Koi im Gartenteich: mit Streichelfaktor

Ein Koi im Gartenteich ist dank der vielfältigen Farbmuster ein Star: Nicht nur die intensiven Zeichnungen und der zeppelinförmige Körperbau verleihen diesen Tieren ein majestätisches Erscheinungsbild.

Schönheit entwickelt sich beim stolzen Besitzer mehr noch durch ihre Anhänglichkeit: Bereits nach einer kurzen Eingewöhnungsphase erkennen Koi vertraute Menschen, sobald sie sich dem Teich annähern. Sie warten freudig erregt am Rande des Gartenteichs auf ihre Versorger.

Fremden begegnen sie zunächst mit vornehmer Zurückhaltung: Sie bleiben in der Mitte des Teiches oder tauchen gar in tiefere Wasserschichten ab. Kois erkennen ihre Besitzer am Tritt und der Schrittgeschwindigkeit.

Koi: mit Streichelfaktor

Während Jungtiere zunächst in ihrem Menschen den Versorger sehen, kann die Beziehung ab einem Alter von zwei bis drei Jahren sehr emotional werden.

Manche Tiere möchten am Kopf gestreichelt werden, andere wollen lieber vorsichtig den Bauch massiert bekommen. Kois sind sehr soziale Wesen, sie brauchen den Kontakt mit ihresgleichen, um gesund und zufrieden zu sein.

Koi sind beliebt

Ursprünglich nur japanischen Liebhabern vorbehalten, haben sie in den letzten Jahrzehnten in Nordamerika sowie insbesondere in England und Deutschland immer mehr Fans bekommen.

Oft denkt man beim Thema Koi an Fische im Wert eines Kleinwagens: Tatsächlich bewegt sich nur der Preis einzelner Tiere im Alter von fünf bis acht Jahren in dieser Preisklasse. Schon lange ist dieses Hobby für jeden Gartenteichbesitzer erschwinglich geworden.

Peter Merz von der Fördergemeinschaft Leben mit Heimtieren [FLH] ist langjähriger Experte für Zierfische und kommentiert die Entwicklung:

„Tatsächlich müssen schöne Kois alles andere als teuer sein. Stattliche Exemplare gibt es schon im unteren dreistelligen Bereich und Gruppen mit fünf bis zehn Jungtieren sind bereits für unter 100 Euro zu erhalten. “

Der wahre Luxus bei diesen Tieren liegt in der Zeit, die man mit ihnen am Teichrand verbringt.

Koi und Japan

In Japan werden Kois seit 200 Jahren mit größter Sorgfalt gezüchtet. Ihre Farbmuster sollen makellos und symmetrisch sein, der Körper wuchtig und ebenförmig wie der eines kleinen Zeppelins.

Es gibt hunderte Varietäten, die nach Farbmustern benannt werden: Namensgeber ist dabei die sehr blumige japanische Sprache. Ochiba Shigure [gesprochen Oschiba Schigure] bedeutet zum Beispiel Herbstlaub auf dem Wasser. So werden Kois mit grauem Körper und großen braunen Flecken benannt.

In Deutschland kann man Kois in gut sortierten Zoofachgeschäften und Gartencentern sowie bei speziellen Koihändlern erhalten.

Koi im Gartenteich

Kois können wunderbar in deutschen Gartenteichen leben. Allerdings müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Bereits vor der Neuanlage eines Teiches sollte man sich über die Ansprüche der bunten Zierkarpfen informieren.

So überstehen die Tiere selbst kalte Winter problemlos, wenn der Teich eine Mindesttiefe von 1,80 bis 2,00 Metern aufweist. Dann besteht keine Gefahr, dass er bis auf den Grund zufriert.

Heutige Gartenteichfilter und Gartenteichpumpen sind so ausgereift, dass man in 10.000 Liter Wasser bis zu 20 ausgewachsene Koi pflegen kann.

Gerade bei der Gartenteichtechnik sollte man jedoch nicht sparen: Ein gesunder Koi kann schließlich 30 bis 50 Jahre alt werden!

Beim Bau achtet man auf steil abfallende Teichwände: So kann man den Tieren auch in kleinen Gärten mit wenig Platz ein großes Teichvolumen bieten. Gleichzeitig schützt diese Bauweise vor Feinden wie zum Beispiel Katzen und vor allem Reihern. [FLH, Foto]

 

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