Elektromäher für kleine Flächen

Elektromäher werden in Deutschland mit Abstand am häufigsten verkauft. Für sie sprechen im Vergleich zum Benzinrasenmäher unter anderem:

  • einfachere Bedienung,
  • niedrigere Arbeitsgeräusche,
  • seltenere Wartung und
  • das geringere Gewicht

Elektromäher für kleine Flächen

Vor allem aber sind es die vielen, immer kleiner werdenden Gärten, die den Elektrorasenmäher so beliebt machen.

Allerdings stehen dem klassischen Elektromäher heute spannende Alternativen gegenüber: einerseits der Akkumäher ohne Kabel und andererseits der Mähroboter, der gleich selbständig mäht.

Elektrorasenmäher lassen sich sehr leicht starten, manövrieren und transportieren.

Problematisch wird es allerdings dann, wenn die Rasenflächen größer oder durch Bäume, Sträucher oder Rabatten unterbrochen werden.

Dann wird das Stromkabel zum lästigen und auch zeitaufwendigen Nachläufer, der ständig verlegt werden muss.

Ein Akkumäher löst dieses Problem durch die unabhängige Energieversorgung.

Die Einstiegsschnittbreiten von Elektrorasenmähern liegen um 32 Zentimetern: Danach steigt die Schnittbreite fast im Zentimetertakt auf bis zu 50 Zentimeter an.

Einige Hersteller empfehlen den Einsatz von Elektromähern sogar noch bis zu über 1.000 Quadratmeter Rasenfläche.

Die Praxis zeigt aber, dass diese Größe weitaus schneller und bequemer mit einem größeren Benzinrasenmäher oder mit einem Aufsitzmäher oder Rasentraktor gemäht wird.

Weniger als 500 Quadratmeter Rasenfläche sind der klassische, sinnvolle Einsatzort für Elektrorasenmäher.

Elektromäher mit Radantrieb

Viele Hersteller bieten heute Elektromäher mit Radantrieb an: Der Radantrieb ist auf ebenen und größeren Rasenflächen zu empfehlen.

Es werden regelmäßig Antriebssysteme mit festen Ganggeschwindigkeiten, aber auch mit stufenloser Regulierung angeboten.

Wer eine starre Geschwindigkeitsvorwahl vorzieht, sollte vor dem Kauf immer einmal eine längere Strecke mit arbeitendem Gerät ablaufen.

Dabei wird schnell klar, ob die feste Geschwindigkeit angenehm oder als unangenehm empfunden wird.

Alle Elektromotoren haben beim Start ganz klar Anlaufschwierigkeiten: auch im Elektrorasenmäher.

Erst wenn sich das Messer dreht wird die angegebene Leistung erreicht. Um in Schwung zu kommen, sollte deshalb das Messer ohne Widerstand anlaufen können.

Erreicht wird das durch ein leichtes nach Hinten kippen über den Lenkholm. Erst wenn der Motor läuft wird der Rasenmäher dann wieder auf alle Viere gestellt.

Schnitthöhenverstellung

Oft wird mit einer stufenlosen, einer zentralen oder auch mehrfachen Schnitthöhenverstellung beim Elektrorasenmäher geworben: In der späteren Praxis werden davon aber höchstens zwei genutzt.

Die eine das ganze Jahr, die andere beim ersten Schnitt nach dem Urlaub, um dem ins Kraut geschossenen Gras überhaupt beizukommen.

Ein wichtiger Punkt auf den unbedingt geachtet werden sollte, ist die Füllstandsanzeige am Fangkorb:

Fehlt sie, wird der Korb beim gut gebauten Elektrorasenmäher so lange befüllt, bis nichts mehr hineinpasst und sich ein Grasrückstau bildet, der die Leistung auf Dauer beeinflussen kann.

Wer wenig Platz in der Garage oder im Schuppen hat, sollte auf einen ganz oder zumindest teilweise klappbaren Holm achten:

2004 wurde das Konzept des ersten Platz sparenden Elektrorasenmähers entwickelt: Er kann senkrecht aufgestellt werden.

Eine Saison später kam dann der senkrecht aufstellbare Benzinmäher nach. Das Auslaufen von Öl und Benzin verhindern spezielle Dichtungen.

Elektromäher Sicherheit

Die Gerätesicherheit ist heute nur noch ganz am Rande ein Thema:

Dafür sorgen einmal die gesetzlich vorgeschriebenen strengen Konstruktionsregeln und die obligatorischen Hochspannungsprüfungen, die jedes Mal durchgeführt werden müssen, bevor ein elektrisches Gerät die Produktion verlässt.

Zum zweiten geben die ebenfalls gesetzlich vorgeschriebenen FI-Schutzschalter für Steckdosen im Außenbereich, die den Strom ständig messen und bei der kleinsten Abweichung unterbrechen, weitere Sicherheit.

Elektromäher Kabel

Intelligente Kabelführungen an den Geräten und besondere Kabel für den Betrieb im Außenbereich runden das Sicherheitspaket ab.

Zu den Sicherheitseinrichtungen an den Geräten selbst sind dann noch Sicherheitsschalter und -bügel am Holm des Elektromähers zu zählen.

Ein Thema ist allerdings weiterhin die Sicherheit, die der Nutzer im Umgang mit dem Elektrorasenmäher selber beeinflusst:

Da ist einmal der Hinweis, den Mäher unbedingt vom Stromnetz zu nehmen, wenn am Messer gearbeitet werden soll.

Natürlich sollten auch nur zugelassene Kabel eingesetzt werden. Diese Kabel erkennt man an ihrem größeren Durchmesser, wegen ihrer erhöhten Isolation.

Die manchmal verwendete Kabelfarbe rot ist dagegen kein Erkennungsmerkmal.

Die Signalfarbe soll das Risiko des Überfahrens des im Grase liegenden Kabels vermindern. Leider fehlen Hinweise auf den Kabeln selbst.

Also: Immer den Fachmann nach einer Beratung fragen, wenn Zweifel bestehen.

Obwohl die Steckerverbindungen oder der Motor selbst eigentlich gut gegen Regen gesichert sind, sollte ein Arbeiten bei strömendem Regen vermieden werden:

Nasses Gras dagegen ist kein Thema für die Sicherheit, höchstens eins für die Qualität des späteren Schnittbildes.

Das überfahrene Kabel

Jeder, der schon einmal mit einem Elektromäher gearbeitet hat, kennt das Problem: Das beim Überfahren zerschnittene Stromkabel.

Wem so etwas passiert: niemals selbst flicken!

Ein erster Ansatz war eine automatische Kabelaufwicklung. Sie sitzt über dem Motor und sorgt dafür, dass kein überflüssiges Kabel auf dem Rasen herumliegt.

Elektroprüfung

Bei Reparaturen an den elektrischen Teilen des Rasenmähers oder eines anderen elektrischen Gerätes sollte der Nutzer immer nur eine kompetente Fachwerkstatt beauftragen:

Wer sicher gehen will, fragt vorher nach, ob es sich um einen elektrotechnischen Fachbetrieb handelt, der Reparaturen an elektrischen Geräten ausführen darf.

Elektrotechniker oder -meister dürfen solche Arbeiten ausführen oder so genannte Elektrofachkräfte.

Wartung und Pflege

Elektrorasenmäher sind eigentlich anspruchslos in der Pflege: Bis auf das Messerschärfen, welche am Besten einmal im Jahr durchgeführt wird und trockene Lagerung ist hier nichts Besonderes zu beachten.

Die Pflege nach dem Einsatz bezieht sich auf das Freihalten von Lufteintrittsöffnungen und das Entfernen von Grasresten unter dem Mäherdeck.

 

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