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Mähsysteme für GartentraktorenBeim Rasen- und Wiesenschnitt, insbesondere bei Gartentraktoren, werden Sichel-, Spindel- und Schlegelmähwerke als Mähsysteme eingesetzt: Dabei wird das Gras je nach Bedarf geschnitten und seitlich ausgeworfen, gemulcht oder auch im Grasfangkorb gesammelt, um dann kompostiert oder entsorgt zu werden. Die Mähsysteme unterscheiden sich grundsätzlich und haben natürlich ihre Vor- und Nachteile. |
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Darüber hinaus hat es so manchen Versuch gegeben, andere Schneidverfahren zur technischen und wirtschaftlichen Serienreife zu entwickeln: Einer der spektakulärsten für die Rasenpflege war eine technische Studie, die auf einen Laser als Schneidhilfe setzte. Aufgrund der enormen Energiemengen, die ein Laser aber benötigt, um jeden Grashalm sauber abzubrennen, ist dieses Projekt bereits im Anfangsstadium gescheitert. Rasenmäher und Gartentraktoren arbeiten heute immer noch weit überwiegend mit der Sichelmessertechnik: Ein Motor dreht ein Messer, dass das Gras schneidet. Wenn das Schnittgut dann noch in einen Fangsack befördert werden soll, bekommt das Messer nur eine besondere Aufkantung. Das erzeugt einen Luftstrom, der das Schnittgut in den Auffangbehälter befördert. Die anderen Varianten zur Grasaufnahme sind Bürsten oder spezielle Sauger, deren Saugstrom von Turbinen erzeugt wird. Eine Sonderform bei Rasenmähern sind die Luftkissenmäher: Hier erzeugt das Sichelmesser einen Luftteppich, auf dem der Mäher schwebt. Bei Rasentraktoren wird diese Technik aber nicht angewendet. Die Spindelmähtechnik beim Spindelmäher wird für besonders feinen und sauberen Grasschnitt eingesetzt: Golfplätze sind ein typisches Einsatzgebiet für diese Technik. Der Motor dreht hierbei eine auf dem Gras liegende Walze mit scharf geschliffenen Messern, die über eine Gegenschneide geführt wird. Nach dem Prinzip der Schere wird nun das Gras sehr sauber abgeschnitten. Die Walze selbst erzeugt nur einen geringen Luftstrom. Das reicht aber aus, um direkt vor oder hinter den Spindeln geführte Behälter mit dem geschnittenen Gras zu füllen. Große Volumen oder prall gefüllte Behälter sind damit aber nicht möglich.
Das Gewicht und die Ausgestaltung der Schlegel bestimmen ihr Aufgabengebiet: Die schwersten machen auch noch Gestrüpp und Strauchwerk dem Boden gleich. Die feinsten Schlegel sind dünn und messerscharf. Sie schneiden auch noch höheres Gras sauber ab. Schlegelmäher haben sich im Privatbereich nicht durchsetzen können. Sie werden vor allem im öffentlichen und kommunalen Sektor verwendet.
Das Material des Mähdecks muss glatt sein, damit das Gras keine Möglichkeit hat, sich festzusetzen: Gleichzeitig muss es aber auch so fest sein, dass es die Energie umherfliegender Teile absorbiert. Als Materialien werden deshalb spezielle Stähle bis zu Edelstahl, Aluminium-Legierungen oder auch Kunststoffe verbaut.
Beim Mulchmäher hat die Luft unter anderem die Aufgabe, die fein geschnittenen Grasteilchen möglichst tief in die Grasnarbe zu befördern, damit die Bodenlebewesen schnell und gut mit ihrer Zersetzungsarbeit beginnen können. Eine Verstopfung unterbricht den Luftstrom und damit auch die Arbeitsergebnisse: Sie entsteht immer dann, wenn das Gras zu nass ist, oder zu viel an Menge geschnitten werden soll. Außerdem bildet sie sich immer an Stellen, an denen der Luftstrom umgeleitet wird.
Dabei haben die Messer im Mehrfachmähwerk immer einen so genannten Überschnitt: Der ist für das Schnittbild wichtig. Die Messer sind dabei für den Überschnitt größer, als sie für den Schnitt eigentlich sein müssten, sie überlappen sich also. Durch die entsprechende Keilriemenführung können sie sich aber niemals gegenseitig berühren und drehen mit der exakt gleichen Umdrehungszahl. Darüber hinaus schützen die Keilriemen auch noch die Motorwelle: Sie absorbieren viel Energie, die bei Schlägen oder Stößen sonst direkt auf die starre Motorwelle wirken würde. Lästig sind Keilriemen nur, wenn sie quietschen oder qualmen. Das bedeutet dann zu schwache oder zu starke Spannung. Die lässt sich wiederum einfach auf die richtige regulieren. Beim Spindelmäher wird die Schnittbreite über die Anzahl der Spindeln gesteuert: Bei Mehrspindelmähern werden sie meist außen um die ganze Maschine herum angeordnet. Beim Schlegelmäher [siehe auch: Profimäher] kommt eine Walze zum Einsatz: Ihre Breite hängt mit der zur Verfügung stehenden Motorleistung zusammen.
Die vorne angebauten Mähwerke sind meist als Mulcher ausgelegt: Ihre Vorteile liegen beispielsweise in einer hohen Wendigkeit, guten Unterfahrmöglichkeiten und einer hohen Service- und Reinigungsfreundlichkeit. Ihre Fähigkeit, sich durch ihre sehr beweglichen Mähdecks den Rasenkonturen exakt anzupassen, ist ein weiterer großer Vorteil dieser Konstruktionen. Soll das vorne anfallende Schnittgut aber nach hinten in einen Behälter gelangen, muss es aufwendig transportiert werden. Das kann dann nur seitlich über Schläuche und Gebläse geschehen, oder unten herum über einen sehr langen Weg. Beide Möglichkeiten neigen zu schneller Verstopfung. Wer das geschnittene Gras aber aufnehmen möchte, ist mit einem mittigen Mähwerk zwischen den Fahrachsen besser bedient: Auch hier werden die Decks so aufgehängt, dass sie den Rasenkonturen gut folgen können. Der Weg zum meist hinten angehängten Fangkorb ist aber jetzt deutlich kürzer und der Luftstrom kann direkt in den Behälter geleitet werden. Dies ist heute die mit Abstand meistverwendete Technik bei kleinen Rasentraktoren. Der Auswurfkanal kann leicht geschlossen werden - was wiederum Mulchen möglich macht. Selbstverständlich gibt es auch die Variante mittiges Mähwerk ohne Fangbehälter: Bei diesen Geräten ist das Mähdeck an der Seite offen. Das Messer schneidet das Gras und schleudert es einigermaßen gleichmäßig durch die Öffnung auf die Rasenfläche zurück. Heute lässt sich das Deck fast immer auch komplett zum Mulchen schließen. Diese Geräte sind einfach zu bauen und werden meist im Preiseinstiegssegment angeboten. Ihre Bedeutung hat aber stark nachgelassen, weil die meisten Leute heute Mähen + Fangen bevorzugen. Der mittige, nach hinten gerichtete Grasauswurf in den Heckkorb war früher nicht selbstverständlich: Die ersten Maschinen führten das geschnittene Gras ebenfalls über große Schläuche und eine Turbine in den heckseitigen Fangkorb. Verstopfungen bei nassem Gras waren deshalb an der Tagesordnung.
Noch kompakter und wendiger können Zero-Turn-Mäher gebaut werden: Ihr Antrieb erfolgt über Hydraulikmotoren an den Rädern, die über Lenkhebel bedient werden. Ihr Markt entwickelt sich aber in Europa erst, und der ist außerdem noch voll auf den Profibereich ausgerichtet. Für die Hersteller konventioneller Gartentraktoren stellen die Nullwendemäher aber eine Herausforderung dar: In der Saison 2007 werden wir deshalb wohl die ersten Lenkmäher mit [fast] Nullwendekreis angeboten bekommen.
Die Schneidezone ist auf den ersten außen liegenden Zentimeter begrenzt: Durch die hohe, vom Motor erzeugte Drehgeschwindigkeit schneidet und reißt das Messer gleichzeitig. Deswegen fallen stumpfe Messer dem Laien übrigens auch nicht besonders auf. Erst ein frisch geschliffenes Messer offenbart seine guten Schneidqualitäten. Die Messer sind gekröpft oder gebogen, schneiden in verschiedenen Ebenen oder haben verschiedenste geformte Aufkantungen, wenn sie einen Luftstrom erzeugen sollen.
Jetzt zeigen sich die wahren Helden im Garten: jene Pflanzen, die der Kälte trotzen und im Winter mit besonderen Eigenschaften auftrumpfen. Die meisten Bäume und Sträucher erwachen erst mit zunehmenden Temperaturen aus ihrer winterlichen Ruhephase, ganz anders dagegen der Winter-Schneeball [Viburnum 'Dawn']: In der unwirtlichsten Jahreszeit öffnet er seine zartrosafarbenen, stark duftenden Blüten. Sie erscheinen manchmal schon ab November und weil dieser Schneeball sommergrün ist, verdecken keine Blätter die Sicht auf die kleinen, wie Porzellan anmutenden Blüten. ...mehr Bereits im Januar beschäftigen sich leidenschaftliche Freizeitgärtner mit der Planung ihres Sommergartens: Viele reizt es, immer wieder neue Formen, Farben und die unglaubliche Vielfalt neuer Gemüsesorten auszuprobieren. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie stellen interessante Saatgutneuheiten vor. ...mehr |
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