeck schnell und effektiv.

Der Wechsel von Anbaugeräten aller Art sollte schnell, einfach und möglichst ohne Werkzeug durchzuführen sein.

Das Mähdeck wird vorne von zwei Rädern abgestützt: Sie sorgen dafür, dass das Deck immer eng den Konturen der Rasenfläche folgt.

Dafür ist das vordere Schneidwerk aber weniger vor Auffahrunfällen geschützt.

Knicklenkung am Frontmäher

Frontmäher sind besonders in Bezug auf ihre Steuerung interessant: Hier gibt es zwei Konzepte.

Einmal über die Hinterachse, zum anderen über die so genannte Knicklenkung.

Bei ihr sind Antriebs- und Mäheinheit über eine Art Scharnier miteinander verbunden.

Befindet sich der Drehpunkt der Steuerung im Scharnier, fährt der hintere Teil exakt in der Spur der Vorderräder.

Hinterrad- und Knicklenkung lassen sich beide mit sehr kleinen Radien fahren, was sie für beengte Mähverhältnisse prädestiniert.

Im Idealfall kann diese Wendigkeit das Nacharbeiten mit dem handgeführten Rasenmäher, Rasentrimmer oder Kantenschneider ersparen.

Die Sitzposition über und hinter dem Mähdeck unterstützt dabei das exakte Fahren.

Zubehör für Frontmäher

Frontmäher können mit verschiedenstem Zubehör ausgestattet werden: Das macht sie für einen Ganzjahreseinsatz fit.

Mit den Mähwerken lässt sich im Herbst zunächst einmal das Laub auf der Rasenfläche mulchen.

Im Winter können sie mit Räumschild oder Kehrbesen zur Schneebeseitigung eingesetzt werden. Mit einer Kehrbürste werden sie das ganze Jahr zum Saubermann.

Hat der Frontmäher zusätzlich eine hintere Kupplung lassen sich fast unbegrenzt weitere gezogene Anbaugeräte, die dann sogar einen eigenen Antrieb haben können, einsetzen.

Sollen alle Anbaugeräte effektiv arbeiten, ist vor allem auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zu achten:

Je nach Anbaugerät muss auch das Lenk- und Antriebskonzept des Grundgerätes mit in die Kaufüberlegungen einbezogen werden.

Service- und Wartungsintervalle sollten auch bei einem Frontmäher selbstverständlich eingehalten werden:

Sie sichern nicht zuletzt den Wert, sondern auch die Langlebigkeit der Maschine.

Die beste Zeit dazu ist direkt nach der Mähsaison. Dann sind die Werkstätten meist weniger ausgelastet.

Gartentraktoren für jeden Einsatzbereich

Über eine fehlende Auswahl an Gartentraktoren kann sich bei über 1.000 Typen auf dem deutschen Markt definitiv niemand beklagen. Gute Beratung beim Gartentechniker ist daher ohne Zweifel der erste Schritt vorm Rasenschnitt!

[Husqvarna Foto]

 

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