Die Zwiebel im Garten

Die Zwiebel im Garten wird heute der Familie der Lauchgewächse [Alliaceae] zugeordnet, in älterer Literatur gehörte sie zu den Liliengewächsen [Liliaceae].

Sie ist eine ausdauernde oder zweijährige 60 bis 120 Zentimeter hoch wachsende Pflanze, das heißt sie gelangt erst im zweiten Jahr zur Blüte.

Die chlorophyllhaltigen Oberblätter sind röhrenförmig gebaut. Die Blüten stehen in einer kugligen, weißen bis fliederfarbenen Scheindolde, die auch Brutzwiebeln enthalten kann.

Die sogenannte Schalenzwiebel ist ein unterirdisches Speicherorgan, welches aus mehreren ineinander verschachtelten, fleischig verdickten Blattbasen der Laubblätter gebildet wird.

Die Zwiebel im Garten

Es gibt zwei Anbaumöglichkeiten: die Aussaat oder die Verwendung von Steckzwiebeln.

Steckzwiebeln sind zeitiger erntefähig, gesäte Zwiebeln sollen jedoch länger lagerfähig bleiben.

Eine gute Zwiebelbildung ist abhängig von der Länge des Tageslichtes.

Der sogenannte Photoperiodische Reiz wird ausgelöst, wenn die Pflanze von 11 Stunden [Kurztagssorten] oder 15 bis16 Stunden [Langtagssorten] Tageslicht beeinflusst wird.

Bis zu diesem Zeitpunkt muss die Pflanze einerseits genügend Blattmaterial ausgebildet haben.

Andererseits darf diese Wachstumsphase nicht zu lang bemessen sein, da sonst die Zwiebeln dazu neigen, verstärkt Starrhälse [nicht gut ausgebildete Zwiebeln und dickes, steifes Zwiebelrohr] auszubilden.

Reifezeit der Zwiebel

In einem Buch von 1841 heißt es:

Einige Zeit vor der Reife der größern Zwiebeln drückt man gewöhnlich die röhrigen Blätter entweder mit dem Fuße oder bei großen Pflanzungen mit einer Walze nieder, um dadurch den Gang des Saftes zu unterbrechen und denselben in der Zwiebel zurückzuhalten.

Heute wird diese Vorgehensweise zur zeitigeren Ernte nicht mehr empfohlen, da dies zur schlechteren Lagerfähigkeit führen kann.

Sinnvoller ist es, den natürlichen Schlottenknick abzuwarten, der die beginnende Reife anzeigt, das heißt der Zwiebelhals wird weich und knickt um, weil sich die Säfte zurückziehen.

Erntefähig sind die Zwiebeln, wenn etwa zwei Drittel der Schlotten abgeknickt sind.

Idealer Partner für die Zwiebel ist die Möhre.

Da es Schädlinge in Mischkulturen schwerer haben ihre Lieblingspflanzen zu finden, ist somit die gegenseitige Abwehr von Zwiebel- und Möhrenfliegen möglich.

Die Zwiebel: leckere Medizin

Nicht immer muss Medizin bitter sein, damit sie hilft.

Gesundheit kann auch schmecken, wie eben die Zwiebel im Garten, die bei regelmäßigem Gebrauch auf vielfältige Weise das Wohlbefinden bereits als Bestandteil der Nahrung unterstützen kann.

Der NHV Theophrastus hat die Zwiebel im Garten zur Heilpflanze des Jahres 2015 ausgerufen, denn: die Zwiebel ist scharf und gesund! [NHV; MattJP Foto]

 

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