Ippenburger Tulpenpracht 2014

Vom 01. bis 04. Mai widmet Schloss Ippenburg in Bad Essen den faszinierenden Zwiebelblumen ein eigenes Gartenfestival: Die Ippenburger Tulpenpracht 2014 ist eines von nur vier Festivals, an denen die privaten Schlossgärten für Besucher geöffnet sind.

Ippenburger Tulpenpracht 2014

Je länger dieser Winter, der nicht wirklich einer war, dauert, desto größer wird die Sehnsucht nach den frischen Farben des Frühlings. Kaum eine Pflanze symbolisiert so sehr dieses Erwachen neuer Lebensgeister wie die Tulpe.

Mit ihren satten Farben kündigt die Tulpe die warme Jahreszeit an, wenn nach langem Warten aus den Zwiebeln die leuchtenden Blüten erstrahlen.

„Die Gärten sind erfüllt von einem Feuerwerk aus Tausenden Tulpen, das mich demütig und gleichzeitig einfach glücklich macht“, schwärmt die Schlossherrin und passionierte Gärtnerin Viktoria von dem Bussche.

Jacqueline van der Kloet

Diese Tulpenpracht ist das Werk der international bekannten Landschaftsarchitektin Jacqueline van der Kloet:

Die ausgeklügelte Bepflanzung der Niederländerin zeichnet sich dadurch aus, dass sie unaufdringlich, wie zufällig gewachsen wirkt: Man muss es selbst gesehen haben – die Art wie sie mit Farben und Formen spielt, Kontraste in ein harmonisches Gesamtkonzept hineinbringt.

„Die Gartenkunst von Jacqueline van der Kloet erinnert mich an Bilder von Monet, Cézanne, Sisley„, schwärmt Viktoria von dem Bussche:

”Bei der Ästhetik der Impressionisten scheint die Landschaft auch ganz zufällig zu sein. Diese Atmosphäre zu erzeugen, ob auf der Leinwand oder im Garten, ist jedoch eine hohe Kunst.”

Van der Kloet verfügt über langjährige Erfahrung und ein umfangreiches Pflanzenwissen – doch was genau macht sie anders? Was ist ihr Geheimnis?

Impressionistisch Tulpen pflanzen

„Am Anfang stellt sich immer die Frage nach den Farben„, erklärt van der Kloet: „Zunächst kombiniere ich Töne, die zueinander passen. Wer mutig ist, fügt eine unerwartete Farbe als Überraschungseffekt hinzu.”

Tulpen gibt es in beinahe allen Farbvarianten: Jede wirkt anders – dunkle Farben kommen im Sonnenlicht am besten zur Geltung, helle Farben sind perfekt für schattige Plätze.

  • Harmonie erzeugt man mit Ton-in-Ton-Kombinationen – zum Beispiel verschiedenen Rosanuancen.
  • Gegensätze können interessante Effekte in den Garten bringen, wenn etwa ein weißes neben einem farbigen Tulpenbeet blüht.

Grundsätzlich ist bei der Kombination von unterschiedlichen Zwiebelblumen zu beachten, dass sie alle zur gleichen Zeit ihre Blüte entfalten: “Insgesamt sollte die Anzahl der Arten nicht zu groß sein“, rät van der Kloet. „Weniger Arten in großen Stückzahlen ergeben ein schöneres Bild.“

Auch auf Schloss Ippenburg wurde im vergangenen Herbst gepflanzt: Van der Kloet mischt die verschiedenen Tulpenzwiebeln in einer Schubkarre und streut sie dann mit den Händen auf das Beet.

Sie fallen zufällig hierhin oder dorthin, einmal näher zusammen, dann weiter auseinander“, erzählt die Niederländerin. „Ich pflanze die Zwiebeln dann dort ein, wo sie hingefallen sind.”

Tulpen: sehr vielseitig

Die Frühlingsblüher sind sehr vielseitig: als erste Farbtupfer im Staudenbeet, zwischen Bodendeckern oder in Kombination mit immergrünen Pflanzen und Hecken.

In einer grünen Umgebung wirken die Farben der Tulpen viel intensiver und frischer: „Wenn ich im Frühjahr meine Gärten sehe, dann ist das, als würde ich ein Geschenk auspacken“, sagt van der Kloet. „Ich bin selbst immer wieder überrascht.”

Über die Sorten, die jährlich wiederkommen, kann man sich jedes Frühjahr freuen. Dazu muss man ihnen nach der Blüte Zeit geben, ihre Säfte und Kräfte wieder in die Zwiebel einzuziehen.

Die verwelkten Pflanzenteile werden entfernt, bevor sich Samen bildet, der der Zwiebel Nährstoffe entziehen würde.

Tulpenpracht auf Schloss Ippenburg

Auf Schloss Ippenburg kommt Jacqueline van der Kloets Bepflanzung besonders gut zur Geltung: Die großen Schlossgärten mit ihren vielen Staudenbeeten und Schaugärten bieten mit dem neugotischen Schloss die passende Kulisse für einen großen Auftritt.

Wie auf einer Theaterbühne präsentieren sich Tausende Tulpen und wollen bewundert werden: Festivalbesucher können durch die Gärten flanieren, die Frühlingsfarben genießen und dabei Inspirationen und Rezepte für das eigene Grün finden.

Die Tulpen sind auf einer Liste erfasst, so dass der Gartenfreund auch genau die Ippenburger Tulpenpracht erwerben kann. Außerdem macht van der Kloet an den Festivaltagen Führungen für Besucher.

Auf dem Pflanzenmarkt kann man Stauden und Rosen in allen Variationen, blühende und immergrüne Bäume und Sträucher, aber auch schon Sommerblumenzwiebeln entdecken und erwerben. [IPP, Nepke Foto]

 

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