Himbeeren: pflanzen und genießen

Himbeeren sind beliebte Beerenobstgewächse: Sie sind süß und säuerlich, meistens rot, manchmal gelb, ihre Früchte sind zart und saftig. Sie sind gesund und sie schmecken frisch geerntet einfach am besten!

Es ist kein Wunder, dass ausgerechnet Himbeeren derzeit auf der Wunschliste weit oben stehen: Pflückgärten oder Naschgärten sind in, frische Früchte, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und gesunde Ernährung sind große Themen.

Wilde Himbeeren

Himbeeren sind in Europa heimisch und kommen wild in etwa 500 Arten an sehr unterschiedlichen, aber vor allem an trockenen Standorten vor: Botanisch zählt man sie zu den Rosengewächsen, die meisten von ihnen haben auch Dornen.

Wie viele andere Beerenobstgewächse zeichnen sie sich durch ungewöhnliche Energie und einen starken Überlebensdrang aus.

Zuchthimbeeren

Gartenhimbeeren sind das Ergebnis langer züchterischer Arbeit: Ihre wilden Ahnen sind deutlich kleiner, saurer und bitterer und keinesfalls so süße Früchtchen, wie wir sie heute genießen wollen.

Ziel des Züchtungsengagements waren und sind Sorten, die besser schmecken, einfacher zu kultivieren und weniger frostanfällig sind. Kompaktere, robuste Pflanzen mit größeren Früchten – und wenn möglich: ohne Dornen.

Himbeeren pflanzen

Herbsthimbeeren tragen an den einjährigen Ruten ab Anfang August, die Sommerhimbeeren tragen an zweijährigen Ruten, dann allerdings schon im Juli.

Himbeeren sollten im Sommer gepflanzt werden: Wenn die Pflanzen in gut durchwurzelten Töpfen gekauft wurden, können sie aber auch ganzjährig gepflanzt werden.

Himbeersträucher sollten an eine Stelle gepflanzt werden, an der noch nie Himbeeren gestanden haben und in einem leichten Boden, der möglichst trocken ist. Ist der Boden schwer, dann verbessert man ihn mit Sand und Kompost.

Himbeerpflanzen gedeihen auch im Topf auf dem Balkon: robuste Sorten bilden schnell große, feste, wohlschmeckende Früchte. Erforderlich ist ein großer Kübel ab 20 Litern.

Himbeergewächse sollten nicht gemulcht werden: Das Mulchen führt zu feuchterem und kälterem Boden und fördert die gefährliche Phytophtora-Krankheit!

Besondere Himbeerfarben

Gelbe Himbeeren sind nicht neu: Schon Clusius [1526-1609] unterschied rote und gelbe Beeren, neu sind allerdings die ersten apricotfarbenen Himbeeren.

Und es gibt sogar schwarze Himbeeren: Sie heißen Black Jewel und sind Sommerhimbeeren: Die schwarzen, rundlichen, mittelgroßen Früchte sind weiß bereift und hängen in dichten Dolden. Der Geschmack ist gut, aber durchaus speziell. [BL, Foto]

 

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