Landesgartenschauen 2014

Von Nord nach Süd finden sich in Deutschland die Landesgartenschauen 2014 gleich fünf Mal in…

Landesgartenschauen 2014

Alle fünf Landesgartenschauen haben nach jahrelanger Vorbereitung seit Mitte bis Ende April ihre Tore für Besucher geöffnet und laden zu jeweils 180 Tagen Programm:

  • Blumen und Pflanzen, Mustergärten und Ausstellungen,
  • aber auch zahlreiche Kunstevents und Kulturveranstaltungen, Spiel und Spaß,
  • sind aber darüber hinaus ein Zeichen für nachhaltige Veränderung und grüne Stadtentwicklung.

Bunt und Biede

Der sehr bedeutende Produktionsgartenbau in Papenburg soll auch mit Hilfe der Landesgartenschau in der Wahrnehmung verstärkt aufs Schild gehoben werden.

Auch die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt sei ein Anliegen, das mit der Gartenschau gefördert und beispielsweise mit dem Bürgermitmachprojekt der KunstSpundwände unterstützt würde.

Ein Gewinn für die städtebaulichen Strukturen Papenburgs sei der neue Stadtpark schon jetzt, konstatierte der niedersächsische Ministerpräsident und Schirmherr der Landesgartenschau Stephan Weil.

Das Motto der Landesgartenschau bunt und bliede verstehen auch Nicht-Nordlichter sehr schnell: bunt und fröhlich, bunt und blühend, bunt und fröhlich blühend…

Zülpicher Jahrtausendgärten

Die Römerstadt Zülpich ist Gastgeber für das Ereignis des Jahrzehnts in der Region zwischen Rheinland und Eifel.

Unter dem Motto Zülpicher Jahrtausendgärten, von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert, erwarten die Besucher auf einer Ausstellungsfläche von 25 Hektar die neuesten Gartentrends, besondere Kultur-, Kunst- und Naturerlebnisse, tägliche Greifvogelflugschauen und vieles mehr.

Aber das Entscheidende ist nicht das halbe Jahr Laufzeit der Landesgartenschau: Vielmehr versteht sich die Landesgartenschau Zülpich 2014 als Entwicklungsmotor für die historische Römerstadt und die gesamte Region weit über die Gartenschauzeit hinaus.

Die Gartenschau wird eine höhere Lebensqualität ermöglichen, neue Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung setzen und mit Nachhaltigkeit und einem ganzheitlichen Konzept die Region stärken.

Der Wassersportsee und ehemalige Braunkohlentagebau haben sich zu einem Freizeit- und Bewegungspark mit modernem Seebad gewandelt: Aus dem unzugänglichen Areal des Wallgrabens an der kurkölnischen Landesburg entstand ein wunderschöner Park.

Auf zu neuen Ufern

Unter dem Motto Auf zu neuen Ufern wird auf Gießen als Wissenschaftsstadt Bezug genommen: immerhin sind rund 32.000 von 76.000 Gießener Bürgern Studenten.

Vor allem aber werden die beliebtesten innerstädtischen Grünbereiche der Öffentlichkeit in neuer Form zugänglich gemacht.

Durch die Ausrichtung einer Landesgartenschau ergab sich die einmalige Chance, ein nachhaltiges Entwicklungskonzept für die Wieseckaue und die Lahnaue zu entwickeln.

Der Einbezug der Innenstadt über drei Korridore war dabei bereits durch die im Vorfeld erstellte Machbarkeitsstudie festgelegt.

Ideen lieferte ein europaweiter Wettbewerb zur Gestaltung der beiden Landesgartenschaubereiche, bei dem Landschaftsarchitekten zusammen mit Architekten und Stadtplanern kreative zukunftsfähige Lösungen entwickelten.

Zwischen Himmel und Erde

Auf etwa 14 Hektar Land-, einem Hektar Wasser- und 15 Hektar Waldfläche erstreckt sich das Areal der Landesgartenschau Schwäbisch-Gmünd.

Die geografische Lage und Einbeziehung von Landschaft und Stadtgebiet im Rahmen der Landesgartenschau ermöglicht es, grünen Lebensraum in der Stadt erfahrbar zu machen.

Rund zwölf Kilometer Spazierwege stehen den erwarteten 750.000 Besuchern zur Verfügung: Allein 1.000 Bäume und rund 30.000 Stauden wurden gepflanzt, aber auch 4.000 Quadratmeter Frühlings- und Sommerflor sowie 6.000 Quadratmeter Blumenwiese gilt es zu bestaunen.

Sieben Brücken wurden neu gebaut, zwei saniert: es ist offensichtlich, dass die Landesgartenschau 2014 wichtiger Impulsgeber für Schwäbisch Gmünd und die ganze Region ist.

Erklärtes Ziel der Verantwortlichen ist es, mit der Gartenschau einen nachhaltigen Beitrag zur Attraktivität der Stadt zu leisten und den Lebens- und Wirtschaftsraum Ostwürttemberg zu stärken.

Ufer verbinden, Grenzen überwinden

Die bayerische Landesgartenschau in Deggendorf hat sich zum Ziel gesetzt, das Areal zwischen der Deggendorfer Altstadt und der Donau nachhaltig zu entwickeln.

Die Stadt wollte wieder näher an die Donau rücken, von der sie sich jahrzehntelang wegen der drohenden Hochwassergefahr hatte fernhalten müssen.

Insgesamt wurde das 17 Hektar große Gelände neu strukturiert: Es ging einerseits darum, auf lokaler Ebene mit der neuen Fuß- und Radwegebrücke die Gemeindeteile auf der rechten Donauuferseite mit der Stadtmitte zu verbinden.

Das Konzept sah aber auch vor, mit einem Durchbruch unter den Bahngeleisen Deggendorf an den touristisch sehr frequentierten Donau-Radweg anzugliedern und so auch regional dasselbe Ziel zu erreichen.

Übergeordnetes Ziel war es, eine städtische „Un-Fläche“ zu strukturieren, neu zu gestalten und sie ihrem eigentlichen Sinn wieder zuzuführen: einen Erholungsraum mit attraktiven Treffpunkten für alle Bewohner und Gäste der Stadt zu schaffen.

Die auf und hinter dem Donaudeich gelegenen neu errichteten Parks und Gärten sind hochwassersicher.

Diese Landesgartenschau wird für ein neues Lebensgefühl, für ein neues Stadtflair sorgen, insgesamt zur Verbesserung der Lebensqualität in Deggendorf beitragen und damit die ökologischen und ökonomischen Perspektiven der Stadt positiv beeinflussen.

Von den insgesamt 17 Hektar des Geländes werden knapp 90 Prozent die eigentliche Zeit als Landesgartenschau 2014 überdauern und der Öffentlichkeit langfristig übergeben. [DGS, Foto]

 

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