Eigenes Obst im Garten anbauen

Ob auf dem Wochenmarkt oder als Gemüsekistenabo, eigenes Obst im Garten anbauen gewinnt an Zuwachs. Vielen ist dabei wichtig, dass die Produkte aus der Region stammen, weil kurze Transportwege für eine gute CO2 Bilanz sorgen und einfach frischer sind.

Die lokale Nähe verschafft aber auch eine emotionale Verbundenheit mit den Nahrungsmitteln.

In Zeiten, in denen man im Supermarkt Waren aus fast sämtlichen Ländern der Erde findet und selbst Äpfel aus Übersee stammen, entsteht eine Sehnsucht nach Essen, das von hier, das authentisch ist.

Unsere Ernährungsgewohnheiten sind Ausdruck unseres Lifestyles und unserer Identität geworden.

Frei nach dem Motto Du bist, was Du isst pflanzen viele ihre eigenen Gemüsebeete und Obstbäume. In einen Apfel zu beißen, den man vom eigenen Baum gepflückt hat, ist schließlich viel genussvoller als gekauftes Obst.

Eigenes Obst im Garten anbauen

Im Obstregal finden sich in der Regel immer dieselben zehn Apfelsorten. Diese sind für den gewerblichen Anbau gezüchtet worden.

Dabei standen bestimmte Zuchtziele im Vordergrund: eine Wuchsform, die sich für eine maschinelle Ernte eignet, oder die lange Haltbarkeit der Früchte.

Für Hobbygärtner sind andere Eigenschaften wie der Geschmack jedoch viel wichtiger. Obstgehölze für den Garten haben viel zu bieten:

Es gibt bewährte alte Sorten und auch Neuheiten, die sich durch eine attraktive Wuchsform, einen hohen Ertrag, aromatische Früchte oder ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten auszeichnen.

Dementsprechend abwechslungsreich ist die Auswahl an Apfelbäumen [Malus]. Sie tragen kleine, mittlere oder große Früchte, manche sind gelb, andere rot, die einen reifen früh, die anderen spät.

Auch bei den Standortansprüchen gibt es Unterschiede. Die Sorte Pinova zum Beispiel wird Anfang Oktober geerntet und ist eingelagert von November bis Juni genussreif.

Geschmacklich überzeugt sie so sehr, dass sie mehrfach zum Apfel des Jahres gewählt wurde. Daneben finden sich aber auch regionale Sorten wie Dülmener Herbstrosenapfel, Rheinischer Winterrambour oder Landsberger Renette.

Der eigene Obstbaum

Nicht nur zur Erntezeit ist der eigene Obstbaum ein Genuss: Von der Blüte im Frühjahr und der Fruchtbildung im Sommer, bis zur Herbstfärbung der Blätter bereichert er das ganze Jahr die Atmosphäre des Gartens.

Außerdem sorgt er für summende Besucher: Die Blüte lockt Bienen, Hummeln und Co. an, die hier süßen Nektar finden.

Wer es selbst auch süß mag, wird sich über selbstgeerntete Birnen [Pyrus] freuen. Neben klassischen Sorten wie Williams Christ oder Conference finden sich auch hier außergewöhnliche Neuheiten.

Wer nach einer exotischen Frucht sucht, dem sei die aus Asien stammende Nashi empfohlen. Sie ist rund wie ein Apfel, schmeckt aber wie eine Birne.

Die meisten Gartenbesitzer staunen über die Vielfalt im Sortiment der Obstgehölze und entscheiden sich erst bei der Beratung für eine Sorte.

Überraschende Neuheiten

Die Gattung Prunus umfasst viele Obstarten, die sich gut für den Anbau im Garten eignen:

  • leuchtend blaue Zwetschgen,
  • rote Kirschen,
  • gelbe Mirabellen oder
  • grüngelbe Renekloden.

Typisch sind bei allen der große Kern in der Mitte der Frucht und ihr besonders saftiges Fruchtfleisch. Die meisten schmecken erfrischend süß, wobei es durchaus aromatische Unterschiede gibt.

Manche alten Sorten sind geschmacklich nach wie vor unübertroffen. Dies gilt für die Mirabelle von Nancy ebenso wie für die Reneklode Graf Althans oder die Große Grüne Reneklode.

Interessant sind aber auch Neuheiten wie Aprimira, eine Kreuzung aus Zwetschge und Mirabelle. Sie überrascht mit einem Aroma, das an Aprikosen erinnert. [BdB, Foto]

 

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