Nadelgehölze: beliebte Gartenpflanzen

Über Nadelgehölze gibt es mehr zu erfahren, als man denkt. Zum Beispiel, dass es rund 600 Arten mit 1.000 Sorten gibt: Zypressen, Kiefern, Tannen, Fichten, Wacholder, Lärchen, Zedern, Douglasien, Eiben, Lebensbäume und viele, viele mehr.

Nadelgehölze

Diese Gartenpflanzen haben eine lange Geschichte: Nadelgehölze, botanisch auch Koniferen genannt, existieren seit circa 230 Millionen Jahren!

Sie waren die erste Pflanzengruppe auf der Welt, die Blüten ausbildete und sich durch Samen vermehrte. Das wirft doch ein völlig neues Licht auf unseren Weihnachtsbaum und seine Artgenossen…

Koniferen sind sehr beliebte Gartenpflanzen und man vergisst leicht, wie wertvoll sie tatsächlich sind:

  • Viele Nadelgehölze tragen zur Verbesserung der Luftqualität bei.
  • Darüber hinaus sind Immergrüne mit ihrer klaren Form und Farbe markante Elemente und
  • sorgen das ganze Jahr hindurch für Struktur und Farbkontrast.
  • Durch die unterschiedlichsten Sorten, Formen und Farben sind sie sehr vielseitig.
  • Gegen Insekten und Pilzerkrankungen sind Koniferen nahezu unempfindlich,
  • außerdem auch gar nicht anspruchsvoll an den Standort und sie
  • lassen sich mit geringem Pflegeaufwand hervorragend mit anderen Pflanzen kombinieren.

Wenn sie an einem gut ausgewählten Standort ihren Platz gefunden haben, sorgen sie über viele Jahre für Freude im Garten.

Nadelgehölze: klein oder schlank

Einige Nadelbäume – die sogenannten Zwergsorten – sind besonders geeignet für kleinere Gärten oder Steingärten. Durch ihre Vielfalt geben sie dem Garten auch dann Farbe, wenn andere Pflanzen laublos und kahl sind.

Zwergkonifieren

Zwergkoniferen bleiben kompakt und klein, können auch im Kübel wachsen und müssen nicht geschnitten werden. Es gibt auch außergewöhnliche Formen:

Zum Beispiel setzen der breit-pyramidal wachsende Juniperus pingii ‚Loderi‘ oder – der Name ist Programm – Juniperus scopulorum ‚Skyrocket‘ mit ihrem schmalen, säulenartigen Wuchs klare Akzente.

Wacholder

Der blau-grüne Wacholder ‚Blue Carpet‘ ist eine Kriechpflanze und gut geeignet für Stein- oder Heidegärten ebenso wie der Teppichwacholder Juniperus horizontalis ‚Wiltonii‘.

Einige Wacholdersorten – zum Beispiel Juniperus squamata ‚Holger`- wachsen sehr gut in Töpfen und eignen sich so auch für Balkon oder Terrasse.

Die Beeren des Wacholder sind geschmackvoll und ein wichtiger Rohstoff bei der Herstellung von Hochprozentigem, wie Schnaps und Gin.

In der Küche werden die Wacholderbeeren in getrocknetem Zustand verwendet, zum Beispiel bei der Zubereitung von Wildgerichten oder Sauerkraut.

Wacholdersträucher können einzeln gepflanzt werden, aber auch in Gruppen nebeneinander mit ausreichendem Abstand.

Scheinzypressen

Die Sortenvielfalt etwa bei den Scheinzypressen [Chamaecyparis] ist beeindruckend:

  • Von bodendeckenden über kleinbleibende bis hin zu stattlichen Bäumen reicht das Größenspektrum,
  • Laubfarben gibt es in allen nur denkbaren Grün- und Blautönen sowie mit gelben oder silbrigen, sogar roten Variationen.

Die Scheinzypressen sind in unseren Breiten absolut winterhart. Als Hecke sind sie kunstvoll geschnitten der Blickfang im Garten und ein sehr schöner Hintergrund für hell blühende Stauden oder Kleingehölze.

Fichten

Echte VIPs unter den Nadelbäumen sind die Fichten [Picea], auch hier gibt es viele verschiedene Arten und Sorten in unterschiedlichen Höhen.

  • So wird die kriechende Zwerg-Rotfichte Picea ‚Formanek‘ lediglich 50 Zentimeter hoch,
  • die Serbische Fichte Picea omorika – eine „Schlanke“ unter den Fichten – hingegen hat nach 25 Jahren eine stattliche Höhe von circa 20 Metern erreicht.

In älteren Wohnsiedlungen findet man noch solch große Exemplare – in den 1970er Jahren waren die Serbischen Fichten sehr beliebt als Hausbäume!

Weihnachtsbäume

Eine Vielzahl bekannter Nadelbäume wird speziell für Weihnachten kultiviert. Der wohl am meisten verwendete Weihnachtsbaum in Deutschland ist die Fichte.

Eine mehr und mehr verwendete Alternative sind Tannen – vor allem, weil ihre Nadeln nicht „pieksen“ und nicht rieseln. Die so genannte Nordmanntanne ist mit ihren blauen Nadeln eine elegante Erscheinung.

Wer sich den Weihnachtsbaum im Topf kauft, sollte ihm täglich Wasser geben und die Pflanze möglichst bald nach den Festtagen aus dem warmen Wohnzimmer nehmen.

Gut ist es, je nach Witterung, den Baum erst in einem kühleren Raum oder der Garage zu akklimatisieren und nicht sofort in den Garten zu setzen. Wenn der Boden nicht gefroren ist, kann er dann direkt in die Erde gepflanzt werden.

Neben der Nordmanntanne eignen sich auch die Silbertanne und die Koreanische Tanne [die im Herbst schöne lila Zapfen bekommt] als außergewöhnliche Weihnachtsbäume.

Auch wenn der Weihnachtsbaum nicht in den Garten soll, muss er nicht unbedingt danach im Biomüll oder im Ofen entsorgt werden. Mit den abgeschnittenen Zweigen können frostempfindliche Pflanzen im Garten abgedeckt werden.

So hat man ein zweites Mal etwas vom Weihnachtsbaum: der Garten sieht schöner aus und die geschützten Pflanzen danken für den Winterschutz. [PdM, GTD Foto]

 

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