Maiglöckchen: Giftpflanze des Jahres 2014

Das Maiglöckchen: Giftpflanze des Jahres 2014! – Zum 10. Mal gibt der Botanische Sondergarten Wandsbek das Ergebnis der Wahl zur Giftpflanze des Jahres bekannt.

Am 15. Dezember 2013 endete die Abstimmung: Das Maiglöckchen [Convallaria majalis] hat sich als Kandidat für 2014 durchgesetzt.

Maiglöckchen: Giftpflanze des Jahres 2014

Die Stimmenverteilung zur Wahl der Giftpflanze des Jahres 2014 sah wie folgt aus:

  • Maiglöckchen [Convallaria majalis]: 1.836
  • Engelstrompete [Brugmansia sp.]: 1.617
  • Blauregen [Wisteria sinensis]: 1.047
  • Tomate [Solanum esculentum]: 527

Das Maiglöckchen [Convallaria majalis] ist eine Pflanzenart aus der artenarmen Gattung Convallaria in der Familie der Spargelgewächse [Asparagaceae]. In der Schweiz wird der Trivialname Maieriesli verwendet.

Das Maiglöckchen wird insgesamt als sehr stark giftig eingestuft: Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber Blüten und Früchte.

Als Heildroge dienen die getrockneten oberirdischen Teile der Pflanze; meist auch von nahestehenden Arten wie Convallaria keiskei MIQ.

Die Anwendung der Droge selbst ist wegen der Giftigkeit nicht vertretbar, ausschließlich das auf einen bestimmten Wirkwert [von Convallotoxin] eingestellte Pulver oder entsprechende Extrakte oder Reingykoside setzt man gegen leichte Herzmuskelschwäche, bei Altersbeschwerden und zur Ausschwemmung herzbedingter Wasseransammlungen ein.

Das Maiglöckchen

Das Maiglöckchen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimeter erreicht. Es besitzt ein bis zu 50 cm tief wurzelndes Rhizom als Speicher- und Überdauerungsorgan und wird daher zu den Rhizomgeophyten gezählt.

Das Maiglöckchen besitzt zwei bis drei Laubblätter, die direkt dem Rhizom entspringen. Sie gliedern sich in eine stielähnliche, einen Scheinstängel bildende Blattscheide und die Blattspreite.

Zwischen April und Juni entwickeln sich in einem mehr oder weniger einseitswendigen traubigen Blütenstand fünf bis zehn nickende, breitglockige Blüten.

Giftpflanze des Jahres

Im November 2004 rief der Botanische Sondergarten Wandsbek erstmals auf, sich an der Wahl zur Giftpflanze des Jahres zu beteiligen.

Diese Aktion unterscheidet sich von der Vielzahl an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, die jährlich als Natur des Jahres ausgerufen werden darin, dass die Pflanzen nicht unbedingt in ihrer Existenz gefährdet sind.

Pflanzen mit einer giftigen Wirkung auf Menschen und Tiere werden in vielen Gärten und Wohnungen als Zierpflanzen kultiviert, ohne Kenntnis der besonderen Eigenschaften.

Diese Aktion soll eine aktive Auseinandersetzung mit dem Themenbereich der Giftpflanzen zur Folge haben.

Jedermann kann Kandidatenvorschläge machen und sich an der Abstimmung beteiligen. Zur Auswahl stehen alle Pflanzen mit Giftwirkung.

Am 01. Juni eines jeden Jahres werden die Kandidaten aus der Vorschlagsliste nominiert: Zwischen zwei Nominierungen müssen mindestens fünf Jahre liegen. Eine bereits gewählte Pflanze kann nicht wieder als Kandidat nominiert werden.

 

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