Purpur-Knabenkraut: intensive Farben

In vielen Bundesländern gedeiht das schöne Purpur-Knabenkraut [Orchis purpurea]. Die Kartierungsstellen der Arbeitskreise Orchideen haben Daten von Baden-Württemberg und Nordbayern bis in den südlichen Teil von Niedersachen, sowie von Ost nach Westdeutschland gesammelt.

Ab Ende April bis in den Juni hinein können Pflanzenfreunde diese auffällige Orchidee in Halbtrockenrasen und lichten Wäldern in Kalkgebieten leicht finden, auch auf Lös oder in Zechstein.

Die Lebensräume des Purpurnen Knabenkrautes sind trocken bis warme Standorte des Hügellandes, Säume von Gebüschen werden bevorzugt.

Auf ihrer alljährlich stattfindenden Tagung haben die Mitglieder der AHO Vorstände aller bundesdeutschen Arbeitskreise das Purpur-Knabenkraut, mit wissenschaftlichem Namen Orchis purpurea Huds., zur Orchidee des Jahres 2013 gewählt.

Die ehrenamtlich im Naturschutz tätigen Mitglieder kommen alljährlich im Herbst zum Erfahrungsaustausch zusammen, in diesem Jahr wurde Arnstadt in Thüringen zum Tagungsort gewählt.

Mit ihrer Ernennung gilt dieser Pflanze im kommenden Jahr eine besondere Aufmerksamkeit. Insbesondere die Mitglieder des Arbeitskreises Heimischer Orchideen (AHO) Rheinland-Pfalz und Saarland haben sich für die Wahl dieser heimischen Orchidee eingesetzt.

Purpur-Knabenkraut: intensive Farben

Das Purpur-Knabenkraut kann bis zu siebzig Zentimeter groß werden und ist damit die stattlichste Orchideenart, die in Deutschland vorkommt.

Auffällig ist sein großer Blütenstand, der aus zahlreichen intensiv gefärbten Blüten besteht. Die oberen drei Blütenblätter sind zu einem Helm geformt und dunkel lila gefärbt.

Die unteren drei Blütenblätter bilden eine Lippe mit seitlichen Armen, sie sind leuchtend weiß im Grund und mit intensiv lila gefärbten Punkten oder Ornamenten versehen.

Das Purpur-Knabenkraut kann auch von Laien schnell und einfach entdeckt und identifiziert werden.

Wie andere Orchideen gehört das Purpurne Knabenkraut zu den gefährdeten Arten, deren Bestände und vor allem Lebensräumen die Aufmerksamkeit im Jahr 2013 gelten sollte.

Ausgearbeitete Pflege- und Entwicklungspläne sollen helfen der Verbuschung der Halbtrockenrasen Einhalt zu gebieten oder dafür zu sorgen, dass die Waldbiotope langfristig und nachhaltig bewirtschaftet werden. [AHO, Foto]

 

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