Echter Lavendel: dankbarer Blaublüter

Echter Lavendel [Lavandula angustifolia] gehört zur Familie der Lippenblütengewächse [Lamiacae] und ist ursprünglich in den Bergen rund um das Mittelmeer beheimatet.

Die buschigen Halbsträucher sind in Deutschland bereits seit dem Mittelalter bekannt und wurden wegen ihres wertvollen ätherischen Öls und dessen hervorragenden Eigenschaften zunächst vor allem in Klostergärten angepflanzt.

Heute ist echter Lavendel eine Zierde für jeden Garten und wird aufgrund seines unverkennbaren Duftes auch als Kübelpflanze auf Terrasse und Balkon immer beliebter.

Echter Lavendel: Standort

Lavendel ist eine recht pflegeleichte Pflanze. Für den optimalen Wuchs stellt sie allerdings zwei Bedingungen: einen geeigneten Standort und den richtigen Boden.

Der Halbstrauch verträgt problemlos große Hitze und fühlt sich an sehr sonnigen und vorzugsweise windgeschützten Plätzen wohl.

Echter Lavendel [GTD Foto]
Echter Lavendel [GTD Foto]

Eine Hauswand oder Mauer kann diesen Schutz bieten und speichert außerdem an Wintertagen Wärme, die sie nachts an die Pflanze abgibt.

Wer seinen Lavendel eher schattig pflanzt, wird keine lange Freude an ihm haben.

Echter Lavendel: Boden

Der ideale Boden für Lavendel ist sandig oder kiesig: Wasser muss immer gut ablaufen können, denn Staunässe ist Gift für die Gartenschönheiten. Im Sommer könnten dadurch Wurzeln faulen und im Winter einfrieren.

Wer eher festen oder lehmigen Boden im Garten hat, sollte diesen an geplanten Lavendelstandorten auflockern, indem er Kieselsteine oder Sand unter die Erde mischt.

Hochbeete oder eine leichte Hanglage kommen den Anforderungen der Pflanze entgegen, da hier überschüssiges Wasser in der Regel schneller ablaufen kann.

Lavendel [GTD Foto]

Lavendel bevorzugt außerdem einen nicht sauren und nährstoffarmen Boden: Für ein gesundes Wachstum sollte deshalb zweimal im Jahr Gartenkalk unter die Erde gemischt werden. Alkalische Böden mit einem PH-Wert von 6,5 bis 8,3 sind ideal.

Wer seine Kübel und Töpfe auf Balkon und Terrasse mit Lavendel bepflanzen möchte, verwendet am besten nährstoffarme Kräutererde. Sie hat alle Eigenschaften, die die Pflanze mag.

Echten Lavendel pflanzen

Lavendel kann das ganze Jahr über gepflanzt werden: vorausgesetzt, es besteht keine Frostgefahr! In manchen Regionen Deutschlands wartet man also zur Sicherheit bis etwa Mitte Mai.

Wer die Lippenblütengewächse in den Garten setzt, sollte den Boden zuvor gründlich von Unkraut befreien, da gerade junger Lavendel schnell ersticken kann.

In der ersten Zeit nach der Pflanzung muss die Erde feucht gehalten werden: Dabei empfiehlt es sich, alle paar Tage gründlich zu wässern statt jeden Tag nur ein bisschen zu gießen.

Echter Lavendel: Sorten

Die verschiedenen Blauvioletten unterscheiden sich vor allem in Wuchsform und Höhe voneinander.

So lässt sich eine Reihe von der niedrigsten Sorte ‚Peter Pan‘ [circa 45 Zentimeter hoch] über ‚Hidcote Blue‘ [circa 50 Zentimeter] bis hin zu ‚Imperial Gem‘ [circa 70 Zentimeter] und ‚Elisabeth‘ [circa 75 Zentimeter] bilden.

Echter Lavendel mit Hummel [GTD Foto]

In letzter Zeit sind vor allem niedrige Sorten sehr gefragt: Sie passen hervorragend in kleine Gärten und lassen sich auch problemlos in Töpfen kultivieren.

Einige der schönsten sind die zweifarbige ‚Coconut Ice‘ mit rosa und weißen Blüten, die pinkfarbene ‚Miss Katherine‘ und die weiße ‚Artic Snow‘.

Ein besonderer Hingucker ist es, wenn der Lavendel in kleinen Gruppen gepflanzt wird: Dabei kann man sich entweder auf eine Sorte beschränken oder die verschiedenfarbig blühenden Lavendelsorten miteinander kombinieren. [DD, GTD Foto]

 

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