Rosskastanie: Freude durchs Gartenjahr

Selbst Kinder kennen und lieben diesen Baum: die Gemeine Rosskastanie [Aesculus hippocastanum] – ganz besonders natürlich ihre Samen.

Die Gemeine Rosskastanie ist auf dem Balkan heimisch, in Mitteleuropa verbreitet angepflanzt worden und gehört zur Gattung der Rosskastanien [Aesculus]. Im Jahr 2005 wurde die Gemeine Rosskastanie zum Baum des Jahres gewählt.

Rosskastanie: Freude durchs Gartenjahr

Aber auch Erwachsenen macht die Rosskastanie viermal im Jahr Freude:

  • im Winter mit ihren großen Knospen,
  • im April beim Erscheinen der großen gefingerten Blätter,
  • im Wonnemonat Mai mit ihrem orchideenhaften Blütenmeer und
  • im Herbst mit den großen glänzenden Samen

Aber sie kämpft mit einem Schädling, der ihre Kronen schon im Juli in Herbst verwandeln kann. Und es gibt viel Interessantes von ihr zu berichten.

Die Rosskastanie ist nicht mit der Ess- oder Edelkastanie zu verwechseln, selbst wenn die Früchte auf den ersten Blick ähnlich aussehen.

Die Blätter und Blüten aber nicht! Die Rosskastanie ist dagegen mit dem Ahorn so nahe verwandt, dass Botaniker sie nach neuesten Erkenntnissen gemeinsam mit diesem in eine botanische Familie stellen: die Seifenbaumgewächse.

Bei der rotblühenden Rosskastanie, die in kleinen Gärten und in Fußgängerzonen der Städte sehr beliebt geworden ist, handelt es sich übrigens um eine Kreuzung zwischen der Gemeinen Rosskastanie und der nordamerikanischen Pari.

Rosskastanie: eine wahre Schönheit

Am Habitus einer Rosskastanie fällt sofort ihre wolkige Kronenstruktur auf. Man hat direkt den Eindruck, dass viele Äste in der Krone sich nicht mit ihren Nachbarästen absprechen.

Schaut man sich dann die Zweige genauer an, so erkennt man die dicken jungen Triebe mit den größten Knospen aller häufigen Baumarten.

Selbst Kindern sind diese monströsen Organe oft schon bekannt, vor allem da die Knospen aufgrund von Harzausscheidung auch noch glänzen und kleben.

Bei den Knospenschuppen fallen immer einige auf, die an der Spitze ein paar zipfelartige Fiederblättchen tragen und sich offenbar nicht recht entscheiden konnten, ob sie Schuppe oder Blatt werden sollten. Dies nennen Botaniker Übergangsblätter.

Rosskastanie: Blätter und Stamm

Die Blätter stehen gegenständig am Spross, im Gegensatz zur Esskastanie und sind gefingert. Das heißt, ein einzelnes Blatt besteht aus 5 bis 7 Fiederblättchen, die allesamt vom Ende des Blattstieles ausgehen und sehr unterschiedlich groß sind.

Das mittlere Fiederblatt ist immer am größten. Die Herbstfärbung ist erst goldgelb und dann braun, wobei Blätter an Straßenlaternen sich oft deutlich später verfärben.

Der Stamm, mit seiner groben Schuppenborke und bei genauerem Hinsehen auffallendem Drehwuchs, den 90 Prozent der Rosskastanien aufweisen.

Die Holzstrukturen sind dabei längs des Stammes nicht genau senkrecht orientiert, sondern verdreht.

Unter Wissenschaftlern wird diskutiert, ob dieser Drehwuchs angeboren ist oder durch die Erddrehung beziehungsweise durch das Wandern der Sonne bedingt sein kann.

Rosskastanien können bis 2 Meter dick, 25 bis 30 Meter hoch und 300 Jahre alt werden.

Rosskastanie: Cremig weiße Blüten

Und nun zu einem der schönsten Details dieser Baumart: den sich Ende April oder Anfang Mai öffnenden Blüten.

Sie tragen 5 auffällige cremig weiße Kronblätter, deren beide obere einen Farbfleck aufweisen, das sogenannten Saftmal.

Zu diesem Saftmal gibt es gleich noch Aufregendes zu berichten, denn an einigen Blüten ist es gelb, an vielen orange oder rot gefärbt.

Die Blüten sind zu Hunderten in verzweigten, großen kerzenartigen Blütenständen vereinigt. Wenn man sich die Einzelblüten genauer ansieht, erkennt man nur selten beide Geschlechter sofort: einen Fruchtknoten und drum herum 7 Staubblätter.

Im oberen Teil des Blütenstandes findet man viele tendenziell männliche Blüten, der Fruchtknoten ist verkümmert, dann folgen in der Mitte des Blütenstandes zweigeschlechtliche Blüten.

An der Basis des Blütenstandes befinden sich nur betont weibliche, die männlichen Anlagen werden unterdrückt.

Rosskastanie: beeindruckende Früchte

Diese Geschlechterverteilung hat den enormen Vorteil, dass sich die Früchte nur im unteren Teil des Blütenstandes entwickeln.

Was erheblichen Aufwand für die Stabilität der Fruchtachsen spart, weil sie nicht so lang sind. Da sich in einer Krone über 1.000 Blütenstände entwickeln können, macht dieses Aufwandsparen für den Baum insgesamt schon ganz schön was aus.

Vor allem bei dem Fruchtgewicht. Denn die bis zu 6 Zentimeter dicken Früchte können bis zu 20 Gramm wiegen.

Sie reifen bis zum September oder Oktober in stacheligen Kapseln, die bei der Reife dreiklappig aufplatzen und den appetitlichst glänzenden aller ungenießbaren Samen hervorbringen.

Wunderschön braun glänzend wie ein Mahagoni Tisch, mit einem charakteristischen weißen Fleck, den sogenannten Nabelfleck.

Glänzende Kastanien

Die Freude über den schönen Glanz der Samen hält allerdings nicht lange an, denn sie werden an der Luft schnell matt.

Die Samen befinden sich meistens einzeln, selten zu zweit oder zu dritt in der Kapsel, deren Stacheln und weiche Fruchtschale den Aufprall beim Herabfallen aus der Krone dämpfen.

Dann springt der glatte Same aus der aufplatzenden Kapsel heraus und rollt noch ein Stück davon, sogenannte Rollsame.

Diese Samen sind im Gegensatz zu den Maronen der Esskastanie ungenießbar bitter und für Menschen schwach giftig.

Verschiedene Tiere sind aber ganz scharf darauf. Da die Blüten- und Fruchtstände am Ende von Zweigen stehen, sind diese Zweige nach der Blüte damit nicht mehr zu weiterem Wachstum in der Lage, und nur Seitenknospen können das Überleben des Astes fortsetzen mit der Folge seiner Gabelung.

Rosskastanie: Keimung und Wurzeln

Die Keimung muss im folgenden Frühjahr erfolgen, sonst geht die Keimfähigkeit verloren. Sie funktioniert außerdem nur bei Bedeckung des Samens durch Laub oder Erde.

Bei der Keimung bleiben die Keimblätter zusammengefaltet in der Erde und liefern ihre nahrhaften Inhaltsstoffe an den wachsenden Keimling, bis der sich selbst versorgen kann.

Die tief reichenden und weit streichenden Wurzeln machen Rosskastanien sehr sturmfest.

Heimat der Rosskastanie

Die Heimat der Rosskastanie ist mit zerstreuten Vorkommen in den Mittelgebirgen Griechenlands, Albaniens und Mazedoniens zu finden.

Dorthin hat sie sich während der Eiszeiten zurückgezogen. Vorher war sie auch in Deutschland heimisch, hat aber die Rückwanderung nach den Eiszeiten bis hierher dann von selbst nicht mehr geschafft.

Das war genauso bei Esskastanie und Walnuss. Erst der Mensch hat sie wieder nach Mitteleuropa gebracht, nämlich im Jahre 1576 zunächst nach Wien.

Die Türken verbreiteten sie während ihrer Eroberungsfeldzüge quer durch Europa, denn sie hatten Kastanien als Futter für ihre Pferde mit dabei.

Die Baumart zeigt heute, dass sie hier dauerhaft wachsen und regelmäßig reife Früchte produzieren kann, sie ist also ein Spätheimkehrer und hier ohne Probleme lebensfähig und winterhart.

Inzwischen kommt sie in Deutschland sogar bis in Höhenlagen von über 1.000 Meter vor und wächst auch in Skandinavien.

Schattenwurf selbst ohne Blätter

Beeindruckend ist der starke Schattenwurf einer alten Rosskastanie, solange sie keine Blatt- oder sonstigen Schäden hat: keine andere Baumart beschattet so stark wie Aesculus.

Sie selbst hat aber einen gewissen Lichtbedarf, um alt zu werden. Die Rosskastanie suchen wir im Wald fast vergeblich, sie ist für die Forstwirtschaft so uninteressant, dass sie in den meisten Büchern dazu gar nicht erwähnt wird.

Höchstens entlang von Hauptwegen, am Waldrand oder an Wildfütterungen tritt sie in Erscheinung.

Um so wichtiger ist ihre Bedeutung als Stadt-, Haus- und Biergartenbaum. Die war früher noch größer als heute, wo ihr der Stress in der Stadt immer mehr zu schaffen macht. Auch als Baumart von Schloss- und Parkanlagen hatte sie seit langer Zeit erhebliche Bedeutung.

So war sie Ende des 17. Jahrhunderts der Lieblingsbaum des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Viele Fürsten und Hoheiten ließen sich damals von seiner Vorliebe anstecken und in ihren Gärten und Alleen Kastanien pflanzen, die bis heute durch Ersatzpflanzungen erhalten geblieben sind.

Blütenbiologie und Saftmal

Das größte Naturschauspiel an einer Rosskastanie ist wohl ihre Blütenbiologie, eine der aufregendsten blütenökologischen Anpassungen zwischen Bäumen und Insekten, die es in Mitteleuropa gibt: die Ampelanlage der Rosskastanienblüten.

Die beiden oberen Kronblätter weisen einen Farbfleck auf, ein sogenanntes Saftmal, das beim Aufblühen zunächst gelb gefärbt ist.

Nur von den gelben Blüten wird Nektar produziert, das heißt der Besuch lohnt sich für Bienen und Hummeln, und sie sorgen für die Bestäubung beziehungsweise nehmen den Pollen mit.

Bereits 1 bis 2 Tage später erlischt die Nektarproduktion, und das Saftmal verfärbt sich rot, der Besuch lohnt sich dann für Insekten nicht mehr.

Wenn man in eine blühende Kastanienkrone schaut, kann man tatsächlich beobachten, dass fast nur die gelben Blüten angeflogen werden.

So stellt die Rosskastanie den Blütenbesuch der bestäubungsbereiten beziehungsweise pollenspendenden Blüten sicher und lenkt die Insekten nur dorthin, indem sie Bienen und Hummeln den Nektar als Flugbenzin spendiert.

Auch für andere Tiere hat die Rosskastanie erhebliche Bedeutung, vor allem wegen ihrer nahrhaften Früchte. Und Vögel bauen in den dichten Kronen gerne ihre Nester.

Schaden durch Streusalz

Pilze besiedeln das Stamminnere von alten Rosskastanien. Der Austernseitling zum Beispiel lebt von Rosskastanienholz und bewirkt eine Weißfäule, allerdings oft ohne nennenswerte Schäden am stehenden Baum.

Zu einer Braunfäule kann es durch den Schwefelporling kommen. Abgestorbene braune Blattbereiche können durch Blattpilze, aber auch durch Streusalz oder Spätfröste im Mai hervorgerufen werden.

Gegenüber Streusalz ist die Rosskastanie so empfindlich, dass sie im Spritzwasserbereich von Straßen kaum noch zu finden ist. Dort wird sie jedenfalls nicht alt.

Frühjahrsfröste, nach dem Austreiben können zum Absterben von Blattgewebe führen, so dass die Blätter dann wie geschlitzt aussehen.

Rosskastanie und Miniermotte

Unter den Insekten freut sich über diese Baumart derzeit wohl am meisten die Rosskastanienminiermotte, deren Larvenfraß in den Blättern ebenfalls braune Flecken hervorruft.

Diese Schäden können so stark werden, dass ältere Bäume im Extremfall bereits Anfang August kahl werden, nachdem ihre Blätter zuvor wochenlang immer brauner geworden sind.

Darauf reagieren die Bäume, indem einige im September erneut austreiben und blühen, mit der Folge, dass die jungen Sprosse nicht mehr winterhart werden und absterben.

Außerdem sind die für das kommende Frühjahr entwickelten Blüten dann schon verbraucht und können nicht mehr zur Fruchtreife gelangen.

So kann es im Extremfall dazu kommen, dass Rosskastanien im September blühen und gleichzeitig reife Früchte tragen. Diese Früchte sind an stark geschädigten Bäumen allerdings [bis zu 50 Prozent] kleiner als normal.

Inzwischen sind aufgrund der seit mehreren Jahren wiederkehrenden Schädigung viele Bürger/innen verunsichert, und diese schöne Baumart wird deutlich weniger gepflanzt als früher.

Holz und besondere Früchte

Das Holz ohne einen auffälligen Farbkern ist fast bedeutungslos, vor allem wegen ungünstiger Verarbeitungseigenschaften und des häufigen Drehwuchses, der viele Verwendungen erschwert oder unmöglich macht. Für:

  • Möbel,
  • Schnitzarbeiten,
  • Obstkisten,
  • orthopädische Geräte und
  • im Spielzeugbau

…findet es gelegentlich Verwendung. Viel bedeutungsvoller als das Holz sind bei der Nutzung von Bestandteilen dieser Baumart die Früchte.

Wegen ihres hohen Stärkegehaltes, ähnlich der Kartoffel als Vieh- und Wildfutter und in Notzeiten zur Mehlherstellung und als Kaffeeersatz.

Für kosmetische Produkte, Farben und Schäume, zur Herstellung von Medikamenten. In der Naturheilkunde verwendet man Inhaltsstoffe von Rinde, Blättern, Blüten und Früchten.

Kaum eine andere Baumart hat in dieser Hinsicht so viel zu bieten wie die Rosskastanie! Bei der heutigen Bewegungsarmut hat ihre die Durchblutung fördernde Wirkung bei Venenleiden die größte Bedeutung.

Was man schnell nachvollziehen kann, wenn man Rosskastanienzusätze ins Badewasser füllt. Das Selbst Herstellen ist etwas kompliziert, denn für eine Wanne braucht man einen halben Eimer Früchte.

Danach kommt es schon mal vor, dass jemand beim Heraussteigen aus der Wanne umfällt, weil der Kreislauf verrückt spielt.

Gegen Gicht und Sonnenbrand

Auch als Gichtbaum ist sie unter Naturheilkundlern bekannt, und Gletschersalben gegen Sonnenbrand enthalten meist Extrakte aus ihren Knospen.

Chestnut Bud heißt die Essenz aus Rosskastanienknospen in der Bachblütentherapie, sie ist ein Heilmittel für Menschen, die sich schwer damit tun, aus eigenen Fehlern zu lernen. Rezepte für:

  • Kastanienblätter,
  • Kastanienblüten,
  • Kastanienrindentee,
  • Kastanienblütenessenz,
  • Kastaniengeist,
  • Kastanienkorn,
  • Kastanienextrakt,
  • Kastanientinktur,
  • Kastanienbrei und
  • Kastanienbadezusätze

…kann man gegen eine Spende von je 5 Euro auf das Konto Baum des Jahres vom Kuratorium zugesandt bekommen. Auch zur Schnupftabak- und Seifenpulverherstellung sind die Früchte geeignet.

Kinder sammeln seit Jahrhunderten im Herbst Kastanien, um daraus Streichholzmännchen zu basteln oder mit Kastanien, Pfeifen oder -Ketten Erwachsene nachzuahmen.

So ist das Herunterholen der Früchte aus den Kronen mit Knüppeln und Steinen seit langem der Lieblingssport der 9jährigen im September geworden, weshalb sich jedes Jahr zu dieser Zeit die für Grünanlagen Verantwortlichen die Haare raufen.

Biergartenbaum

Und noch wichtiger war bisher die Schattenwirkung der Rosskastanie in Biergärten, solange sie ihre Blätter bis zum Herbst behält.

In Ländern und Bundesländern mit hohem Bierkonsum und dementsprechend vielen Biergärten hat man aber derzeit ein großes Problem, wenn die Blätter wegen der Miniermotte bereits im August und September abfallen.

Zunächst hatte dies weniger mit dem Biertrinken, als mit dem Bier selbst zu tun. Die Bierbrauer, die nur bis in den April hinein brauen konnten, brauchten eisgekühlte Keller, um ihr gelagertes Bier über den gesamten Sommer für ihre Kundschaft frisch zu halten.

Doch das war schwierig im breiten Isartal, wo wegen des nahen Grundwassers keine tiefen Keller gebaut werden konnten. Sie pflanzten daher auf ihre flach angelegten und mit Erde überhäuften Keller zusätzlich noch Bäume, damit kein Sonnenstrahl das Kellerdach unnötig erwärmt.

Und für diesen Zweck war die Rosskastanie, der Baum mit dem schwärzesten Schatten, geradezu prädestiniert. Später, und sehr zum Ärger der umliegenden Gastwirtschaften natürlich, boten die Brauereien auf ihren baumbestandenen Kellern ihren Gestensaft auch im Direktverkauf an.

So entstand der Biergarten, eine historische Form des Firmen Outlet Store mit Eventcharakter also.

Um die aufgebrachten Gastwirte etwas zu beruhigen, untersagte damals der Bayerische König Ludwig I. den Brauern auch noch Mahlzeiten zu ihrem Bier anzubieten. Die eigene Brotzeit durfte allerdings jeder mitbringen, bis heute.

Die Rosskastanie in der Mythologie

Ein alter Aberglaube besagt: es soll genügen, immer drei Kastanien in der Tasche bei sich zu tragen, um vor rheumatischen Krankheiten und Gicht geschützt zu sein.

Schon die alten Griechen wussten, dass das Einreiben des kostbarsten Stückes des Mannes mit einer Weinbrandessenz aus Kastanienblüten die Manneskraft stärkt.

Der Name Ross- oder Pferdekastanie geht auf ihre früher weithin bekannte Heilwirkung der Samen bei kranken Pferden zurück.

Als Kastagnetten, im Spanischen Verkleinerungsform von Kastanie werden kleine Rhythmusinstrumente aus zwei ausgehöhlten, an Kastanienschalen erinnernden Hartholzschälchen bezeichnet, die man gegeneinander schlägt.

Vor allem beim spanischen Flamenco sind sie regelmäßig zu hören.

Immer wieder hört und liest man bis in die jüngste Zeit, dass bei der Rosskastanie, wie auch bei anderen Baumarten eine direkte Beziehung zwischen einem Wurzelstrang und dem darüber befindlichen Ast in der Krone besteht.

Wenn also ein Ast in der Krone abstirbt, so muss die darunter befindliche Wurzel geschädigt worden sein. Dies ist so nicht richtig.

Erstens gibt es eine solche Beziehung bei älteren Bäumen grundsätzlich nicht, das wäre baumbiologisch auch viel zu riskant, und zweitens selbst wenn es sie gäbe: aufgrund des verbreiteten Drehwuchses bei Rosskastanien würde dann eher ein Ast auf der anderen Kronenseite absterben, aber eben gerade nicht der genau darüber befindliche.

Die Rosskastanie benötigt derzeit dringend Optimismus und verstärkte Forschungsanstrengungen, um ihre Probleme in der Stadt und durch die Miniermotte zu verringern. [FBdJ, Alexander Elzinga Foto]

 

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