Rittersporn

Der Rittersporn wurde beim Botanischen Sondergarten Wandsbek zur Giftpflanze des Jahres 2015 gewählt: Die imposante Gartenprachtstaude wird sehr gern als Leitstaude oder Schnittblume verwendet.

Eine Vergiftungsgefahr durch alleinigen Hautkontakt wie beim Eisenhut geht vom Rittersporn nicht aus. Beide Pflanzengattungen gehören zur gleichen Pflanzenfamilie, den Hahnenfußgewächsen.

Rittersporn

Die Knospe des Rittersporns ähnelt, auf den Kopf gestellt, einem springenden Delfin, so soll der Name Delphinium entstanden sein. Die Gattung enthält über 300 Arten.

Die Blütezeit ist von Juni bis Juli: In traubigen oder schirmtraubigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen mit Hochblättern; selten stehen die Blüten einzeln. Die zwittrigen Blüten bestehen aus zwei spiegelgleichen Hälften, sind gespornt und kelchartig geformt.

Rittersporne im Garten sind Prachtstauden: Sie müssen optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden und brauchen einen sonnigen Standort.

Durch einen Rückschnitt etwa Mitte Juni um circa 5 Zentimeter über der Erde lässt sich ein zweiter Blütenflor erreichen. Wasser und Nährstoff-gaben sind hier hilfreich.

Rittersporn ist giftig

Rittersporne kommen in Europa, Asien und Nordamerika vor: Alle Pflanzenteile sind für Menschen sehr stark giftig. Der Hauptwirkstoff sind giftige Alkaloide. Vergiftungserscheinungen sind:

  • Kribbeln oder Brennen in Mund und Rachen,
  • Taubheitsgefühl von Zunge, Händen, Zehen,
  • Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche,
  • Koliken, Kreislauf oder Atemlähmung.

Bei dem geringsten Verdacht einer Vergiftung sollte man sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben!

Alle Pflanzenteile des Rittersporns sind auch für Tiere stark giftig, vor allem die Samen.

Anzeichen einer Ritterspornvergiftung können Erbrechen, Bauchkrämpfe, Speicheln, Unruhe, steifer Gang, Muskelzucken, Lähmungen und verlangsamte Atem- und Herzfrequenz sein.

Suchen Sie in diesem Fall unverzüglich einen Tierarzt auf!

Giftpflanze des Jahres

Im November 2004 rief der Botanische Sondergarten Wandsbek erstmals auf, sich an der Wahl zur Giftpflanze des Jahres zu beteiligen.

Diese Aktion unterscheidet sich von der Vielzahl an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, die jährlich als Natur des Jahres ausgerufen werden darin, dass die Pflanzen nicht unbedingt in ihrer Existenz gefährdet sind.

Pflanzen mit einer giftigen Wirkung auf Menschen und Tiere werden in vielen Gärten und Wohnungen als Zierpflanzen kultiviert, ohne Kenntnis der besonderen Eigenschaften.

Diese Aktion soll eine aktive Auseinandersetzung mit dem Themenbereich der Giftpflanzen zur Folge haben.

Jedermann kann Kandidatenvorschläge machen und sich an der Abstimmung beteiligen. Zur Auswahl stehen alle Pflanzen mit Giftwirkung.

Am 01. Juni eines jeden Jahres werden die Kandidaten aus der Vorschlagsliste nominiert: Zwischen zwei Nominierungen müssen mindestens fünf Jahre liegen. Eine bereits gewählte Pflanze kann nicht wieder als Kandidat nominiert werden. [BSW, Foto]

 

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