Solitäre: zentraler Blickfang im Garten

Das französische Wort „solitaire“ bedeutet wörtlich übersetzt „einsam“: In der Gartenkunst spricht man von Solitärpflanzen, wenn sie zum Beispiel innerhalb einer Parkanlage als zentraler Blickfang einzeln auf Rasenflächen oder an anderen exponierten Stellen wachsen.

Solitäre

Oft sind es sehr große, alte Bäume, die in solcher Einzelstellung dann eine außergewöhnliche Ausstrahlung haben. Solitäre müssen allerdings nicht unbedingt einsam und allein stehen!

Typisch für Solitäre ist jedoch, dass sie in einer Pflanzgruppe auffallen und als einzelnes Exemplar eine Bepflanzung optisch dominieren.

Sie unterscheiden sich von den Pflanzen in ihrer Nachbarschaft zum Beispiel durch eine besondere Höhe, Blattfärbung oder Blattform, eine außergewöhnliche Blüte, Fruchtschmuck oder Herbstfärbung.

Die in privaten Hausgärten als Solitärpflanzen verwendeten Arten sind schon aus Platzgründen meist deutlich kleiner als ihre Namensvettern in Parks. Damit ist aber auch die Auswahl der als Solitär geeigneten Gehölze sehr viel größer. Häufig findet man zum Beispiel:

  • eher kleinbleibende Magnolienarten oder Rhododendren,
  • schmalkronige Bäume wie Ginkgos,
  • ungewöhnliche Großsträucher wie den im Winter blühenden Gewürzstrauch [Chimonanthus] oder die Kleeulme [Ptelea].

Immer häufiger werden auch spezielle Sorten von Parkbäumen gepflanzt, die gartentaugliche Kronen entwickeln – schmal bleibend, kugelrund oder auch durch Schnitt formbar.

Besondere Solitäre

Gartenbesitzer finden in den Katalogen der Baumschulen und Gartencenter viele Bäume und Sträucher, die als “solitär” bezeichnet werden. Damit ist nicht nur deren Verwendung im Garten angesprochen, sondern auch die spezielle Anzuchtweise in der Baumschule.

Das Spektrum der Solitärqualitäten beginnt in den Katalogen mit der Qualität „Sol. 3xv mB / Co“ [Solitär dreimal verpflanzt mit Ballen oder im Container].

Die Solitärpflanzen, die in den Baumschulen mit besonderer Sorgfalt herangezogen werden, haben natürlich ihren Preis – allerdings sind sie es auch, die im Garten auffallen – Solitäre im Wortsinn – und die dem Garten zum Haus einen besonderen Wert geben.

Solitäre passend zum Haus

Ob es ein Laub abwerfendes oder ein immergrünes Gehölz ist – immer sollte auch die Kronenform berücksichtigt werden: In manchen Gärten ist eine strenge, schlanke Baumform genau richtig, während dies in anderen viel zu steif und nüchtern aussehen würde.

Vor allem für kleinere Gärten eignen sich säulenartige Formen am besten: Durch ihr schmales Erscheinungsbild nehmen sie relativ wenig Platz in Anspruch und auch die von ihnen beschattete Fläche bleibt gering.

Ein klassisches Beispiel für einen schmalwüchsigen Hausbaum mit Charakter ist die Säulenform der Japanischen Zierkirsche Prunus serrulata ‘Amanogawa’.

Auch einige Bäume mit hängender Kronenform, oft auch als Trauerform bezeichnet, eignen sich gut für kleine Gärten, da sie nur wenig Raum einnehmen.

Beliebt ist zum Beispiel die Hängende Weidenblatt-Birne Pyrus salicifolia ‘Pendula‘, ein kleinerer, bis zu vier Meter breiter Baum mit cremefarbenen Blüten im April und silberfarbenem Laub.

Auch die Zierkirsche Prunus subhirtella ‚Pendula Rubra’ ist ein Baum mit relativ geringem Platzanspruch.

Sie gefällt im April mit ihren traubenartig angeordneten, rosafarbenen Blüten an den gebogen herabhängenden Zweigen und zeigt sich im Herbst mit einem herrlich gelb-roten Farbspiel.

Solitäre pflanzen

Solange der Boden nicht gefroren ist, kann gepflanzt werden! Baumschulen und Gartencenter halten auch im Winter und bis in das späte Frühjahr ein breites Sortiment an Gehölzen bereit. [BdB, GTD Foto]

 

Gartentechnik.com

Sie suchen Gartentechniker vor Ort? Ihren Profi für Beratung, Verkauf, Service, Wartung, Reparatur von Rasenmäher, Motorsäge, Holzspalter & Co?