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Eiszeit vs. Ginkgo, Magnolie und Co...

Nur etwas Eis oder Schnee im Winter und schon kann es gefährlich glatt werden: Doch die dünnen Eisschichten, die uns heutzutage in der kalten Jahreszeit das Leben schwer machen, sind nichts gegen die Eismassen, die vor mehr als 10.ooo Jahren große Teile Europas bedeckten. Als Folge tieferer Temperaturen bildeten sich während der Eiszeiten in Nordeuropa riesige, oft hunderte Meter dicke Gletscher.

 
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03/01/2011 [#] Der Gartennewsletter: Die Gartenwoche im Überblick.

Durch Schneefall und Eisbildung wurden sie immer mächtiger, so dass sich die Eismassen mit gewaltiger Kraft von Skandinavien aus bis nach Mitteleuropa schoben: Sie hinterließen deutliche Spuren, etwa in Form der sogenannten Endmoränen. Dies sind Höhenzüge, die heute noch die Landschaft prägen. Sie sind aus den Steinen entstanden, die die gewaltigen Gletscher vor sich herschoben und die nach dem Schmelzen des Eises zurückblieben. Mit den Eismassen gelangten auch riesige Granitbrocken in Regionen, in denen diese Gesteinsart normalerweise nicht vorkam. Aus ihnen wurden zum Beispiel viele der eindrucksvollen Hünengräber in Norddeutschland gebaut.

Auch aus südlicher Richtung von den Alpen kommend schoben sich Gletscher durch Mitteleuropa: In den eisfreien Bereichen zwischen den Gletschern entstand eine Art Kältesteppe. Viele der an wärmere Temperaturen angepassten Pflanzen, die vor den Eiszeiten in Mitteleuropa gut gediehen, starben aus oder überlebten in wärmeren Regionen in Ostasien und Nordamerika.

Die großen Gebirge in Europa verlaufen von West nach Ost, von Spanien bis nach Polen: Sie bildeten eine hohe natürliche Barriere, die verhinderte, dass Pflanzen während der Eiszeiten in südliche Richtung ausweichen konnten. Nur ein Ausweichen nach Westen oder Osten war möglich. Die Situation in Nordamerika war für viele Pflanzen günstiger, denn dort verlaufen die Gebirge von Nord nach Süd. So konnten die Pflanzen dort der Kälte entkommen und später, nach dem Ende der Eiszeiten, wieder in ihre ursprünglichen Gebiete zurückkehren. Dies war zum Beispiel möglich, indem ihre Früchte oder Samen mit dem Wind oder mit Tieren dorthin gelangten.

Der Ginkgo, der als lebendes Fossil gilt, weil er schon zu Zeiten der Dinosaurier und des Urvogels Archaeopterix existierte, war vor den Eiszeiten in Mitteleuropa weit verbreitet: Er wäre wohl für immer verschwunden, wenn er nicht in einem kleinen Gebiet im Südosten Chinas überlebt hätte. Dieser Baum hat einzigartige, deutlich geaderte Blätter, die einem kleinen Fächer ähneln und sich im Herbst leuchtend gelb färben. In China gilt er als Symbol für Energie und Lebenskraft.

Der erste Ginkgo, der nach den Eiszeiten wieder in Europa wuchs, wurde wahrscheinlich um 1730 in einem botanischen Garten in den Niederlanden gepflanzt: Inzwischen ist der Ginkgo in Europa wieder weitverbreitet, denn er ist ein pflegeleichter und sehr interessanter Garten- und Parkbaum. Es gibt mittlerweile auch verschiedene Sorten, die relativ klein bleiben und so kann ein Ginkgo auch in einem kleinen Stadtgarten wachsen.

Die prachtvollen Magnolien gehören stammesgeschichtlich gesehen zu den ältesten Blütenpflanzen, denn ihre Entstehung reicht über 1oo Millionen Jahre zurück: Auch sie wurden in Europa ein Opfer der Eiszeiten. Magnolien überlebten aber in Ostasien und auf dem amerikanischen Kontinent. In China wurden Magnolien schon vor mehr als 1.ooo Jahren sehr geschätzt. Sie wuchsen dort in Tempelanlagen und wurden vom Kaiser als besondere Auszeichnung verschenkt.

Nach Europa gelangten Magnolien erst wieder im 17. Jahrhundert: Die eindrucksvollen, großen Blüten öffnen sich bei manchen Magnolien schon vor dem Laubaustrieb im zeitigen Frühjahr. Sie sind äußerst elegant geformt und haben dazu beigetragen, dass Magnolien gerne in den Garten gepflanzt werden.

Nicht nur außerhalb Europas, auch im Balkanraum gab es während der Eiszeiten noch Rückzugsgebiete für Pflanzen, die in Mitteleuropa wegen der Kälte keine Überlebenschancen hatten: Die Walnuss zum Beispiel war einst auch in Mitteleuropa heimisch. Sie überdauerte die Eiszeiten auf der Balkanhalbinsel und in Asien. Die hohe Wertschätzung des Walnussbaumes führte dazu, dass er schon in der Antike wieder nach Mitteleuropa gelangte. Seine Nutzung wurde manchmal sogar von früheren Herrschern ausdrücklich gewünscht. Kaiser Karl der Große empfahl die Pflanzung von Walnussbäumen, später setzte sich die Kaiserin Maria Theresa dafür ein, dass neben jedem Hof auch ein Nussbaum stehen sollte.

Ein anderer Baum, der einst in Mitteleuropa wuchs und in Osteuropa vor den Eiszeiten Schutz fand, ist die Serbische Fichte [Picea omorika]: Sie wurde erst 1875 in einem Gebirge in Serbien entdeckt. Mit Hilfe des Menschen gelangte sie wieder in ihr ursprüngliches Wuchsgebiet zurück. Die Serbische Fichte wird gerne wegen ihres schlanken Wuchse und der dichten, schönen Benadelung in Gärten und Parks gepflanzt. Die Nadeln sind oberseits glänzend dunkelgrün und auf der Unterseite bläulich-silbrig schimmernd.

Serbische Fichten bilden schon in jungen Jahren viele kleine Zapfen: Solange eine Serbische Fichte noch recht klein ist, eignet sie sich auch gut als Weihnachtsbaum mit Ballen, der später, nach einer Akklimatisierungsphase, in den Garten gepflanzt werden kann. Die Ursprungsform ist zwar schlank, kann jedoch sehr hoch werden. Für kleinere Gärten ist deshalb die Zwergform Picea omorika 'Nana', die nur etwa 2 Meter hoch wird, eine gute Alternative. [PdM]


Siehe auch:
- Bäume
- Ginkgo
- Ginkgo ist der Baum der Zukunft
- Magnolien
- Magnolien und Hartriegel
- Baum des Jahres 2008: Die Walnuss
- Walnuss: Baum mit edlem Holz
- Walnuss: überraschende Eigenschaften
- Lebenslänglich für Mensch und Baum
- Hausbäume
- Der Hausbaum: Ein Freund fürs Leben
- Baum und Haus

 
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