Stauden für Sonne und Trockenheit

Stauden für Sonne und Trockenheit sind eine gute Lösung für besonders schwierige Gartenplätze, denn längst nicht alle Pflanzen sind robust genug für Bedingungen mit viel Licht und wenig Wasser.

Doch das Staudenreich ist sehr vielseitig und bietet deshalb auch für diese extremen Standorte Pflanzen, die zudem noch attraktiv und farbenfroh sind.

Stauden für Sonne und Trockenheit

Vielen Stauden sieht man ihre Sonnenverträglichkeit schon an. Sie haben feste, oft behaarte Blätter, manchmal auch kleines oder graulaubiges Blattwerk.

Ein bemerkenswerter Trockenkünstler ist die Katzenminze [Nepeta x faassenii], die Staude des Jahres 2010:

Ein blauer Dauerblüher, der selbst in Mauerfugen zum Blühen kommt.

Aufgrund des Klimawandels, der uns zunehmend Trockenperioden bescheren wird, ist es wichtig, Pflanzungen auszuprobieren, die mit längeren Trockenperioden zurechtkommen.

Für eine sehr trockene Umgebung eignen sich besonders Pflanzen, deren Heimat die Steppe ist, also ein Gebiet mit geringem Niederschlag und hoher Sonneneinstrahlung.

Die Sonnenanbeter lieben es, ihre Wurzeln in sonnigem und durchlässigem Grund zu verankern.

Ein Vorteil der Verwendung von trockenheitsverträglichen Pflanzen ist es, dass Gartenbesitzer beruhigt in den Urlaub fahren können, denn regelmäßiges Wässern und Pflegen ist bei diesen Pflanzen nicht unbedingt erforderlich.

Stauden sind attraktiv im Winter

In vielen Steppenpflanzungen bestimmen blaue, violette und rosa Farbtöne das Erscheinungsbild.

Die blauen Blütenähren der Duftnessel [Agastache] wetteifern mit der duftigen Blütenfülle der weißen Präriekerze [Gaura].

Die gelben Tellerblüten der Schafgarbe bilden einen schönen Kontrast zu den blauen Blütenkerzen von Salbei [Salvia nemorosa] oder den weinroten Blüten der Witwenblume [Knautia].

Frisches Grün bringen Wolfsmilchpflanzen [Euphorbia polychroma] in die Gestaltung ein.

Kombiniert man die Pflanzen mit Steinen und einer Mulchschicht aus Kies oder Splitt, erhält das Beet gleichzeitig einen modernen und natürlichen Charakter.

Besonders im Winter bestechen die Steppenbeete durch ihre strukturgebenden Pflanzen.

Schneiden Sie die Stauden erst im Frühjahr zurück, dann bleibt die Struktur im Winter in Nebel und Raureif reizvoll erhalten.

Grundvorraussetzungen für Stauden

Damit Pflanzungen an sonnigen und trockenen Standorte funktionieren, ist es wichtig, bestimmte Grundvoraussetzungen zu schaffen.

Für Sonnenliebhaber ist Staunässe tödlich. Vor allem im Winter sei es deshalb entscheidend, dass das Wasser ablaufen kann.

Ein schwerer Boden kann mit einer ausreichenden Menge an Splitt aufgebessert und durchlässiger gemacht werden.

Weitere Voraussetzung für gelingende Pflanzungen ist eine tägliche Sonnenbestrahlung von etwa 6 bis 7 Stunden.

Vor allem über Mittag sollten keine längeren Schattenperioden eintreten, etwa durch Bäume, die Sonneneinstrahlung beeinträchtigen.

Stauden mögen es groß

Sinnvoll ist es, eine Fläche von mindestens 10 bis 30 Quadratneter anzulegen.

Erst dann wirkt eine Pflanzung und kann sich gut entwickeln und eigenständig funktionieren.

Optimal geeignet sind Hanglagen, da dort der Wasserabzug gewährleistet ist und die Einstrahlung der Sonne stimmt.

Mit Dünger sollte man sparsam umgehen. In den ersten Jahren ist oft kein Düngereinsatz erforderlich.

Im Pflanzjahr sollten die Stauden gewässert werden, um das Anwachsen zu gewährleisten.

Im zweiten Jahr ist keine zusätzliche Wassergabe mehr nötig.

Mulchen bei Stauden erwünscht

Eine gute Möglichkeit eine Pflanzfläche von Unkraut frei zu halten ist das Mulchen.

Für trockene Standorte eignet sich mineralischer Mulch, wie beispielsweise heller Kalksplitt, Porphyrsplitt oder auch dunkler Basalt.

Der Einsatz hängt vom persönlichen Geschmack des Gartenbesitzers ab und von den regional verfügbaren Materialien, denen man den Vorzug geben sollte.

Der Vorteil von mineralischem Mulch ist, dass die Oberfläche schnell abtrocknet und Unkräuter deshalb schlecht darauf keimen.

Trotzdem kann die Fläche aber auch bei Regen stets betreten werden.

Unter der Mulchschicht, die sich nicht zersetzt, hält sich die Feuchtigkeit in der Pflanzung länger und sorgt so für eine ausgeglichene Bodenfeuchte.

Die Schicht sollte mindestens 7 Zentimeter betragen. Eine Körnung von 8 bis 16 Millimeter ist ideal, da Sie gut auf der Pflanzfläche aufliegt.

Feinanteile sollten vermieden werden, da sich sonst Samenunkräuter leichter ansiedeln können. Außerdem sollte der Boden vor der Pflanzung von Wurzelunkräutern befreit werden.

Das Schnittgut muss unbedingt entfernt werden, damit kein organisches Material auf die Abdeckung gelangt. Das würde dem Unkraut die Möglichkeit bieten, zu keimen.

Das Mulchmaterial lässt sich vor dem Auspflanzen aufbringen, es kann aber auch noch nachträglich erfolgen.

Stauden und Zwiebelpflanzen

Das I-Tüpfelchen gelungener Staudenbeete sind Zwiebelpflanzen.

Sie sind für trockene Standorte ideal, da sie vor allem im Winter einen durchlässigen Boden brauchen, um nicht zu faulen.

Durch Zwiebelpflanzen lässt sich die Blütezeit in trockenen und sonnig gelegenen Beeten sehr gut verlängern und weitere Akzente setzen.

Botanische Tulpen wie Tulipa praestans sorgen im Frühjahr für einen blumigen Eindruck.

Um Blütenlücken im Juni zu schließen, sind viele Sorten des Zierlauches [Allium] geeignet, der mit seinen attraktiven Blütenbällen punktuelle Akzente setzt.

Auch durch die Pflanzung von kurzlebigen Pflanzen wie Eisenkraut [Verbena bonariensis] oder der Kokardenblume [Gaillardia x grandiflora] lässt sich die Attraktivität eines Beetes erhöhen.

Die lange Blütezeit gleicht die Kurzlebigkeit der Pflanzen aus.

Außerdem versamen sich die Pflanzen und sorgen so für Dynamik in der Pflanzung.

Gräser dürfen nicht fehlen

Die passenden Gräser dürfen in Steppen-Pflanzungen unter keinen Umständen fehlen.

Sie übertragen den kleinsten Windhauch und sorgen für Leichtigkeit und Weite.

Im Gegenlicht erstrahlt das Federgras Stipa gigantea und umspielt mit seinem wogenden Wuchs Blütenstauden, die teller- oder kerzenförmig blühen.

Ein sehr langlebiges und widerstandsfähiges Gras für trockene Standorte ist das Kopfgras [Sesleria]. Hirse [Panicum] ist ebenfalls geeignet.

Ein trockener, sonniger Standort fördert sogar die intensive gelbe, teils rote Herbstfärbung. [BdS, Foto]

 

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