Seerosen im Teich: immer ein Hingucker

Seerosen im Teich sorgen für eine besondere Atmosphäre. Nebelschleier schweben über dem Röhricht. Ein Frosch verharrt reglos auf dem tauglänzenden Seerosenblatt. Noch ruht die Welt, nur ein Teichrohrsänger durchbricht vom ersten Sonnenlicht animiert die morgendliche Stille.

Und dann, ganz allmählich, offenbart sich das Wunder der Nymphaea: Wie von Zauberhand öffnen sich allüberall auf der Wasserfläche Blütensterne von solcher Pracht und Anmut, dass selbst der muntere Teichrohrsänger das Schauspiel nicht stören mag.

Seerosen im Teich

Sie machen es einem aber auch leicht, sie zu lieben, die Nymphaea, wie der botanische Name der Seerosen lautet.

Schön in ihre Symmetrie, unfassbar rein in ihrer Wirkung und dank der klaren Farben weithin sichtbar, schmücken die eleganten Blütenkronen die Wasseroberfläche je nach Sorte zwischen Anfang Mai und dem ersten Frost.

Was viele Menschen nicht wissen: Die einzelne Seerosenblüte hält nur drei bis fünf Tage, danach zieht sie sich unter die Wasseroberfläche zurück. Aber da sich immer neue Blüten bilden, fällt das kaum auf.

Was Gartenbesitzern hingegen immer wieder auffällt, ist die streng am Sonnenstand ausgerichtete Blütezeit im Tagesverlauf.

Die meisten Sorten blühen von 10 bis 15 Uhr, wer immer erst um 16 Uhr von der Arbeit nach Hause kommt, bekommt dann schnell den Eindruck, seine Seerose blühe nie. Das ist nur einer der Gründe, weshalb man sich vor dem Kauf beraten lassen sollte.

Die passenden Seerosen für jeden Zweck

Denn es gibt sie ja, die Bandbreite an Sorten: früh im Jahr blühende, spät im Jahr blühende, Frühaufsteher und bis in die Nacht blühende.

Und natürlich sowohl schwachwachsende als auch ausgesprochen wüchsige Sorten. Wunderschön und robust sind sie alle, wenn man die für den jeweiligen Zweck passende Sorte auswählt.

Der besondere Zauber von Seerosen entsteht in der Korrespondenz mit der spiegelnden Wasseroberfläche. Für eine optimale Gesamtwirkung sollten die Seerosenblätter daher lediglich ein Drittel des Teichs bedecken.

Für Besitzer kleiner Gärten bedeutet das: gezielt schwachwüchsige Sorten auswählen, etwa die bewährte weißblühende Walter Pagels, die sich für Wassertiefen von 20 bis 50 Zentimeter eignet.

Sie benötigt in der Fläche gerade mal einen halben bis einen Quadratmeter und hat für eine schwachwüchsige Seerose recht große Blüten mit immerhin bis zu zehn Zentimetern Durchmesser. Außerdem ist die Fernwirkung sehr gut.

Seerosen auch im Halbschatten

Als eine der attraktivsten Sorten für größere Teiche empfiehlt er Sunny Pink, deren Blütenfarbe zwischen zartem Rosa, Apricot und warmem Gelborange changiert.

Räumt man ihr mindestens zwei Quadratmeter Wasseroberfläche ein, garantieren die bis zu 20 Zentimeter großen Blütenschalen Seerosenzauber.

Die absoluten Minis im Sortiment für Seerosen im Teich sind die gerade mal 2,5 bis 5 Zentimeter großen Blüten der Art Nymphaea tetragona.

Diese weißblühende Art eignet sich optimal für kleine Teiche, sogar im Kübel, und blüht im Gegensatz zu den meisten Seerosen auch im Halbschatten zuverlässig.

Man sollte die ohnehin begrenzte Wasserfläche nicht noch durch Rohrkolben oder ähnliche Wasserpflanzen verkleinern. Mit Gräsern außerhalb der Wasserfläche erzielt man einen ganz ähnlichen, wunderschönen optischen Effekt. [BdS, GTD Foto]

 

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