Anis: Heilpflanze des Jahres 2014

Der NHV Theophrastus hat den Anis [Pimpinella anisum] zur Heilpflanze des Jahres 2014 gekürt. Das gab der Erste Vorsitzende des Vereins, Konrad Jungnickel, am 04. Juni 2013 bekannt. Die Präsentation fand im Rahmen des Heilkräuter-Fachsymposiums im Lausitzer Kloster St. Marienstern statt.

Anis: Heilpflanze des Jahres 2014

Die Jury des Vereins entschied sich mit der Wahl des Anis für eine Pflanze mit einem breiten Spektrum an heilenden Wirkungen.

„Die reinigenden Tendenzen der Anisfrüchte – blähungstreibend, verdauungsfördernd und schleimlösend – können viele chronische Krankheiten positiv beeinflussen“, begründet ein Jury-Mitglied seine Entscheidung. Für stillende Mütter ist Anis Milchfluss anregend.

Anis

Anis ist eine einjährige krautige Pflanze in der Familie der Doldenblütler [Apiaceae]. Anis erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern. Die Blütezeit reicht von Juni bis September.

Bekannt ist der Anis bereits seit der Antike als markantes Gewürz, vor allem in Backwaren. In alkoholischen Spezialitäten wie zum Beispiel dem griechischen Ouzo oder dem türkischen Raki ist er heute auch den reisefreudigen Deutschen vertraut.

Anis ist eine lichtliebende Pflanze, die reiche Böden bevorzugt. Während der Wachstumsperiode muss der Boden gleichmäßig feucht bleiben. In der Erntezeit wirken sich wechselnde trockene und feuchte Perioden negativ auf die Erntequalität aus.

Die Dolden reifen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander, und auch innerhalb einer Dolde reifen die Samen nur uneinheitlich.

Die Temperatur bestimmt die Dauer der Vegetationsperiode. Anis wird im August oder September geerntet, wenn die Stängel gelb werden. Früher wurde dabei das Kraut mit der Sense abgemäht und die Früchte ausgedroschen.

Heilpflanze des Jahres

Der Verein NHV Theophrastus kürt die Heilpflanze des Jahres seit 2003 und widmet sich mit dieser Aktivität der Bewahrung und Pflege von naturheilkundlichem Wissen.

Weitere prominente Vorgänger von Anis als Heilpflanze des Jahres sind unter anderem Salbei, Rosmarin und Ringelblume.

Das Heilkräuter-Fachsymposium im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau wird vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. mit Unterstützung der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt bereits seit elf Jahren organisiert und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

 

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