Helenium: im Bann der Sonnenbraut

Helenium: im Bann der Sonnenbraut. Warmes Rostrot, loderndes Rotorange, klares Karmin und leuchtendes Sonnengelb vereint in einem einzigartigen Flammenmeer.

Die Begeisterung kommt nicht von ungefähr: Sonnenbräute (Helenium) sind die Amazonen unter den Heiratswilligen:

  • Von heißblütig bis ungestüm,
  • von kokett bis verspielt,
  • immer aber selbstbewusst,
  • hochgewachsen, robust und
  • von herzerfrischender Fröhlichkeit

…erobern sie Gärtnerherzen und weitläufige Gärten im Sturm.

Helenium: im Bann der Sonnenbraut

Begleiter? Sind nicht zwingend notwendig, Sonnenbräute beherrschen die Rabatte auch ganz alleine.

Stolz recken sie ihre sonnengekrönten Häupter und verwandeln in träger Sommerpause verharrende Beete wochenlang in lebendige Blütenrabatten.

Wer in ihre Gunst kommen möchte, muss sich optisch an die untereinander bestens harmonierenden Farben anpassen, nicht umgekehrt.

Frühe Sorten wie die goldgelbe ‘The Bishop’ erblühen bereits Anfang Juni, die Hauptsaison erstreckt sich aber von Juli bis in den September hinein, ehe das Heleniumjahr mit späten Sorten wie ‘Rubinzwerg’ ausklingt.

Temperamentvolle Schwestern

Zahlreiche neuere Sorten bereichern das Sortiment. Um die Jahrtausendwende entstandenen Sorten wie ‘Luc’ und ‘Rauchtopas’.

‘Luc’ wird um die 120 Zentimeter hoch und blüht in einem sehr schönen Orangeton.

‘Rauchtopas’ hat in der Sichtung am besten abgeschnitten und ein tolles Farbenspiel.

Ihre gelben Zungenblüten wellen sich an den Rändern leicht nach oben, wodurch die rotbraunen Unterseiten der Blütenblätter aufblitzen.

Partnerwahl und Lebensstil

Sonnenbräute sind in der nordamerikanischen Prärie beheimatet, entsprechend eignen sich als Pflanzpartner beispielsweise Präriegräser wie:

  • Rutenhirse (Panicum virgatum),
  • Goldbartgras (Sorghastrum nutans) oder
  • Bartgras (Andropogon gerardii),

…aber auch von ähnlichen Standorten stammende Blütenstauden wie Indianernesseln (Monarda), Virginischer Ehrenpreis (Veronicastrum) oder Sonnenhut (Rudbeckia).

Wichtig ist vor allem, dass der Boden nahrhaft und eher feucht als trocken ist, denn am Naturstandort wächst Helenium auf sumpfigen Böden oder an Gewässerrändern.

Sandige Böden muss man daher mit viel Kompost verbessern.

Pflege und Tipps

Neben ausreichend Wasser freuen sich die vitalen Stauden zum Frühjahrsaustrieb über etwas Blaukorn nach Packungsanleitung, dann werden sie von Jahr zu Jahr schöner und größer, ohne lästige Ausläufer zu treiben.

Teilen ist normalerweise frühestens nach fünf Jahren notwendig.

Nicht zu früh zurückschneiden, da die Pflanzen sonst vor dem Winter erneut austreiben und frostanfällig werden.

Sonnenbräute die im Vordergrund stehen oder auch nur einzelne Triebe im Mai um ein Drittel bis die Hälfte zurückschneiden.

An den gekürzten Trieben entwickeln sich die Blüten später und schaffen gleichzeitig eine abwechslungsreiche Höhengestaltung im Beet. [BdS]

 

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