Beruf Gärtner: Ausbildung und Chancen

Beruf Gärtner: Intensiv begrünte Dachgärten sind nur eines der Gebiete, mit denen sich ein Gärtner beschäftigt. Eines zeigen die Dachgärten definitiv und zwar könnte der Vorher Nachher Vergleich kaum deutlicher ausfallen.

Vorher eine kahle und deshalb oft ungenutzte Fläche, nachher ein gemütlicher Sitzplatz mit mediterranem Flair, ein japanischer Zengarten oder eine stylische Designerterrasse.

Beruf Gärtner

Ausgewachsene Bäume in den siebten Stock hieven und intensiv im Bereich Planung zu arbeiten, gehört zu dem Beruf Gärtner dazu.

Die Ausbildung bietet eine breite Aufstellung und fordert ein gewisses Maß an Kreativität.

Viele Betriebe konzentrieren sich neben Garten- und Landschaftsbau auch noch auf Zier- und Gemüsepflanzen.

Zudem gibt es manchmal eine kleine Baumschule sowie einen Gartenmarkt.

Durch solche Gelegenheiten kann man viele unterschiedliche Pflanzen kennen lernen und lernt mit dem ersten Kundenkontakt unzugehen.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Durch die Vielfalt und die Kundenwünsche auf den Geschmack gekommen, möchte manch einer sich mit der Pflanzplanung intensiver beschäftigen.

Die Pflanzen- und Menschenkenntnis, die schon in der Ausbildung eine zentrale Rolle spielten, kommen einem beim Arbeiten in einem Gartenbetrieb dabei sehr zugute.

Routine im negativen Sinn ist für ein Fremdwort, denn jeder Auftrag ist einzigartig.

Auch durch technische Neuerungen wird es nie langweilig.

In Marbella installierten sie beispielsweise erstmals ein Chlorophyllmessgerät, das bei absinkenden Blattgrünwerten automatisch Dünger in das Bewässerungssystem einschleust.

Mut zur Eigeninitiative

Gerade in der Innenraumbegrünung ist nämlich eine technische Denke gefragt.

Da geht es neben den Pflanzen auch um Pegelstände, die Einfallswinkel bei Lichtschächten, die Verglasungsart bei Bürogebäuden und ähnliche Sachen.

In diesem Beriech ist eine offene Art und Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen sehr gefragt.

Neben sehr guten Pflanzenkenntnissen und technischem Wissen gehört dazu auch viel Fingerspitzengefühl, etwa wenn jemand glaubt, die Salzaufblühungen auf dem Blähton seien Schimmelpilze.

Oder wenn man erklären muss, dass sich der radikale Rückschnitt einer bis dahin vernachlässigten Pflanze schon nach kurzer Zeit bezahlt macht.

Gärtner: Viel mehr als nur ein Job

Schon nach kurzer Zeit freuen sich meisten Menschen sehr, wenn Gärtner mit ihrem Gießwagen samt Pflegezubehör vorbeikommen.

Häufig werden diese auch um Tipps zur Pflege der eigenen Zimmerpflanzen gebeten.

Für Abwechslung sorgen zudem die Aufträge zur Neugestaltung, sei es, dass eigens entworfene Pflanzgefäße in Kantinen oder Büros begrünt werden sollen oder Grundbeete in großen Einkaufscentern.

Die Wertschätzung, die man erfährt, die Aufgabenvielfalt, die Kollegialität zwischen den Gärtnern aller Fachrichtungen und natürlich die Arbeit mit den Pflanzen, zeichnet den Beruf als Gärtner aus.

Grün, kreativ, abwechslungsreich

Mit seinen sieben Fachrichtungen ist der Beruf Gärtner so vielseitig wie kaum ein anderer und bietet auch nach der Ausbildung zahlreiche Möglichkeiten, die Karriere voranzutreiben, sich weiterzubilden oder zu spezialisieren:

Die Bandbreite reicht von der Meisterschulung über die Fortbildung zum Techniker bis zum Fachagrarwirt, beispielsweise für Greenkeeper oder für Baumpflege und Baumsanierung.

Ein Gartenbau- oder Landschaftsarchitekturstudium ist ebenfalls möglich mit entsprechend Berufserfahrung sogar ohne Fachhochschulreife. [GMH]

 

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