Nematoden im Garten schützen Pflanzen

Kleine Fadenwürmer [Nematoda] sind enorm hilfreich, denn Nematoden im Garten schützen Pflanzen:

Wer Pflanzen- und Rasenflächen im nächsten Frühjahr vor einem Befall bewahren möchte, sollte bereits ab Mitte August mit der wirkungsvollen biologischen Bekämpfung der Larven mithilfe nützlicher Nematoden beginnen.

Nach einem milden Winter kann etwa die Anzahl der gefürchteten Dickmaulrüssler und Wiesenschnaken, die für allerlei Pflanzenschäden sorgen, schlicht explodieren.

Pflanzenschäden erkennen

Buchtenförmiger Blattfraß an Rhododendren oder, Kirschlorbeer, abgefressene Wurzeln, verkümmerte Erdbeeren oder Kübelpflanzen und kahl gefressener Rasen sind deutliche Signale.

Wenn das zerstörerische Treiben des Dickmaulrüsslers und der Wiesenschnake in den Frühjahrsmonaten offensichtlich zu Tage tritt, ist es für ein Einschreiten leider bereits zu spät.

Am besten beizukommen ist der Wiesenschnake und dem Dickmaulrüssler im Spätsommer und Herbst, wenn sich ihre Nachkommen in einem frühen Larvenstadium befinden.

Nematoden im Garten schützen Pflanzen

Im frühen Larvenstadium der Wiesenschnake und dem Dickmalrüssler sind sie leichte Beute für parasitäre Nematoden.

Es gibt mikroskopisch kleinen Fadenwürmer, die im Boden aktiv nach ihren Wirten, also den Schädlingslarven, suchen, in sie eindringen und sie innerhalb weniger Tage abtöten.

Dies geschieht mithilfe eines für Warmblüter und Menschen völlig unschädlichen Bakteriums, das die als Nützlinge bezeichneten Fadenwürmer im Innern der Schädlingslarven absondern.

In das Erdreich gelangen die Nematoden ganz einfach im Wasser, das zur Bewässerung der Pflanzen und Rasenflächen verwendet wird.

Nematodeneinsatz im Herbst

Die Larven des Dickmaulrüsslers können ab Mitte August, die Nachkommen der Wiesenschnake ab Anfang September erfolgreich mit Nematoden bekämpft werden.

Dies funktioniert so lange, bis die Temperatur des Bodens unter 11 Grad Celsius oder 12 Grad Celsius sinkt.

Dickmaulrüssler

Der Gefurchte Dickmaulrüssler [Otiorhynchus sulcatus] ist ein verbreiteter Problemschädling an Zierpflanzen und vor allem Erdbeeren.

Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr beginnen die Larven, die im Boden überwintert haben, an Wurzeln und Wurzelhälsen zu fressen.

Die betroffenen Pflanzen zeigen Kümmerwuchs, welken und können eingehen.

Nach der Verpuppung der Larven beginnen die Käfer Anfang Juni zu schlüpfen.

Wie seine Larve kann auch der ausgewachsene Dickmaulrüssler erheblichen Schaden an seinen Wirtspflanzen anrichten:

Die Pflanzen weisen dann den für den Schädling charakteristischen buchtenförmigen Blattfraß auf.

Wiesenschnaken

Schneider, Opa Langbein oder Westerhever: wohl kaum einem Insekt gab der Volksmund so viele Spitznamen wie den Wiesenschnaken [Tipula paludosa].

Während die ausgewachsene Schnake weder Mensch, Tier oder Pflanze Schaden zufügt, treiben ihre Larven von der Mehrheit unbemerkt im Untergrund ihr Unwesen.

Zwischen Mitte August und Ende September legen die Weibchen der Wiesenschnake ihre Eier im Boden ab.

Nach zwei Wochen schlüpfen die walzenförmigen, beinlosen Larven und fressen an Wurzeln, Knollen und Rhizomen diverser Pflanzenarten.

Über Nacht verlassen die Nachkommen der Schnake, denen aufgrund ihrer lederartigen Haut im englischsprachigen Raum der Spitzname leatherjacket zuteilwurde, gern den Schutz der Tiefe.

Sie tun sich dann auch am bodennahen Blattwerk gütlich. – Die Folge: gelb-braune Verfärbungen der Blätter und kahl gefressene Stellen im gepflegten Rasen.

Den größten Schaden verursachen im Frühjahr die großen Larven im 3. und 4. Stadium. [RN, GTD Foto]

 

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