Stauden in Gelb, Orange, Rot – Sonnig!

Stauden in Gelb, Orange, Rot bringen Sonne in jeden Garten. Strahlendes Gelb, energiegeladenes Orange und feuriges Rot, es sind echte Powerfarben, in die sich:

  • Sonnenhut [Rudbeckia],
  • Sonnenauge [Heliopsis],
  • Sonnenbraut [Helenium] und
  • Staudensonnenblumen [Helianthus microcephalus]

…kleiden.

Stauden in Gelb, Orange, Rot – Sonnig!

Die Sonnentöne sind ein unverzichtbares Element im Hochsommergarten.

Im Frühsommer dominieren in den meisten Gärten Blau-, Violett- und Rosatöne.

Aber je intensiver die Sonneneinstrahlung ist, desto zurückhaltender und blasser wirken diese Farben.

Stauden in Gelb, Orange und Rot hingegen gewinnen in der Sonne noch an Leuchtkraft: sie fangen den Hochsommer ein wie ein Spiegel.

Neben den Farben beeindrucket jedoch auch die schiere Größe der, je nach Art und Sorte 80 bis 250 Zentimeter hohen Stauden und der Hauch von Wildnis und Freiheit, der sie umgibt.

Bei diesen Pflanzen, die allesamt in der nordamerikanischen Prärie beheimatet sind, muss man nicht lange warten, bis sie etwas hermachen.

Klotzen statt kleckern

Ein weiterer Vorteil: Je großzügiger man pflanzt, desto großzügiger wirkt auch das Gesamtergebnis.

Das gilt auch und insbesondere für kleine Gärten. Denn wenn ich dort Klein-klein pflanze, betone ich die engen Gartengrenzen noch.

Praktischer Nebeneffekt: Auch für die Pflege braucht man bei flächigen Pflanzungen meist deutlich weniger Zeit.

Generell sind die angesprochenen Stauden sehr robust und pflegeleicht.

Sie tragen die Sonne nicht nur im Namen, sondern wünschen sich auch einen möglichst sonnigen Platz im Garten sowie nährstoffreichen, eher frischen als zu trockenen Boden.

Wo sie sich wohlfühlen, revanchieren sie sich je nach Art und Sorte von Juni bis in den Oktober hinein mit einer beeindruckenden Blütenfülle.

Stauden: schnittige Gesellen

Die wichtigste Pflegemaßnahme besteht darin, die Stauden rechtzeitig zurückzuschneiden.

Dadurch kann man die Blühdauer eines Beets verlängern, für eine abwechslungsreiche Höhengestaltung sorgen und ganz nebenbei die Standfestigkeit der Pflanzen verbessern.

Bei der Sonnenbraut kann man gut mehrere frühblühende Sorten miteinander kombinieren und schneidet die Exemplare im Beethintergrund Anfang Juni um ein Drittel zurück.

Auf diese Weise verdecken die vorderen Sonnenbräute den Rückschnitt.

Wenn die vorderen Helenium oder Sonnenbraut schon im Verblühen sind, fangen die hinteren Exemplare gerade erst an zu blühen.

Durch den Rückschnitt verzweigen sie sich gut und setzen besonders viele Knospen an.

Wertvolle Sorten bewahren

Verblühtes sollte man zeitnah entfernen, denn das regt die Knospenbildung an und dient dem Schutz der Sorten, die man ja wegen ihrer exzellenten Eigenschaften gekauft hat.

Denn es wäre doch ärgerlich, wenn sich durch Selbstaussaat neue, schlechtere Sorten in die Rabatte mischen würden. Für schöne Aspekte im Spätherbst und Winter sorgen attraktive Begleitpflanzen, etwa:

  • Indianernessel [Monarda] und Astern, deren Blütenstände erst im Frühjahr zurückgenommen werden,
  • sowie elegante Gräser wie Reitgras [Calamagrostis] oder
  • das wunderbar transparent wirkende Pfeifengras [Molinia].

Zusammen mit den hohen Blütenstauden ergeben sie übrigens einen ebenso effektiven wie attraktiven Sichtschutz.

Strahlend schöner Balkon

Nicht nur im Garten, sondern auch auf dem Balkon verbreiten gelbblühende Stauden sommerliche Leichtigkeit.

Staudensonnenblumen [Helianthus microcephalus], Sonnenbraut [Helenium] und Co. gedeihen auch in Kübeln, solange man sie regelmäßig gießt.

Für den Balkon sind niedrigere Sorten wie die 60 bis 80 Zentimeter hohe Sonnenbraut Mardi Gras am besten geeignet.

Höhere Varianten sollten angebunden werden, damit sie bei Wind nicht umkippen.

Ergänzen kann man den Blütenreigen mit klassischen Balkonblumen, etwa dem goldgelben Zweizahn [Bidens].

Dazwischen sorgen weißblühende Stauden wie die elegant überhängend wachsende Sumpfschafgarbe [Achillea ptarmica Nana] für Abwechslung.

Die frostfrei zu überwinternde Strauchmargerite [Argyranthemum frutescens] bringt einen zusätzlichen Frischekick. [BdS, GMH Banse Foto]

 

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