Wühlmauskörbe: Schutz statt Kampf

Um Obstbäume vor Wühlmausfraß zu schützen, ist es sinnvoll, diese bereits beim Anpflanzen in spezielle Wühlmauskörbe aus Maschendraht zu setzen: Gleiches gilt für Stauden aber auch Blumenzwiebeln und viele andere Pflanzen.

Schutz vor Wühlmäusen

Neben dem Herbst ist das zeitige Frühjahr eine günstige Zeit, um im Garten auftretende Wühlmäuse zu bekämpfen, teilt der Pflanzenschutzdienst der LWK Nordrhein-Westfalen mit.

Schäden durch Wühlmausfraß entstehen vor allem an den Wurzeln von jungen Obstbäumen, Beerenobststräuchern und Ziergehölzen. Darüber hinaus werden von Wühlmäusen aber auch Blumenzwiebeln sowie Wurzel- und Knollengemüse angefressen.

Die zu den Nagetieren gehörenden Wühlmäuse sind das ganze Jahr über aktiv. Bei der Suche nach Nahrung legen sie unterirdisch weitläufige Gangsysteme an. Oft besiedeln sie auch Gänge, die zuvor von Maulwürfen genutzt wurden.

Feldmäuse

Ähnliche Fraßschäden an Pflanzen können darüber hinaus aber auch durch Feldmäuse entstehen. Bei Gehölzen schädigen Feldmäuse allerdings bevorzugt die Stammbasis, indem sie die Rinde ringsum oft komplett abnagen.

Seltener befressen Feldmäuse die Gehölzwurzeln: Eine sichere Unterscheidung von Feld- und Wühlmäusen ist durch die offenen Löcher möglich, die bei einem Feldmausauftreten zurückbleiben. Von Wühlmäusen werden offene Gänge stets wieder verwühlt.

Wühlmäuse bekämpfen

Eine direkte Bekämpfung von Wühlmäusen lässt sich am besten im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr durchführen, wenn die Tiere unter Nahrungsmangel leiden und Fallen oder Fraßköder besonders gut annehmen.

Vor einer Bekämpfungsmaßnahme ist es allerdings zwingend erforderlich, eine sogenannte “Verwühlprobe” durchzuführen, um Verwechslungen mit dem ebenfalls häufig auftretenden Maulwurf auszuschließen!

Der Maulwurf ist ein Insekten- und Regenwurmfresser: Er steht unter Naturschutz und darf somit nicht bekämpft, allenfalls vergrämt werden.

Als nicht völlig unzureichend haben sich verschiedene Maßnahmen zur Vertreibung erwiesen: beispielsweise die Anpflanzung von Feindpflanzen oder der Einsatz von Klappermühlen, Windrädern und Geräten mit Ultraschallerzeugung.

Im Hausgarten gilt generell: Wühlmauskörbe und andere Schutzmaßnahmen vor der Bekämpfung. Zu leicht ist der Maulwurf betroffen, den doch eigentlich niemand vertreiben will… [GTD Foto]

 

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