Lavendel kombinieren: Zierlauch, Rosen…

Wie lässt sich Lavendel kombinieren? Früher wuchs Lavendel in deutschen Gärten häufig etwas unscheinbar im Kräuterbeet oder zu Füßen der Kletterrosen. Als echtes gestalterisches Element für den modernen Garten wurde der duftende Halbstrauch mit dem silbergrauen Laub erst in den letzten Jahren entdeckt.

Die Sortenvielfalt ist heute riesig: Neben dem klassischen Blauviolett gibt es Lavendel auch in edlem Weiß, pudrigem Rosa, Himmelblau, Tiefblau und Lila.

Auch unterschiedliche Größen werden angeboten: Neben Winzlingen, die nur 30 Zentimeter Wuchshöhe erreichen gibt es Riesen, die mehr als doppelt so groß werden können.

Lavendel pflanzen

Damit Lavendel seine faszinierende Wirkung – so wie man sie von den Feldern aus Südeuropa kennt – entfalten kann, sollte er auch im Garten in Gruppen flächig gepflanzt werden: Ab Juni, wenn die ersten Blütenähren erscheinen, setzt er so einen sehr deutlichen Akzent.

Je nach Geschmack kann man sich bei der Gartengestaltung entweder auf eine Sorte beschränken oder verschiedene miteinander kombinieren.

Solange keine Frostgefahr besteht, kann Lavendel das ganze Jahr über gepflanzt werden: In kälteren Regionen ist es daher sinnvoll bis Mitte Mai zu warten.

Der ideale Standort für Lavendel ist sonnig und möglichst windgeschützt, die Erde nährstoffarm, trocken und sandig. Da Pflanze ursprünglich aus südlichen Gefilden stammt, mag sie keine Staunässe, weshalb der Boden gut durchlässig sein sollte.

Lavendel kombinieren

Mit Lavendelpflanzen lassen sich auch ganz hervorragend Trockenmauern bepflanzen, Beete einfassen und Dufthecken anlegen. Auch im Staudenbeet macht er eine gute Figur.

Lavendel und Rosen

Optisch harmoniert Lavendel sehr gut mit Rosen: Die verschiedenen Blautöne bilden einen interessanten Farbkontrast zu roten, weißen oder gelben Rosenblüten.

Dennoch ist diese Kombination nicht ganz problemlos, denn Lavendel und Rosen haben etwas unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort.

Zwar bevorzugen beide Pflanzenarten sonnige Plätze, Rosen brauchen jedoch – anders als Lavendel – einen feuchten und gut gedüngten Boden.

Wer das ungleiche Paar trotzdem kombinieren möchte, sollte daher darauf achten, sie nicht zu eng nebeneinander zu pflanzen.

Lavendel und Zierlauch

Ungewöhnliche, aber sehr reizvolle Kontraste bietet die Kombination von Zierlauch [Allium] und Lavendel.

Allium, gehört mit seinen großen Blütenbällen und den kraftvollen Stielen zu den imposantesten Zwiebelblumen.

Seine kugeligen Scheindolden können bei einigen Sorten groß wie Kinderköpfe werden: Jede einzelne dieser Blütenkugeln setzt sich aus zahlreichen, filigranen Sternenblüten zusammen.

Die Farbpalette des Zierlauchs reicht vom schlichten Weiß über ein zartes Rosa bis zum tiefem Blau und Violett und entspricht damit in etwa dem Farbspektrum Lavendels. Farblich besteht also Harmonie.

Die jedoch sehr unterschiedlichen Wuchs- und Blütenformen der beiden Pflanzen lassen sich nutzen, um wunderbare Gartenbilder zu komponieren.

Schwebende Blütenbälle

Setzt man die Blumenzwiebeln im Herbst zwischen eine Gruppe Lavendelpflanzen, schweben im Frühsommer Blütenbälle über den vielen kleinen Blütenähren des Halbstrauchs.

Und noch einen Vorteil hat diese Kombination: Die Blätter des Zierlauchs welken schnell – oft noch bevor sich die Blüten geöffnet haben. Keinesfalls sollte das gelb werdende Laub zurückgeschnitten werden, da die Zwiebel die Nährstoffe daraus wieder aufnimmt und sogar braucht.

Durch den buschig wachsenden Lavendel werden die vergilbten Alliumblätter gut verdeckt: Die Hauptblütezeit des Zierlauchs liegt zwischen Mai und Juni. Es gibt aber auch Arten, die von April bis September blühen.

Genau wie der Lavendel bevorzugen die meisten Sorten einen durchlässigen, lockeren Boden und gedeihen am besten in voller Sonne. [DD, GTD Foto]

 

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