Dachbegrünung für mehr Artenschutz

Dachbegrünung für mehr Artenschutz: Dächer von Carports, Garagen, Gartenschuppen und Wohnhäusern zu begrünen, liegt im Trend!

Wo Hausgärten immer kleiner werden, bilden Dachflächen eine willkommene Erweiterung des grünen Wohnzimmers.

In luftiger Höhe finden farbenfrohe Wiesen für Schmetterlinge und Bienen, aber auch Kräutergärten ihren Platz.

Dachbegrünung für mehr Artenschutz

Leuchtende Kornblumen und duftende Thymiansträucher auf dem Garagendach, in denen sich Schmetterlinge und Bienen tummeln.

Ein Stockwerk tiefer Kinder, die im Garten auf dem Klettergerüst spielen, so kann eine gute Nutzung der Außenanlage eines Wohnhauses aussehen.

Denn die Zeiten, in denen unter Dachbegrünungen hauptsächlich Sedumwüsten verstanden wurden, sind längst vorbei.

Moderne Dachbegrünungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz, einem gesunden Klima in Städten und bilden grüne Oasen, in denen Insekten einen Lebensraum finden und Menschen Kräuter für die Küche ernten können.

Begrünung für mehr Artenschutz

Das auf ökologische Techniken und Materialien spezialisierte Unternehmen re-natur im schleswig-holsteinischen Ruhwinkel gehört in Deutschland zu den Pionieren in Sachen Dachbegrünung und setzt auch hier auf Nachhaltigkeit:

Im firmeneigenen Kräuterpark haben der Entomologe Dr. Helmut Haardt der Gartenbauingenieur Sören Ruge eine Saatmischung für bewachsene Dächer entwickelt, auf die Wildbienen und Schmetterlingen im wahrsten Sinne des Wortes fliegen.

Durch die intensive Land- und Forstwirtschaft und den Flächenverbrauch des Menschen werden die natürlichen Lebensräume von Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten seit Jahrzehnten mehr und mehr zerstört.

Die Tiere werden obdachlos und finden keine Nahrung mehr.

Die Dachsaatmischung von re-natur bietet Wildbienen und Schmetterlingen Nektar und den vom Aussterben bedrohten Schmetterlingsraupen geeignete Futterpflanzen.

Der positive Nebeneffekt: Neben duftenden, farbenfrohen Blumen enthält die Saatkombination auch viele Wildkräuter und essbare Pflanzen, die wunderbar in der Küche eingesetzt oder als Heilpflanzen genutzt werden können.

Bienenweide auf dem Dach

So ziehen zum Beispiel der kriechende Thymian [Thymus praecox] und der Feldthymian [Thymus pulegioides] die Nachtfalter Purpur- und Thymian Widderchen an.

Sie schmecken als Gewürz genauso gut, wie der mediterrane Thymian.

Die Blüten der Kornblume liefern Wildbienen wertvollen Nektar und sind darüber hinaus eine hübsch aussehende Zugabe zu jedem Salat.

Auch Schafgarbe und Hauhechel sind in der Dachsaatmischung von re-natur zu finden.

Erstere gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Welt und gilt als Bauchwehkraut.

Außerdem eignen sich die Schafgarbeblättchen sehr gut für die Wildkräuterküche.

Die Hauhechel ist ein rosa blühender, duftender Schmetterlingsblütler, in dem sich Bläulinge wohlfühlen.

Bei entzündlichen Harnwegsinfekten wird die Hauhechel gern als Tee eingenommen und entfaltet so ihre heilende Wirkung.

Insgesamt vereint die Saatmischung für das Dach 50 Blumen und Kräuter. 20 Gramm sind ausreichend für 10 Quadratmeter Dachfläche.

Je nach Größe des Daches können auch größere Mengen geordert werden.

Dachbegrünung

Das bewachsene Dach lockt nicht nur Insekten und Nützlinge in den Garten und fördert ein gutes Klima im urbanen Raum, sondern reguliert auch Hitze und Kälte im darunterliegenden Gebäude.

Sie schützt das Dach vor Versprödung und speichert viel Regenwasser, wodurch sich für Hausbesitzer die Versiegelungsabgabe reduziert.

Da Dachbegrünungen so viele positive Effekte haben, werden sie von immer mehr Städten und Gemeinden öffentlich gefördert.

Gründachstrategie: Hamburg

Im Zuge der 2014 beschlossenen Gründachstrategie werden Dachbegrünungen in Hamburg ab Januar 2015 direkt durch öffentliche Zuschüsse und indirekt durch die Gebührenreduktion bei der Splittung der Abwassergebühr bezuschusst.

Bis 2020 stellt die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt für das Förderprogramm drei Millionen Euro zur Verfügung.

Aufgrund der Rückhaltefunktion von Wasser wird darüber hinaus die Niederschlagswassergebühr für Gründachflächen ab einem Substrataufbau von 5 Zentimeter um 50 Prozent gemindert.

Dachbegrünung fast überall

Für eine Dachbegrünung sind alle Bauwerke geeignet, die über ein Flachdach mit ausreichender Lastreserve verfügen.

Werden Carports, Garagen, Schuppen oder Wohnhäuser neu gebaut, kann das bewachsene Dach problemlos bei den statischen Berechnungen eingeplant werden.

Bei bestehenden Bauwerken können Zimmerleute die Statik prüfen und unter Umständen notwendige Anpassungen vornehmen.

Firmen wie re-natur unterstützen Grundstückeigentümer bei der Planung und dem Bau ihrer Dachbegrünung und übernehmen neben der Bepflanzung auch die Abdichtung, die Entwässerung und das Aufbringen der Substratschicht, in der die Pflanzen gedeihen. [RN, Foto]

 

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