Rasenpflege im Frühling

Wenn nicht mehr mit längeren Frostperioden zu rechnen ist, wird es Zeit für die Rasenpflege im Frühling: Nach der kalten Jahreszeit brauchen die Flächen intensive Pflege, damit sie im Sommer wieder sattgrün, dicht und frei von Unkraut und Moos sind.

Während der Wintermonate haben die Gräser ihren Stoffwechsel stark reduziert und wachsen daher kaum.

Ältere Halme sterben in dieser Zeit ab und lassen viele Flächen grau oder braun aussehen.

Erst wenn die Sonne vermehrt scheint und die Temperaturen sich langsam nach oben entwickeln, beginnt frisches Grün zu sprießen.

Rasenpflege im Frühling

Im April ist der beste Zeitpunkt für den ersten Rasenschnitt: Üblicherweise werden Gebrauchsrasen auf eine Höhe von 3,5 bis fünf Zentimeter, Zierrasen auf zwei bis 3,5 Zentimeter gekürzt.

Damit die Grasnarbe dicht und strapazierfähig wird, sollte er bis in den Herbst hinein ganz regelmäßig gemäht werden.

Durch permanente Nässe oder Schneelast sind viele Rasenflächen nach dem Winter verdichtet und strapaziert. Moos und Verfilzungen haben sich festgesetzt und entziehen Licht und Nährstoffe.

Ein erster wichtiger Schritt: Den Rasen gründlich abrechen und dabei von flachwurzelnden Moosflechten und abgestorbenen Pflanzenteilen befreien.

So können die Gräser wieder durchatmen und ungestört wachsen. Noch effektiver ist es natürlich, wenn ein Vertikutierer zum Einsatz kommt, denn dabei wird die Grasnarbe tiefer angeritzt und überschüssiges Pflanzenmaterial beseitigt.

Die mit Widerhaken besetzten Messer des Gerätes dürfen allerdings nicht tiefer als ein bis zwei Zentimeter in die Erde greifen, da sonst die Graspflanzen zu stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

Rasenaussaat im Frühling

Ist die Rasenfläche nach dieser Arbeit an einigen Stellen ausgedünnt, lassen sich die Lücken mit frischen Grassamen schnell schließen.

Mit der Aussaat sollte erst begonnen werden, wenn die Bodentemperaturen konstant bei etwa acht Grad Celsius liegen.

Damit die Samen gut keimen, brauchen die nachgesäten Stellen in den nächsten Tagen viel Feuchtigkeit.

Damit der Rasen im Frühling möglichst rasch wieder ergrünen kann, ist auch die Versorgung mit Nährstoffen entscheidend.

Rasendünger

Spezielle Rasendünger bieten den Pflanzen alles Lebensnotwendige: Stickstoff, Kalium, Phosphor, aber auch Magnesium und Spurenelemente.

Für die Frühjahrsdüngung empfiehlt sich ein Rasendünger mit hohem Langzeitstickstoffanteil und einer hohen Wirkdauer von mindestens hundert Tagen, der für eine schnelle Kräftigung der Rasenpflanzen sorgt.

Wichtig ist, dass das Granulat möglichst gleichmäßig auf die ganze Grünfläche aufgebracht wird. Beim Auswerfen mit der Hand wird es oft sehr unregelmäßig verteilt.

Deshalb sollte man am besten einen Düngerstreuer benutzen. Mit der Aufnahme der Nährstoffe im Frühling werden Stoffwechsel und Wüchsigkeit der Gräser stimuliert.

So können sie sich rasch von den Strapazen der Wintermonate und durch das Vertikutieren erholen. Spätestens im Mai ist der Rasen im eigenen Garten wieder in Topform. [Hauert]

 

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