Igel durch den Winter bringen

Wie kann man Igel durch den Winter bringen? Was tun, wenn man einen Igel im Garten gefunden hat? Wie sollte der Lebensraum für Igel im Garten gestaltet sein?

Igel brauchen eine Menge Nahrung

Rund 200 Gramm Nahrung nimmt ein Igel von April bis Oktober tagtäglich auf: Die Sommersaison ist kurz, und vor dem Winterschlaf soll Speck auf die Rippen. Auch die Fortpflanzung muss zwischen Mai bis September erledigt sein.

Etwa fünf bis acht Junge umfasst ein Igelwurf und es sind speziell die kleinen Septemberkinder, welche die kritische Gewichtsmarke von mindestens 600 Gramm Körpergewicht vor Wintereinbruch oft noch nicht erreicht haben.

Igel durch den Winter bringen

Ausgewachsene Igel müssen mindestens 1.000 Gramm auf die Waage bringen, um die kalte Jahreszeit unbeschadet überleben zu können. Für unterernährte Tiere besteht die Gefahr, im Winterschlaf zu verhungern.

Von sieben Jungigeln überleben den Winter wegen Nahrungsmangel meist nur zwei. Wer im Herbst untergewichtige Igel findet, kann sich im Internet informieren – zum Beispiel bei Pro Igel e.V. -, wie er die Tiere zuverlässig aufpäppelt und sie ziemlich sicher über den Winter bringen kann.

Hilfe für den Igel im Garten

Hierzulande gilt der Igel als ein Symboltier des naturnahen Gartens. Im Englischen heißen sie übrigens hedgehogs, zu Deutsch: Heckenschweine.

Das verweist auf ihre Angewohnheit, ihren hauptsächlichen Lebensbereich auf der Suche nach Futter grunzend und schmatzend zu durchstöbern.

Es sind aber genau diese üppigen Heckenareale am Waldrand, in der Landschaft und in der eigenen Gartennachbarschaft, die aus Gründen der Pflegeleichtigkeit immer weniger werden.

Es gibt kaum noch Reisighaufen, unter denen die Säugetiere ihre Jungen sicher gebären können und wo hinein sie sich zum Winterschlaf zurückziehen könnten.

Keine dicken Laubschichten, die sie mit ihrem rüsselspitzen Schnäutzchen nach für sie leckeren Viechereien durchstöbern könnten.

Eine Zufütterung durch den Menschen bedeutet Ernährungssicherheit und wird von vielen wilden Gartentieren zunehmend häufig gebraucht. Sie sollte allerdings nur eine Ergänzung zu natürlichen Futterquellen sein. [Welzhofer, GTD Foto]

 

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