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SchneefräsenNach vielen Jahren, in denen wir überhaupt keinen Schnee mehr gesehen haben, hat uns der Winter 2005/2006 fast in ganz Deutschland ein wahres Schneechaos geliefert: Auf einmal gehörten Schneefräsen zu den gefragtesten Einkaufsartikeln, neben warmer Kleidung, Skiern, Schlitten oder Winterreifen. |
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Schneefräsen kommen ursprünglich aus Nordamerika und Kanada: Hier werden sie auch heute noch in riesigen Stückzahlen eingesetzt. Auch in den europäischen Hochgebirgen gehören sie wie ein Rasenmäher zur Grundausstattung eines jeden Hausbesitzers. Nach und nach haben sich Schneefräsen immer flachere Gegenden erobert: Gab es früher nur große Geräte mit Verbrennungsmotoren so fängt das Angebot heute bei kleinen Schneefräsen an, die ihren Antrieb aus der Steckdose beziehen. Einfach ausgestattet und preiswert in der Anschaffung sind sie für den Einsatz auf kleinen Flächen und bei eher geringen zu erwartenden Schneemassen der ideale Einstieg. Darauf aufbauend wird ein Sortiment an ein- und zweistufiger Maschinen mit verschiedenen Antriebsvarianten - ob Rad oder Raupe - in Deutschland angeboten, das eigentlich lückenlos ist und für jeden Bedarf das Richtige vorhält.
Aufgrund der vielfältigen Kriterien, die sich gegenseitig bedingen und letztlich mit über die Höhe des Kaufpreises entscheiden, empfiehlt sich die Unterstützung eines Fachhändlers: Der kennt sein Einzugsgebiet und damit auch die Bedürfnisse, die ein Nutzer in Bezug auf eine Schneefräse hat. Er ist außerdem die richtige Anlaufstelle für Ersatzteile, Reparaturen und Wartungsarbeiten - und wenn es im Bedarfsfall schnell gehen muss, weiß er am Besten, wie er den nach langer Standzeit streikenden Motor wieder zum 'Leben' erwecken kann. Die größeren Schneefräsen werden sowieso nur von entsprechenden Fachhändlern vertreten, wogegen die kleinen Maschinen und besonders die mit elektrischem Antrieb auch schon im Baumarkt zu bekommen sind. Der bietet aber wiederum in keinem Fall einen entsprechenden Service.
Die größeren Modelle arbeiten zweistufig: Die erste Stufe bildet die Schneefräse, die den Schnee löst, schneidet und aufnimmt und dann im zweiten Schritt an das gegenläufig arbeitende Turbinenrad weitergibt. Von hier aus wird der Schnee dann entsprechend ausgeworfen. Klar, dass die Zweistufentechnik konstruktiv aufwendiger und teurer ist, dafür aber auch deutliche Vorteile bei der Räummenge und der Wurfweite bietet. Deshalb arbeiten nur die kleinen Modelle einstufig. Auch von der ganzen Ausstattung her sind einstufige Schneefräsen einfach ausgelegt: Das wird sichtbar bei den Rädern, bei den Verstellmöglichkeiten von Frässchnecke und Kamin oder beim Start. Bei frisch gefallenem Schnee werden sie sicher ihre Arbeit tun. Aber bei festem Schnee oder großen Mengen erreichen sie schnell ihre Einsatzgrenzen. Zweistufige Schneefräsen bieten für alle Einsätze deutlich mehr Möglichkeiten: Schon die kleinsten haben große, profilierte Gummireifen, die für deutlich bessere Traktion auf glatter Schneedecke sorgen. Die Möglichkeit Schneeketten aufzuziehen verbessert das Verhalten in dieser Richtung noch einmal entscheidend. Außerdem wird die Fahrachse angetrieben, was für starken Vortrieb und damit weniger Kraftaufwand für den Maschinenführer bedeutet.
Entscheidend werden diese konstruktiven Elemente wenn es darum geht, in welchem Gelände die Schneefräse eingesetzt werden soll: In steilem Gelände und auf großen, ununterbrochenen Räumflächen ist die Raupe im Vorteil, bei flachem Gelände und häufig unterbrochenen Kleinflächen definitiv die mit Rädern ausgestattete.
Der Kamin kann dabei in zwei Ebenen verstellt werden: Einmal kann das komplette Rohr in einem bestimmten Winkel gedreht werden, zum anderen kann das obere Leitblech auf die entsprechenden Gegebenheiten abgewinkelt werden.
Zu den sinnvollen Ausstattungsvarianten einer Schneefräse gehören deshalb auch Elektrostart und Scheinwerfer: Bei kalten Temperaturen verlieren Batterien schnell ihre Leistung. Und wer würde schon rechtzeitig im Herbst daran denken, den nach monatelangem Stehen garantiert leeren Akku einer Schneefräse vor dem Winter zu laden? Niemand! Deshalb kommen bei Schneefräsen auch keine eingebauten Batterien zum Einsatz. Der Elektrostart erfolgt Sinnvollerweise über eine Verbindung mit einer 23o V Steckdose. Auch Scheinwerfer haben an Schneefräsen ihre Berechtigung: Schon deshalb weil die Räumpflicht gesetzlich vorgeschrieben ist, von der übrigens auch private Grundstückbesitzer nicht ausgenommen sind. Das Arbeiten mit der Schneefräse erfolgt deshalb oft im Dunkeln, ob morgens oder abends. Und mit dem Scheinwerfer wird das Arbeitsfeld vor der Schneefräse immer gut ausgeleuchtet. Auch dieser Punkt ist ein wichtiges Komfortmerkmal. Im Idealfall räumt die Schnecke den Schnee exakt bis auf den Untergrund ab: Um keine Schäden am Untergrund bzw. an der Frässchnecke selbst zu verursachen, muss sich diese genau und stufenlos in der Höhe einstellen lassen. Ein Problem stellt eine feste Schnee- oder Eisdecke dar: Die muss die Frässchnecke ebenfalls aufbrechen können. Auf jeden Fall ist es besser, diesen Zustand erst gar nicht eintreten zu lassen. Frühes und schnelles Schneeräumen - vielleicht auch einmal öfter - ist dagegen das beste Rezept.
Folgender Hinweis hilft: Jede Senkung des Lärmwertes um 3 dB[A] bedeutet eine Halbierung des Lärmpegels. Sinkt der Wert beispielsweise von 1oo dB[A] auf 97 dB[A] dann empfindet das Ohr das als Halbierung. Für die Praxis heißt das: In so einem Fall sind zwei geräuschreduzierte Maschinen genauso laut wie ein alter Krachmacher. Eine Reduzierung um 6 dB[A] würde bedeuten, dass vier neue Maschinen erst den Geräuschpegel einer alten erreichen. Ein Hersteller stellt heraus, dass er mit seinen Motoren und einer speziellen Hybridtechnik die leisesten Maschinen am Markt hat: Dazu nennt er Geräuschwerte, die in der Spitze bis zu 11 dB[A] unter dem herkömmlicher Schneefräsen liegen. Beim Auto beruht die Hybridtechnik auf einer intelligenten Kombination zwischen Verbrennungs- und Elektromotor: Diese Trennung wurde nun auch für Schneefräsen erstmals realisiert. Der Verbrennungsmotor treibt dabei die Fräswelle und einen Generator an. Der wiederum produziert Strom, mit dem der Fahrantrieb erfolgt und gleichzeitig die Batterie geladen wird. Für den Fahrantrieb sind zwei Elektromotoren zuständig, die jeweils auf eine Seite der Fräse wirken. Sie können gegenläufig arbeiten, was ein Drehen auf der Stelle ermöglicht und damit auch den Raupenantrieb sehr manövrierfähig macht. Für den reinen Fahrbetrieb oder den Transport können diese Schneefräsen auch ohne Start des Benzinmotors bewegt werden. Eine spezielle Motorregelung sorgt zudem dafür, dass die Arbeitslast die Antriebsgeschwindigkeit regelt: Liegt wenig Schnee kann schnell gefahren werden. Bei viel Schnee 'erkennt' die Regelung den höheren Kraftbedarf und reduziert die Geschwindigkeit bei gleicher Drehzahl automatisch. Das bedeutet unter anderem, dass bei den Geräten mit Hybridtechnik immer eine gleiche Auswurfweite erzielt wird.
Pflege und Wartung der Motoren entsprechen dem Aufwand anderer Industriemotoren: Öl und Luftfilter sollten mindestens einmal jährlich getauscht werden; Wartungsintervalle sind auch bei SchneefrSchneefräsenmotoren zu beachten. Diese Arbeiten sollten immer direkt nach dem Winter ausgeführt werden, damit die Schneefräse in der neuen Saison sofort wieder einsatzbereit ist. Eine entsprechende Wartung verlängert im Übrigen die Lebensdauer einer Schneefräse entscheidend - und letztlich wirkt sich die wieder direkt auf die Kosten aus. Der Elektrostart über die Steckdose ist wie bereits gesagt auf jeden Fall zu empfehlen. Bei der Übertragung der Motorkraft zur Frässchnecke kommen Keilriemen zum Einsatz: Bei richtiger Spannung ist der Keilriemen eine gute und kostengünstige Kraftübertragung. Ist er dagegen nicht richtig gespannt kann er die vom Motor kommende Kraft nicht mehr entsprechend in Leistung umsetzen, weil er bei jeder Umdrehung mehr oder weniger durchrutscht. Natürlich steigt dabei auch der Verschleiß rapide an. Untrügliche Anzeichen für die falsche Spannung des Keilriemens sind Quietschgeräusche oder Überhitzung. Das Nachspannen eines Keilriemens ist auch für technische Laien machbar. Vom Keilriemen wird die Kraft bei zweistufigen Schneefräsen starr auf die meist zweigeteilte Schnecke und das Turbinenrad verteilt: Verklemmt sich die Schnecke einmal durch einen Gegenstand am Gehäuse sorgen Scherstifte dafür, dass die starre Verbindung keinen Schaden nimmt. Die brechen, wenn zu viel Kraft auf ihnen lastet. Sollte der Stift doch einmal abscheren, ist wichtig, dass er leicht zu wechseln ist. Ansonsten droht ein Werkstattaufenthalt, der in der Regel mit Kosten verbunden ist. Und noch zwei Punkte sind in diesem Zusammenhang erwähnenswert: Die Maschine muss bei den Instandsetzungsarbeiten immer vor dem Anspringen gesichert sein. Bei den Scherstiften ist unbedingt Originalzubehör zu verwenden! Nur die haben die entsprechenden Materialeigenschaften, um bei Überlastung im richtigen Augenblick abzuscheren.
Um dem Verklumpen vorzubeugen sollte dann nach Beseitigen der Verstopfung die Fräshöhe verringert werden: Damit bekommt der Motor die Möglichkeit - entsprechend seiner Leistung - den nassen Schnee wegzuschleudern.
Beim Arbeiten mit Schneefräsen sind verschiedene Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen: Der Bediener sollte immer mit dem Wind und nie gegen ihn arbeiten. Klar, dass der Wind den Schnee in seiner Wurfrichtung aufnehmen und mit wegtragen sollte. Unter dem Schnee sind Hindernisse und Gegenstände, die mit der Frässchnecke weggeschleudert werden können nicht zu erkennen. Das birgt Gefahren für die Frässchnecke und für Menschen, die sich im Wurfkreis der Schneefräse aufhalten. Die empor geschleuderten Gegenstände können natürlich auch Autos oder Scheiben gefährden. Deshalb ist immer auf den entsprechend großen Sicherheitsabstand zu allen gefährdeten Personen und Objekten zu achten.
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