Gartenhortensien: traumhafte Blütenbälle

Bei Gartenhortensien [Hydrangea macrophylla] denkt man schnell an rosa, blaue oder weiße Blütenbälle, aber es gibt auch noch ganz andere Typen. Zum Beispiel solche mit kerzen- oder traubenförmigen Blütenständen und tellerförmige mit randständigen Einzelblüten…

Hortensien [Hydrangea] sind als Garten- und Topfpflanze aber nicht nur wegen ihrer reichen Blüte sehr gefragt, sondern auch, weil sie pflegeleicht sind – wenn man ein paar Grundregeln beachtet.

Gartenhortensien sind durstig

Die meisten Hortensienarten bevorzugen leicht kalkhaltigen, humusreichen Boden mit ausreichend Bodenfeuchte.

In dem botanischen Namen der Hortensien – Hydrangea – ist deren großer Wasserbedarf ausgedrückt: das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet Wasserschlürferin. Sie verdunsten viel Wasser über ihre großen Blätter und mögen Trockenheit gar nicht!

Besonders wenn sie in Kübeln stehen ist eine regelmäßige und reichliche Wassergabe wichtig. Dafür allerdings bedanken sie sich dann mit üppigem Wuchs und reicher Blüte.

Wer die Möglichkeit hat, Regenwasser zu sammeln, tut seinen Hortensien und sich etwas Gutes, denn das schlürfen sie am liebsten.

Bauernhortensien

Die bekannteste Hortensie ist natürlich die beliebte Bauernhortensie [Hydrangea macrophylla].

Die Bauernhortensie ist ein einfacher Strauch mit großen, sattgrünen Blättern und blüht im Spätsommer in den verschiedensten Blütenfarben von pastelligen Tönen bis zu strahlendem Weiß, von knalligem Rot oder Pink bis zu dunklem Blau und Violett.

Die Bauernhortensie fühlt sich in der Sonne wie im Halbschatten wohl, solange sie nicht zu trockenen Boden hat. Bauernhortensien blühen am einjährigen Holz, das heißt, an den Zweigen, die im Vorjahr gewachsen sind.

Deshalb sollte man sie nicht zurückschneiden – wenn es aber der Größe wegen notwendig ist, empfiehlt sich eine schrittweise Vorgehensweise: Schneiden Sie nur jeden zweiten Trieb zurück und im nächsten Jahr die Stehengebliebenen.

Bauernhortensien blühen meist monatelang, denn ihre Blüten fallen nicht ab – auch im trockenen Zustand sind sie noch attraktiv.

Gartenhortensien: blau und rosa

Wer eine blaue Gartenhortensie kauft und in den Garten pflanzt, wundert sich, wenn sie einige Jahre später rosa blüht.

Der Grund für dieses Phänomen ist der Farbstoff Delphinidin in den Blüten, der in Abhängigkeit vom Säuregrad des Bodens unterschiedliche Farben annimmt:

Blau in sauren Böden und Rot in kalkhaltigen Böden. Mit einer speziellen Düngung kann man eine rosafarbene Bauernhortensie wieder blau färben.

Im Gartenfachhandel gibt es dafür speziellen Hortensiendünger. Weiße Sorten verändern ihre Blütenfarbe allerdings nicht.

Die wunderbare Annabelle

Eine der wenigen Hortensien, die man mit Namen kennt, ist die Annabelle, eine Sorte der Waldhortensie, auch Baumhortensie [Hydrangea arborescens] genannt.

Deren bis zu 25 Zentimeter großen, cremefarbenen Blütenkugeln zeigen sich von Juli bis September.

Sehr schön sind auch ihre Blätter: Sie sind recht groß, dabei aber dünn, so dass das Sonnenlicht durch das Laub hindurch schimmert.

Im Unterschied zu den Bauernhortensien verträgt die Annabelle den Rückschnitt gut, er wird sogar empfohlen, um die Pflanze kompakt zu halten.

Auf den kräftigen Trieben einer solchen Pflanze können sich mehr Blütenbälle halten und eine reich blühende Annabelle von 1,5 Metern Höhe ist im Garten ein echter Hingucker!

Rispenhortensien

Die Rispenhortensie [Hydrangea paniculata] wird etwa zwei Meter hoch, kann aber durch regelmäßigen Schnitt auch als kleiner Busch oder sogar als Miniaturbaum erzogen werden.

Sie blüht im Hochsommer in fliederartigen weißen Rispen, die zart duften. Beim Verblühen verfärben sich die Blüten der Rispenhortensie rosa und schmücken die Pflanze bis in den späten Herbst.

Rispenhortensien stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden und kommt sogar besser als ihre Verwandten mit Trockenheit und Frost aus – für den pflegeleichten Garten eine Empfehlung.

Hortensientipps

Hortensien blühen nicht nur im Garten, sondern auch auf dem Balkon. Vor allem die Bauernhortensie mit ihren festen Stielen eignet sich gut für den Topf.

Mögen Sie Trockenblumen aus dem eigenen Garten? Dann schneiden Sie die Blütenstände der Hortensien kurz nach dem Höhepunkt der Blüte ab, stellen sie in eine Vase mit etwas Wasser, das Sie aber nicht wieder auffüllen!

Die Blüten trocknen dann langsam und gleichmäßig ein ohne zu verwelken und behalten ihre Farbe.

Am häufigsten sieht man blaue und rosa Bauernhortensien, aber es gibt viele weitere Arten und Sorten, die zwar weniger bekannt, aber nicht weniger schön sind.

Fragen Sie im Fachhandel nach immergrünen, kriechenden oder duftenden Hortensien, nach Rispenhortensien, Tellerhortensien, Kletterhortensien, nach kleinbleibenden Arten, früh- oder spät blühenden Hortensien, Großsträuchern, … je nachdem, was Sie in ihrem Garten bewundern wollen. [PdM, Foto]

 

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