Weißer Lavendel: für traumhafte Gärten

Noch ist weißer Lavendel nicht so bekannt wie die klassisch blau-violett gefärbten Lippenblütler: Dabei haben gerade sie ihren ganz besonderen Reiz und bieten eine Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten für Garten, Balkon, Terrasse.

Viele Gartendesigner verzichten heute bei der Gartengestaltung auf sehr bunte Farben: Ein Garten, dessen Spektrum sich auf einige wenige Farbtöne beschränkt, strahlt Ruhe und Eleganz aus.

Lavendel: beliebte Duftpflanze

Echter Lavendel gehört schon seit langem zu den beliebtesten Garten- und Balkonpflanzen: Seine Schönheit und der intensive Duft ziehen nicht nur uns Menschen in seinen Bann.

Auch Schmetterlinge, Bienen und Hummeln werden angelockt und laben sich gern an dem Nektar des Halbstrauchs: Den Insekten scheint es dabei ganz einerlei, welche Blütenfarbe der Lavendel hat.

Bei der Gestaltung von Beeten, Töpfen und Randbepflanzungen von Wegen spielt die Farbe allerdings eine erhebliche Rolle!

Weißer Lavendel: für traumhafte Gärten

Weißer Lavendel mit seinem silbrig-grauen Laub passt ideal zu diesem Trend. Auch das Konzept des Weißen Gartens wird bei vielen immer beliebter: Dabei beschränkt man sich bei der Pflanzenauswahl tatsächlich nur auf weißblühende Gewächse.

Die Kunst bei der Anlage eines solchen monochromen Gartens besteht darin, mit den verschiedenen Blütenformen, Wuchshöhen und Tönen einer Farbe so zu spielen, dass es für den Betrachter nicht langweilig wird.

Ein Lavendelbusch mit seinen feinen Blütenähren kann hier beispielsweise einen schönen Kontrast zu vielen weißen Rosensorten mit kugelförmigen Blüten oder zu weißblühenden Stauden wie Funkien, Rittersporn oder Phlox bilden.

Weißer Lavendel im bunten Beet

Aber auch alle, die es eher richtig bunt im Garten mögen, sollten an den weißem Lavendel nicht vorbeisehen: die Farbe Weiß wirkt immer erfrischend und verstärkt die Wirkung anderer Blütenfarben.

Als „Nebendarsteller“ kann weißer Lavendel so dafür sorgen, dass rote, pinke, gelbe und orange Rosen oder Stauden richtig zur Geltung kommen.

Und sollten sich in einem Beet verschiedene Blütenfarben „beißen“ und nicht recht zueinander passen wollen, neutralisiert weißer Lavendel und sorgt für einen harmonischen Gesamteindruck.

Einen schönen Farbkontrast bilden die weißen Lippenblütler im Garten natürlich auch zu ihren blau-violetten Verwandten: Pflanzt man sie nebeneinander, entsteht ein abwechslungsreiches, spannungsvolles Bild.

Pflanztipps für [weißen] Lavendel

Genau wie ihre blaublütigen Verwandten benötigt auch weißer Lavendel viel Wärme und Sonnenlicht, um sich optimal zu entwickeln. Selbst die pralle Mittagssonne kann ihnen nichts anhaben.

Staunässe ist jedoch Gift für Lavendel: Der Boden muss deshalb sehr durchlässig sein und Regenwasser gut ablaufen können. In der Kräuterspirale gehört Lavendel daher ganz nach oben.

Wer eher festen oder lehmigen Boden im Garten hat, sollte diesen an geplanten Lavendelstandorten auflockern, indem er Sand oder Kies unter die Erde mischt.

Die Zugabe von Gartenkalk ist sinnvoll, da die duftenden Gartenschönheiten es nährstoffarm und nicht sauer mögen.

Lavendel als Kübelpflanze

Wer seine Kübel und Töpfe auf Balkon und Terrasse mit Lavendel bestücken möchte, verwendet am besten nährstoffarme Kräutererde: Sie hat alle Eigenschaften, die die Pflanze bevorzugt.

Wichtig ist natürlich auch hier, dass überschüssiges Gießwasser immer ablaufen kann! [DD, Downderry Foto]

 

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