Lebensraum Garten: Natur für alle

„Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man sie überall schön“, sagte einst Vincent van Gogh. Der Maler ließ sich von den Farben der Blüten inspirieren und viele seiner Bilder zeugen von seiner Liebe zur Natur.

Und seine Bilder sind weltbekannt: nicht zuletzt weil sie Freiheit, Lebendigkeit und vor allem eine Natürlichkeit ausstrahlen, nach der wir uns in unserem hektischen Alltag sehnen.

Unberührte Natur erleben wir kaum noch – schon gar nicht im näheren Umfeld.

Naturerlebnisse gewünscht!

Auf dem Land findet man nur riesige Felder, auf denen die immer gleichen Nutzpflanzen Mais, Raps und Getreide angebaut werden.

Diese heutige Form der „Kulturlandschaft“ empfinden viele als langweilig und sehnen sich nach einer längst vergangenen kleinteiligen und abwechslungsreichen Idylle – die sie vermutlich selbst gar nicht erlebt haben.

Dennoch: Zeitschriften, die „Land“ im Titel tragen, gehören zu den auflagenstärksten Medien. Es gibt offensichtlich eine weitverbreitete Sehnsucht nach ursprünglichen Naturerlebnissen.

Paradox ist, dass heute die Artenvielfalt in den Städten häufig größer ist als in der freien Landschaft. Das liegt vor allem an den öffentlichen Parks und privaten Gärten.

Lebensraum Garten

Den Traum von mehr Natur kann man im eigenen Garten ausleben, wenn er dementsprechend gestaltet ist.

Das Interesse an naturnahen Gärten ist in den letzten Jahren jedenfalls gestiegen. Viele wünschen sich mehr Fülle und Lebendigkeit im eigenen Grün.

Den Frühling genießen

Jetzt im Frühling sind die Kräfte der Natur besonders spürbar: Blühende Obstbäume vertreiben jede Tristesse und locken Bienen und Hummeln aus ihrem Winterschlaf. Das Gras und die ersten Blätter leuchten in frischen Grüntönen.

Den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen, das Summen der Insekten und das Zwitschern der Vögel zu hören, macht einfach glücklich.

Tiere im Garten

Und auch damit Tiere sich im Garten wohlfühlen, müssen sie hier einen geeigneten Lebensraum finden: Die Bepflanzung sollte so zusammengestellt werden, dass sie ausreichend Nahrung und Nistplätze bietet.

Statt geometrisch geschnittener Hecken kann man auch abwechslungsreiche Wildobstgehölze pflanzen: Holunder, Vogelbeere und Kornelkirsche – eine solche Hecke bietet einerseits Sichtschutz und außerdem Nektar für Insekten. Ihre Beeren und Früchte lassen sich die Vögel schmecken.

Natürliche Materialien im Garten

Mit einer Trockenmauer oder einem Weg aus Naturstein kann die Atmosphäre eines ländlichen Gartens erzeugt werden.

Naturnahe Gärten entstehen durch die Verwendung von natürlichen Materialien wie Holz oder Steinen: Beete und Wege sollten in organischen Formen angelegt werden, eingehüllt in üppiges Grün.

Vielfältige Bepflanzung

Die Bepflanzung sollte möglichst vielfältig, blühend und trotzdem nicht wild durcheinander, sondern mit einer Grundstruktur angelegt werden. Ein abwechslungsreiches Farbenspiel schaffen Rosen, Stauden und Gräser, Hortensien, Lavendel und andere Kleingehölze.

In der Nähe der Terrasse hat eine Kräuterspirale doppelten Wert: Ihr aromatischer Duft macht Lust, sich die frischen Gewürze in der Küche schmecken zu lassen.

Die eigene Blumenwiese

Eine einfache Möglichkeit, mehr Leben in den Garten zu bringen, ist eine Blumenwiese: Wenn ein Teil des Rasens nicht mehr kurzgeschnitten wird, sondern dort eine Wildblumenmischung wachsen darf, entsteht ein Lebensraum für Kleintiere, wie Schmetterlinge, Igel und Co.

Wasser im Garten

Damit der Traum vom Naturgarten Wirklichkeit wird, sollte nach Möglichkeit auch Wasser ins Spiel kommen: Professionell angelegt und gepflegt, kann je nach zur Verfügung stehendem Platz ein Teich, ein Brunnen oder ein Wasserbecken gebaut werden. [BGL, GTD Foto]

 

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