Teichfische im Herbst und Winter füttern?

Teichfische im Herbst und Winter füttern? Weil sie wechselwarme Tiere sind, reduziert sich mit der Wassertemperatur ab Herbst auch die Körpertemperatur der Fische im Gartenteich.

Ihre Agilität nimmt ab und sie ziehen sich nach und nach auf den Teichgrund zurück, kuscheln sich in den Schlamm am Boden und verbringen dort ihre Winterruhe.

Dabei regelt sich ihr Stoffwechsel und ihre Herzfrequenz auf Minimalbetrieb herunter: Die Tiere fressen Monate lang nichts.

Teichfische im Herbst und Winter füttern?

Die Fütterung der Teichfische reduziert man im Herbst und stellt sie später ganz ein. Das gilt für:

  • Elritzen,
  • Orfe,
  • Goldfische,
  • Moderlieschen,
  • Bitterlinge,
  • Schleien und auch für
  • Rotfedern

Man verringert das Futter in dem Maße, in dem die Fische weniger annehmen: Zuviel eingebrachte Nährstoffe begünstigen Algenwachstum oder Faulgase.

Teich im Winter [GTD Foto]
Teich im Winter [GTD Foto]

Fischfutter für den Gartenteich

Bei klassischen Gartenteichfischen wie Goldfisch, Shubunkin oder Koi empfiehlt es sich, mit hochwertigen Futtersorten zu füttern.

Diese seien für eine gute Überwinterung der Fische und ein stabiles Immunsystem von großer Bedeutung.

Bei der Wahl des Futters sollten Fischbesitzer darauf achten, dass alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung deklariert sind: Die alleinige Deklarierung von Rohproteinen, Rohfetten und Rohfasern ist für eine Bewertung der Qualität nicht ausreichend.

Bei der Fütterung von Fischen gilt wie in vielen Lebenslagen: Weniger ist mehr!

Werden Fische überfüttert, führt dies mittelfristig zu einer rapiden Vermehrung der Population im Teich und zu einer starken Belastung des Wassers, die nur durch leistungsstarke Filtertechnik abgebaut werden kann.

Sinkfutter für Störe

Das alles gilt allerdings nicht für Störe. Diese Fische fressen den Winter über durch und verhungern, wenn sie nicht versorgt werden!

Wichtig zu beachten ist dabei, dass die ihnen zugedachte Nahrung auf den Teichgrund hinunter sinkt.

Sogenanntes Schwimmfutter ist für Störe ungeeignet. Das Maul der Tiere befindet sich nicht an der vorderen Körperspitze, sondern unter dem Kopf.

Mit diesem unterständigen Maul sind die Knorpelfische darauf angewiesen, ihr Futter weitestgehend vom Boden aufzunehmen.

Die sinnesempfindlichen Barteln neben der Mundöffnung dienen dazu, es am Gewässergrund zu finden. [FLH, GTD Foto]

 

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