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Mähroboter

Mähroboter arbeiten selbständig und sparen dadurch sehr viel Zeit bei der Rasenpflege ein: Wie von Geisterhand bewegen sich die Rasenmäher Roboter durch den Garten, weichen Hindernissen, seien dies Bäume, Wäschespinnen, Pflanzkübel oder neugierige Hunde, aus und finden obendrein ihre Ladestation von allein. - Mähroboter sind die konsequente Weiterentwicklung von Akkumäher und Mulchmäher: sie mähen unabhängig, regelmäßig, kommen mit beinahe jeder Rasenfläche klar und sind technisch ausgereift.

 
Mehr zum Thema: Akkugarten, Gartenarbeit, Gartentechnik, Mähroboter, Rasenmäher

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02/02/2012 [#] Der Gartennewsletter: Die Gartenwoche im Überblick.

Info: Gartentechnik.com findet Ihren Fachhändler vor Ort und listet gebrauchte Mähroboter - auch zum Mieten. Gartentechnik.de listet Hersteller und Importeure und liefert News rund um Rasenmäher.


Mähroboter werden von allen bekannten Rasenmäher-Herstellern angeboten: Bevor das Mähen allerdings automatisch funktioniert, sind noch einige Vorarbeiten zu leisten. Außerdem benötigt man im Garten eine Steckdose, es handelt sich bei Mährobotern schließlich um Elektrorasenmäher, die eine Stromquelle benötigen.

Zunächst muss ein Begrenzungsdraht an der Außenseite der Rasenflächen verlegt werden: Der Draht ist sehr dünn und kann mit Nägeln auf dem Boden befestigt oder auch bis zu 3o cm tief eingegraben werden. Durch den Draht erkennt der Mähroboter seine zu mähenden Rasenfläche, aber auch Hindernisse, die zu umfahren sind. Kleinere Hindernisse, etwa ein Beet, werden mit dem Draht einfach umlegt und so ausgespart.

Auf diesem Wege lassen sich auch getrennte Rasenflächen miteinander verbinden: Die Enden der Schleife werden in die beiden Kontakte eines Schalters geführt, der wiederum an die Steckdose angeschlossen wird. Wird der Strom eingeschaltet, ist die Begrenzung für den Robotermäher erkennbar. Beim Arbeiten muss der Begrenzungsdraht unter Strom stehen. Tut er dies nicht, fängt der Mähroboter seine Arbeit erst gar nicht an. Auch bei einer Unterbrechung der Drahtschleife wird die Arbeit verweigert.

Ist der Begrenzungsdraht verlegt, wird der Mähroboter für seine eigentliche Aufgabe vorbereitet: Wurde der Robotmäher bei einem Fachhändler gekauft, wird der das Gerät komplett montiert und mit geladenem Akku ausgeliefert. Eine vollständige Einweisung und technische Unterrichtung gehört dazu. Außerdem werden häufig zusätzliche Serviceleistungen angeboten, etwa die Installation der Begrenzungsschleifen vor Ort.

Der Akku sollte nach Herstellerangaben geladen sein und gegebenenfalls noch im Robotermäher eingebaut werden: Unter Umständen muss zusätzlich noch die Hauptsicherung eingelegt und das Handbedienteil mit Batterien bestückt werden muss. Danach wird der Mäher für das erste Arbeiten auf die begrenzte Rasenfläche gestellt und aktiviert.

Anhand des Begrenzungsdrahtes und einer einmal eingestellten Nordrichtung orientieren sich die meisten Mähroboter: Anders als bei herkömmlichen Rasenmähern, wird die Fläche dabei meist nicht in Bahnen abgefahren sondern scheinbar chaotisch. Nach einiger Zeit sind aber erstaunlicherweise alle Grashalme auf die gleiche Länge gestutzt. Erst dann sollte man sich ein Urteil bilden.


Preis und Kaufempfehlung
Die Preise hochwertiger Mähroboter liegen deutlich über denen vergleichbarer Akkumäher oder Benzinrasenmäher und damit eher im Bereich kleiner Aufsitzmäher: Das liegt an der aufwändigen elektronischen Steuerung und den verhältnismäßig geringeren verkauften Stückzahlen. Die Technik der heutigen Generation ist ausgereift, was auf eine langjährige Entwicklungszeit zurückzuführen ist.

Mähroboter sollten nur beim Fachmann mit entsprechender Erfahrung gekauft werden: Eine umfassende Einweisung und Erklärung der Funktionsweise einschließlich Praxistest sollten dabei selbstverständlich sein. Bei Störungen sollte ein Ersatzgerät vom Händler gestellt werden können.

Die Installation des Drahtes und die Inbetriebnahme des Mähroboters erfordern einen nicht unerheblichen Aufwand: Für einen versierten Tüftler ist das sicher kein Problem. Aber es sind eben doch eine Reihe von Punkten richtig zu machen. Deshalb sollten auch diese Vorarbeiten im Optimalfall komplett vom Fachhändler erledigt werden.

Ein Blick vor dem Kauf sollte dem Zubehör gelten: Was kosten die Hauptkomponenten Akkupack und Ladegerät, wenn sie irgendwann einmal nach Ausfall ausgetauscht werden müssen? Auch ein Blick auf die Kosten der Verschleißteile ist empfehlenswert. Verschleißteile sind beispielsweise Messer oder auch die Räder. Lassen sich diese Teile ohne Werkzeug leicht, schnell, kostengünstig und ohne Gefahr für den, der sie wechseln möchte, tauschen oder muss dazu immer die Fachwerkstatt aufgesucht werden?


Messer und Messerwechsel
Mähroboter arbeiten alle als Mulchmäher: Der Grasschnitt wird also fein zerkleinert auf der Grasnarbe abgelegt. Dort wird er von Kleinlebewesen wieder in seine Ausgangsstoffe zerlegt und steht dem Rasen dann wieder in Form von Wasser oder Nährstoffen zur Verfügung.

Mähroboter arbeiten mit vielen kleinen, sehr scharfen Messern, die mit hoher Drehzahl rotieren: Damit schneiden und zerkleinern sie das geschnittene Gras sehr fein. Nach einiger Zeit müssen die Messer ausgetauscht werden. Dazu sollten die Sicherheitshinweise genau beachtet werden. Es darf während der Wechselzeit auf keinen Fall Strom fließen, der die Messer in Bewegung setzen könnte. Auch beim Tragen oder Transport des Gerätes oder bei notwendigen Reinigungsarbeiten müssen die Messer sicher abgeschaltet sein.

Der Messerwechsel sollte heute ohne Werkzeug möglich sein: Nach Ende einer Mähsaison sollten sie auf jeden Fall auf Beschädigungen und Abnutzung kontrolliert werden. Von einem Nachschärfen mit 'Hausmitteln' wird dringend abgeraten, weil das zu Unwuchten führen kann, die letztlich die Lebensdauer der Messerantriebsmotoren heruntersetzt.


Schnitthöhenverstellung und Bodenfreiheit
Wie bei anderen Rasenmähern auch lässt sich die Schnitthöhe nach Bedarf einstellen: Bei den Mährobotern sogar manchmal die Bodenfreiheit. Die Einstellmöglichkeiten dazu finden sich an den Rädern oder auch am Gerät.

Auf zu steilen Böschungen ist das Mähen mit dem Roboter eingeschränkt oder nicht mehr möglich: Die Herstellerangaben dazu sind zu beachten. Eine Faustregel besagt, dass ein Mähroboter auf allen Flächen eingesetzt werden kann, auf dem auch noch normale, handgeführte Rasenmäher betrieben werden können.

Auf jeden Fall sollten im steileren Gelände Profilräder eingesetzt werden, um die Traktion zu erhöhen: Bei welcher Neigung und in welchem Gelände der Mähroboter noch zu betreiben ist, sollten Sie auf jeden Fall mit dem Fachhändler genau absprechen.

Bei strömendem Regen ist ein Einsatz des Mähroboters nicht ratsam: Zum einen klumpt das Schnittgut sehr schnell, zum anderen könnte Wasser ins Gehäuse eindringen und für einen Kurzschluss sorgen.


Flächenleistung und ... Stille
Die von den Herstellern angegebenen Flächenleistungen der Mähroboter sind hoch: Sie sind aber abhängig von der Grashöhe und davon, ob der Rasen beim Mähen nass oder trocken ist. Grundsätzlich sollte man eher von niedrigeren Werten ausgehen. Realistisch dürften +/- 2o Prozent sein. In Grenzbereichen sollte auf jeden Fall das nächst größere oder stärkere Gerät gewählt werden.

Robotermäher sind übrigens ein Genuss für die Ohren: Ihre Arbeitsgeräusche sind so niedrig, dass sie jederzeit eingesetzt werden können, also auch nachts oder an Sonntagen.

Die Reinigungsempfehlungen an Mährobotern beschränken sich auf das manuelle Entfernen von Mähresten am Mähdeck: Das Gehäuse darf höchstens mit einem feuchten Lappen abgewischt werden. Wegen der sensiblen elektronischen Steuerung und dem Akkupack ist zu viel Wasser oder sogar ein Schlauch tabu.


Akkus und Ladezeit
Als Energiespeicher werden die heute üblichen Batteriesysteme, vor allem Lithium-Ionen-Akkus verwendet: Die eingebaute Batterietechnik ist mitentscheidend für die Höhe des Anschaffungspreises.

Bei den ersten Ladezyklen sind längere Ladezeiten zu beachten: Die Geräte zeigen jedenfalls den Batteriezustand immer an. Später ist auf vollständiges und ausreichendes Laden zu achten. Am Besten immer direkt nach einem Mähgang. Der Akkupack sollte nach jedem Gebrauch vollständig geladen werden. Im Winter sollte er frostfrei und komplett geladen aufbewahrt werden: Beachten Sie unbedingt die exakten Herstellerangaben! Nach einigen Wintermonaten ohne Benutzung sollten die Batterien - wie alle Akkus - nachgeladen werden, weil sie sich permanent ein klein wenig entladen. Die richtige Pflege, Ladung und Aufbewahrung ist entscheidend für die Lebensdauer einer Batterie.


Ladestation: manuelle und automatische Steuerung
Gute Mähroboter finden selbständig ihre Ladestation auf der Rasenfläche, docken an und laden sich für den nächsten Rasenschnitt auf: Die Ladestationen sind gleichzeitig Unterstände bei Regen. Von dort aus macht sich der Mäher dann wieder auf und verrichtet seine Arbeit wie von Geisterhand. Damit können diese Geräte auf der Rasenfläche verbleiben. Ihre aktiven Mähzeiten werden im Voraus programmiert.

Bei manuellen Mährobotern wird eine Mähzeit eingestellt und der Mähvorgang über Knopfdruck begonnen: Der läuft dann automatisch ab. Ist der Akku leer oder die Arbeit beendet, schaltet sich das Gerät aus und wartet per Steuerung, zu seiner Ladestation geführt zu werden. Hier muss dann vom Bediener nur noch der Stecker des Ladeteiles mit dem Akku verbunden werden. Der Ladevorgang läuft wieder automatisch ab. Außerhalb der Mähsaison sollten Ladestation und Mäher auf jeden Fall in einem trockenen, frostsicheren Raum gelagert werden.


Sicherheit und Diebstahlsicherung
Mähroboter verfügen über eine Reihe von Sicherheitseinrichtungen: Da gibt es die Kindersicherung, damit unbefugte Personen das Gerät nicht starten können. Der Hebesensor stoppt die sich drehenden Messer, wenn das Gerät beim Arbeiten um einen bestimmten Betrag, meist wenige Zentimeter, angehoben wird. Fährt der Mäher auf ein festes Hindernis auf, werden Berührungssensoren ausgelöst, die das Gerät sofort stoppen und eine Bewegungsrichtung weg vom Hindernis einleiten. Ein Notausschalter kann jederzeit betätigt werden.

Auch die Batterien und der Motor sind mit verschiedenen Schutzeinrichtungen ausgestattet: Sie sorgen vor allem dafür, dass weder zuviel noch zu wenig, sondern immer genau die richtige Menge Energie geladen wird. Das bedeutet, dass die Ladephasen nicht überwacht werden müssen und das Gerät am Netz bleiben kann, auch wenn die Batterien vollständig geladen sind. Diese Steuerungen sind unbedingt nötig, auch um eine möglichst hohe Zahl von Ladezyklen sicherzustellen. Temperatursensoren an jedem Messer- und Antriebsmotor schalten diese ab, sollte einer von ihnen einmal zu heiß geworden sein.

Ein Mähroboter ist ohne Zweifel eine Versuchung für Langfinger: Dagegen werden beispielsweise Zahlencodes eingebaut, die vor dem Betrieb eingegeben werden müssen. Ebenso sollen Alarmanlagen und Schlösser Diebstähle verhindern. Trotzdem sollte man Robotermäher nie ganz ohne Aufsicht werkeln lassen.


Mähroboter sind bereits seit sehr vielen Jahren im Einsatz: Aus den dabei gemachten Erfahrungen haben die Konstrukteure sehr viel und sehr schnell gelernt. Die heutigen Geräte sind robust, sicher, kurz: ausgereift. Der hohe Preis ist weiterhin ein Grund für die noch vergleichseweise geringen verkauften Stückzahlen. Das wird sich mit weiter wachsender Akzeptanz und Verbreitung absehbar ändern. Wer Mähroboter sieht, deren Preis unter dem von Akkumähern liegt, sollte ganz sicher noch einmal nachdenken.


Siehe auch:
- Mähroboter Suche, Mähroboter Hersteller, Mähroboter News
- Rasenmäher: Elektrorasenmäher, Akkumäher, Mulchmäher
- Gartentraktoren: Aufsitzmäher, Rasentraktoren
- Rasenpflege: Rasenneuanlage, Pflege alter Rasenflächen
- Rasenpflege: Rasen mähen, düngen, beregnen
- Gartentechnik.com: findet Ihren Fachhändler vor Ort
- Gebrauchte Mähroboter, Mähroboter mieten

 
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