Schneefräsen: überall Schneeräumen

Wenn große Schneemengen bewegt werden müssen, sind Schneefräsen die erste Wahl: Schneefräsen räumen Schnee von Bürgersteigen, Parkplätzen oder Auffahrten schnell und zuverlässig.

Schneefräsen: überall Schneeräumen

Schneefräsen kommen ursprünglich aus Nordamerika und Kanada: Hier werden sie auch heute noch in großen Stückzahlen eingesetzt. Aber auch in den europäischen Gebirgsregionen gehören sie zur Grundausstattung eines jeden Hausbesitzers.

Schneefräsen waren in der Vergangenheit im Wesentlichen auf die gebirgigen Regionen Deutschlands beschränkt: Im Flachland und an der Küste bestand wegen fehlenden Schnees einfach kein Bedarf.

Unvorhergesehene und heftige Schneefälle, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben, machen Schneefräsen allerdings auch in den flacheren Gebieten sehr interessant.

Und nach und nach haben sich Schneefräsen immer flachere Gegenden erobert: Gab es früher nur große Geräte mit Verbrennungsmotoren so fängt das Angebot heute bei kleinen Schneefräsen an, die ihren Antrieb aus der Steckdose beziehen.

Einfach ausgestattet und preiswert in der Anschaffung sind sie für den Einsatz auf kleinen Flächen und bei eher geringen zu erwartenden Schneemassen der ideale Einstieg.

Darauf aufbauend wird ein Sortiment an einstufigen und zweistufigen Schneefräsen mit verschiedenen Antriebsvarianten – ob Rad oder Raupe – in Deutschland angeboten, das lückenlos ist und für jeden Bedarf das Richtige vorhält.

Schneefräsen: Kaufkriterien

Eine Schneefräse wird nur dann eingesetzt, wenn Schnee gefallen ist: Die restliche Zeit steht sie unbenutzt herum. Dann fällt die weiße Pracht vom Himmel und nun muss die Schneefräse sofort wieder einsatzbereit sein.

Zuverlässigkeit ist deshalb ein entscheidendes Kaufkriterium, ebenso wie Leichtstart, Handhabung und Einsatzmöglichkeiten. Dann folgen Räumleistung, Verbrauch und Komfort.

Aufgrund der vielfältigen Kriterien, die sich gegenseitig bedingen und letztlich mit über die Höhe des Kaufpreises entscheiden, empfiehlt sich die Unterstützung eines Fachhändlers vor Ort:

  • Er kennt sein Einzugsgebiet und damit auch die Bedürfnisse, die ein Benutzer in Bezug auf eine Schneefräse hat.
  • Er ist außerdem die richtige Anlaufstelle für Ersatzteile, Reparaturen und Wartungs – und, wenn es im Bedarfsfall schnell gehen muss,
  • weiß am besten, wie er den nach langer Standzeit streikenden Motor wieder zum Leben erwecken kann.

Die größeren Schneefräsen werden so oder so nur von entsprechend geschulten Fachhändlern angeboten.

Schneefräsen: einstufig oder zweistufig?

Die kleinen Schneefräsen werden von Elektro- oder Benzinmotoren angetrieben und arbeiten einstufig:

Das bedeutet, der Schnee wird von der Frässchnecke aufgenommen und direkt – in einer Stufe – über den Kamin ausgeworfen.

Die Schnecke sorgt obendrein gleichzeitig aufgrund ihrer Drehrichtung für eine Vorwärtsbewegung des Gerätes im Schnee.

Die größeren Schneefräsen arbeiten zweistufig: Die erste Stufe bildet die Schneefräse, die den Schnee löst, schneidet und aufnimmt und dann im zweiten Schritt an das gegenläufig arbeitende Turbinenrad weitergibt und auswirft.

Klar, dass die Zweistufentechnik konstruktiv aufwendiger und teurer ist, dafür aber auch deutliche Vorteile bei der Räummenge und der Wurfweite bietet. Deshalb arbeiten nur die kleinen Modelle einstufig.

Auch von der ganzen Ausstattung her sind einstufige Schneefräsen einfach ausgelegt: Das wird sichtbar bei den Rädern, bei den Verstellmöglichkeiten von Frässchnecke und Kamin oder beim Start.

Bei frisch gefallenem und nicht zu viel Schnee werden sie sicher ihre Arbeit machen – aber bei festem Schnee oder großen Mengen erreichen sie schnell ihre Einsatzgrenzen.

Zweistufige Schneefräsen bieten für alle Einsätze deutlich mehr Möglichkeiten: Schon die kleinsten haben große, profilierte Gummireifen, die für deutlich bessere Traktion auf glatter Schneedecke sorgen.

Die Möglichkeit Schneeketten aufzuziehen verbessert das Verhalten in dieser Richtung noch einmal entscheidend. Außerdem wird die Fahrachse angetrieben, was für starken Vortrieb und damit weniger Kraftaufwand für den Maschinenführer bedeutet.

Seit 2013 sind dreistufige Schneefräsen auf dem Markt: Die erste Stufe bewegt den Schnee im Räumgehäuse zur Mitte, die zweite presst den Schnee nach hinten und erst die dritte wirft ihn aus. Ob sich diese Technik durchsetzt, werden die kommenden Jahre zeigen.

Schneefräsen mit Raupenantrieb

Eine weitere Variante ist der Raupenantrieb: Hier läuft ein starkes, profiliertes Gummiband auf jeder Seite der Schneefräse über zwei Räder, die separat angetrieben werden.

Für die Traktion ist dies die stärkste Variante, aber nicht für die Manövrierfähigkeit – da hat der Reifen eindeutig Vorteile. Aber die Raupe punktet bei der Kraftübertragung, der Haftung und dem Vortrieb.

Die Technik der Raupenbänder in Verbindung mit den entsprechend ausgebildeten Antriebsrädern ist heute so weit, dass kein Abspringen des Raupenbandes beim Fahren oder Arbeiten zu befürchten ist.

Entscheidend werden diese konstruktiven Elemente wenn es darum geht, in welchem Gelände die Schneefräse eingesetzt werden soll:

  • In steilem Gelände und auf großen, ununterbrochenen Räumflächen ist die Raupe im Vorteil,
  • bei flachem Gelände und häufig unterbrochenen Kleinflächen definitiv die mit Rädern ausgestattete.

Schneefräsen mit Hydrostaten

Auch bei den Schneefräsen nimmt der Anteil von Hydrostatantrieben zu: Gegenüber den konventionellen Schaltgetrieben hat der Hydrostat die Vorteile der stufenlosen Geschwindigkeitsanpassung und damit einer etwas effektiveren Arbeitsweise.

Schaltgetriebe lassen sich – noch – kostengünstiger produzieren und deshalb sind Schneefräsen mit Schaltung etwas günstiger in der Anschaffung.

Schneefräsen: Kamin und Auswurfweite

Für das effektive Arbeiten mit einer Schneefräse sind neben der Motorleistung die Einstellmöglichkeiten für den Kamin und die Auswurfweite entscheidend:

  • Bei den einstufigen Modellen geschieht die Kaminverstellung von Hand, die Wurfweiten sind gegenüber zweistufigen Geräten begrenzt.
  • Bei den zweistufigen Schneefräsen lässt sich der Kamin oft komfortabel elektrisch verstellen, die Wurfweite erhöht sich durch die entsprechende Motorleistung deutlich.

Der Kamin kann dabei in zwei Ebenen verstellt werden: Einmal kann das komplette Rohr in einem bestimmten Winkel gedreht werden, zum anderen kann das obere Leitblech auf die entsprechenden Gegebenheiten abgewinkelt werden.

Schneefräsen: Elektrostart und Scheinwerfer

Bei allen Einstell-, Start- und Veränderungsmöglichkeiten an einer Schneefräse ist immer der Einsatz unter erschwerten Bedingungen zu bedenken: Während des Einsatzes ist es immer kalt und man trägt Handschuhe.

Wirklich einfache Arbeitsvorgänge, leichte Zugänglichkeit und Bedienung, konkret beispielsweise größere Schalter, sind nicht zu unterschätzende Pluspunkte.

Was sich mit bloßen Händen gut bedienen lässt ist mit Handschuhen und dann trotzdem vielleicht noch kalten Fingern nur schlecht zu greifen.

Zu den sinnvollen Ausstattungsvarianten einer Schneefräse gehören deshalb auch Elektrostart und Scheinwerfer:

Bei kalten Temperaturen verlieren Batterien schnell ihre Leistung. Und wer würde schon rechtzeitig im Herbst daran denken, den nach monatelangem Stehen garantiert leeren Akku einer Schneefräse vor dem Winter zu laden? Niemand!

Deshalb kommen bei Schneefräsen auch keine eingebauten Batterien zum Einsatz: Der Elektrostart erfolgt sinnvollerweise über eine Verbindung mit einer 230 V Steckdose.

Auch Scheinwerfer haben an Schneefräsen ihre volle Berechtigung: Schon deshalb weil die Räumpflicht gesetzlich vorgeschrieben ist, von der übrigens auch private Grundstückbesitzer nicht ausgenommen sind.

Das Arbeiten mit der Schneefräse erfolgt deshalb oft im Dunkeln, ob morgens oder abends. Und mit dem Scheinwerfer wird das Arbeitsfeld vor der Schneefräse immer gut ausgeleuchtet. Auch dieser Punkt ist ein wichtiges Komfortmerkmal.

Im Idealfall räumt die Schnecke den Schnee exakt bis auf den Untergrund ab: Um keine Schäden am Untergrund oder an der Frässchnecke selbst zu verursachen, muss sich diese genau und stufenlos in der Höhe einstellen lassen.

Ein Problem stellt eine feste Schneedecke oder Eisdecke dar: Die muss die Frässchnecke ebenfalls aufbrechen können. Auf jeden Fall ist es besser, diesen Zustand erst gar nicht eintreten zu lassen.

Schneefräsen und Lärm

Bei den frühen Räumzeiten ist die Lärmentwicklung von Schneefräsen ein großes Thema: Zwar müssen die Geräte seit neuestem entsprechende gesetzliche Vorgaben erfüllen. Aber die Werte liegen immer noch sehr hoch.

Mittlerweile gibt es erste Ansätze, auch Schneefräsen von der Geräuschseite her deutlich leiser zu machen. Dabei sind die dB[A]-Angaben für normale Menschen nicht einzuordnen.

Folgender Hinweis hilft: Jede Senkung des Lärmwertes um 3 dB[A] bedeutet eine Halbierung des Lärmpegels! Sinkt der Wert beispielsweise von 1oo dB[A] auf 97 dB[A] dann empfindet das Ohr das als Halbierung!

Für die Praxis bedeutet das: In so einem Fall sind zwei geräuschreduzierte Maschinen genauso laut wie ein alter Krachmacher. Eine Reduzierung um 6 dB[A] würde bedeuten, dass vier neue Maschinen erst den Geräuschpegel einer alten erreichen.

Hybridschneefräsen

Ein Hersteller stellt heraus, dass er mit seinen Motoren und einer speziellen Hybridtechnik die leisesten Maschinen am Markt hat: Dazu nennt er Geräuschwerte, die in der Spitze bis zu 11 dB[A] unter dem herkömmlicher Schneefräsen liegen.

Beim Auto beruht die Hybridtechnik auf einer intelligenten Kombination zwischen Verbrennungs- und Elektromotor: Diese Trennung wurde nun auch für Schneefräsen realisiert.

Der Verbrennungsmotor treibt dabei die Fräswelle und einen Generator an. Der wiederum produziert Strom, mit dem der Fahrantrieb erfolgt und gleichzeitig die Batterie geladen wird.

Für den Fahrantrieb sind zwei Elektromotoren zuständig, die jeweils auf eine Seite der Fräse wirken. Sie können gegenläufig arbeiten, was ein Drehen auf der Stelle ermöglicht und damit auch den Raupenantrieb sehr manövrierfähig macht.

Für den reinen Fahrbetrieb oder den Transport können diese Schneefräsen auch ohne Start des Benzinmotors bewegt werden.

Eine spezielle Motorregelung sorgt zudem dafür, dass die Arbeitslast die Antriebsgeschwindigkeit regelt: Liegt wenig Schnee kann schnell gefahren werden.

Bei viel Schnee erkennt die Regelung den höheren Kraftbedarf und reduziert die Geschwindigkeit bei gleicher Drehzahl automatisch. Das bedeutet unter anderem, dass bei den Geräten mit Hybridtechnik immer eine gleiche Auswurfweite erzielt wird.

Schneefräsen: Motoren und Technik

Unter den besonderen Bedingungen des Winters müssen sich Schneefräsenmotoren besonders leicht und sicher starten lassen: Die eingesetzten Motoren sind auf diese extreme Startbedingungen ausgelegt.

Leichtstart und große Handgriffe, die auch mit Handschuhen gefasst werden können sind heute bei Schneefräsen Standard.

Schneefräsen: Pflege und Wartung

Pflege und Wartung der Motoren entsprechen dem Aufwand anderer Industriemotoren: Öl und Luftfilter sollten mindestens einmal jährlich getauscht werden und Wartungsintervalle sind auch bei Schneefräsenmotoren zu beachten.

Diese Arbeiten sollten immer direkt nach dem Winter ausgeführt werden, damit die Schneefräse in der neuen Saison sofort wieder einsatzbereit.

Eine entsprechende Wartung verlängert im Übrigen die Lebensdauer einer Schneefräse entscheidend – und letztlich wirkt sich die wieder direkt auf die Kosten aus. Der Elektrostart über die Steckdose ist wie bereits gesagt auf jeden Fall zu empfehlen.

Schneefräsen Keilriemen

Bei der Übertragung der Motorkraft zur Frässchnecke kommen Keilriemen zum Einsatz: Bei richtiger Spannung ist der Keilriemen eine gute und kostengünstige Kraftübertragung.

Ist er dagegen nicht richtig gespannt kann er die vom Motor kommende Kraft nicht mehr entsprechend in Leistung umsetzen, weil er bei jeder Umdrehung mehr oder weniger durchrutscht. Natürlich steigt dabei auch der Verschleiß rapide an.

Untrügliche Anzeichen für die falsche Spannung des Keilriemens sind Quietschgeräusche oder Überhitzung: Das Nachspannen eines Keilriemens ist auch für technische Laien möglich.

Vom Keilriemen wird die Kraft bei zweistufigen Schneefräsen starr auf die meist zweigeteilte Schnecke und das Turbinenrad verteilt.

Schneefräsen Scherstifte

Verklemmt sich die Schnecke einmal durch einen Gegenstand am Gehäuse sorgen Scherstifte dafür, dass die starre Verbindung keinen Schaden nimmt. Die brechen, wenn zu viel Kraft auf ihnen lastet.

Sollte der Stift doch einmal abscheren, ist es wichtig, dass er leicht zu wechseln ist. Ansonsten droht ein Werkstattaufenthalt, der in der Regel mit Kosten verbunden ist.

Und noch zwei Punkte sind in diesem Zusammenhang erwähnenswert: Die Maschine muss bei den Instandsetzungsarbeiten immer vor dem Anspringen gesichert sein.

Bei den Scherstiften ist unbedingt Originalzubehör zu verwenden! Nur die haben die entsprechenden Materialeigenschaften, um bei Überlastung im richtigen Augenblick abzuscheren.

Schneefräsen verstopfen


Schneefräsen können unter extremen Bedingungen durchaus verstopfen: Besonders nasser Schnee neigt zum Verklumpen. Dann verstopft bereits die Frässchnecke.

Zum Beheben dieses Problems ist an den Fräsen meist ein hölzerner Stock befestigt. Mit ihm soll sich der verklumpte Schnee aus dem Gehäuse entfernen lassen.

Um dem Verklumpen vorzubeugen sollte dann nach Beseitigen der Verstopfung die Fräshöhe verringert werden: Damit bekommt der Motor die Möglichkeit – entsprechend seiner Leistung – den nassen Schnee wegzuschleudern.

Schneefräsen Komfort

Bei langen Arbeitszeiten müssen die Bedien- und Sicherheitselemente in entspannter, gerader Körperhaltung und ohne viel Muskelaufwand immer leicht zu erreichen sein:

Auf jeden Fall sollte sich der Bedienholm leicht und ohne Umstände auf jede Körpergröße einstellen lassen.

Über die Besonderheiten der Bedienung von Hebeln und Schaltern im Winter haben wir schon gesprochen, sie ist essentiell für den Komfort!

Schneefräsen und Sicherheit

Schneefräsen sind immer mit speziellen Sicherheitsfunktionen ausgestattet: Besonders in der Rückwärtsfahrt ist der Bediener gefährdet. Technisch gelöst wird das Ganze durch den so genannten Totmannschalter.

Das ist eine einfache Sicherheitskupplung an den Bedienholmen, die während des Betriebs immer gedrückt oder gezogen werden muss.

Werden aus irgendeinem Grunde diese Kupplungszüge losgelassen, stoppt sofort der Antrieb von Rad oder Raupe und Frässchnecke.

Beim Arbeiten mit Schneefräsen sind verschiedene Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen:

Der Bediener sollte immer mit dem Wind und nie gegen ihn arbeiten. Klar, dass der Wind den Schnee in seiner Wurfrichtung aufnehmen und mit wegtragen sollte.

Unter dem Schnee sind Hindernisse und Gegenstände, die mit der Frässchnecke weggeschleudert werden können nicht zu erkennen.

  • Das birgt Gefahren für die Frässchnecke und für Menschen, die sich im Wurfkreis der Schneefräse aufhalten.
  • Die empor geschleuderten Gegenstände können natürlich auch Autos oder Scheiben gefährden.

Deshalb ist immer auf den entsprechend großen Sicherheitsabstand zu gefährdeten Personen und Objekten zu achten. [GTD, Honda Foto]

 

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