Obstgehölze zur Gartengestaltung

Selbstgemachte Marmelade und Obstkuchen, frisch gepresster Saft oder einfach direkt vom Baum – die Früchte aus dem eigenen Garten lassen sich auf vielfältige Weise genießen.

Obstgehölze zur Gartengestaltung

Doch nicht nur zur Ernte, sondern das ganze Jahr erfreuen Obstgehölze den Betrachter mit ihrer Wandelbarkeit:

  • In ihrer Winterruhe legt sich weißer Schnee oder Raureif auf die Zweige: eine zauberhafte Eislandschaft entsteht.
  • Im Frühjahr bringen zarte Blüten erste Farbtupfer in die Landschaft und locken mit ihrem süßen Nektar Bienen und Hummeln an.
  • Mit dem Austrieb der Blätter kommt das frische Grün, in dem viele Insekten und Vögel einen Lebensraum finden.
  • An heißen Sommertagen spendet das Blätterdach von Obstbäumen angenehmen Schatten.
  • Langsam lässt sich das Heranreifen der Früchte beobachten: Die Ernte ist der Stolz eines jeden Hobbygärtners.
  • Danach ist die Freude noch nicht zu Ende: Viele Fruchtgehölze nehmen nämlich eine wunderbare Herbstfärbung an.

Obstgehölze: Farbe im Herbst

Von strahlendem Gelb, Orange bis leuchtendem Rot: je nach Art und Sorte gibt es unterschiedliche Farbvarianten. Obstgehölze zur Gartengestaltung sind in jedem Fall ausdrucksstark.

Allzu selbstverständlich machen wir einen Unterschied zwischen Zierpflanzen, die wegen ihrer Form und Farbe gepflanzt werden, und Nutzpflanzen, bei denen es anscheinend nur auf den Ertrag ankommt.

Einige Obstbäume vereinen aber beides in sich: Nach der Ernte genießen wir ihre herbstlichen Farben. Nicht nur in Baumschulen findet man neben den alten auch ganz neue Sorten, bei denen das Farbenspiel besonders prächtig ausfällt.

Neben Bäumen gibt es auch Sträucher und Kletterpflanzen, die einerseits Früchte tragen und sich andererseits im Herbst in den flammendsten Farben zeigen.

Herbstfärbende Kulturheidelbeeren bilden aus zart rosafarbenen Blüten aromatische Blaubeeren. Ihre Herbstfarben reichen von hellem Gelb bis zu kräftigem Rot.

Eine Neuzüchtung unter den Beerenpflanzen sind die Vierbeeren: Schon die amerikanischen Ureinwohner schätzten deren Vorgänger, die Goldjohannisbeeren.

Genauso wie die Kulturheidelbeeren stammen sie aus den Regionen Nordamerikas, die für ihren herbstlichen Farbenreichtum als Indian Summer bekannt sind.

Auch Wilder Wein leuchtet im Herbst

Wilder Wein verwandelt im Herbst Mauern in glühende Blätterwände. Wer im Spätsommer große Tafeltrauben ernten möchte, findet unter den Rebsorten gelbe und auch rote Herbstfärber.

Um hiesige Sorten pilzresistent zu machen, wurden Reben aus Nordamerika in die Züchtung einbezogen. Ihr intensives Rot kann man daher bei immer mehr Weinreben bewundern.

Wussten Sie, warum sich das Laub verfärbt?

Damit die Pflanzen in der kalten Jahreszeit besser überleben können, ziehen sie vor ihrer Winterruhe wertvolle Stoffe aus den Blättern – darunter Chlorophyll, das die Blätter grün färbt und an der Energieumwandlung bei der Photosynthese beteiligt ist.

Zurück bleiben andere Stoffe, wie Carotinoide, die gelb oder leicht orangefarben sind. Rotgefärbte Blätter enthalten Anthocyane, die vor Schädigung durch Sonneneinstrahlung schützen.

In Teilen Nordamerikas scheint die Sonne im Herbst besonders stark: Deshalb gibt es hier sehr viele Pflanzen mit einer besonders intensiv rötlichen Herbstfärbung. [BL, Foto]

 

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