![]() |
NEWS » Bäume pflanzen |
Bäume pflanzenDie kühlen Nächte und noch warmen Tage bei intensiver Sonneneinstrahlung führen zu dem Farbenspiel, das man in den USA und in Kanada als "Indian Summer" bezeichnet: Dort sind es vor allem die vielen Ahornarten, die sich von Grün nach Gelb, Orange, Rot und Braun verfärben und bis zum Blattfall die Wälder an der amerikanischen Ostküste verzaubern. So schön sie auch ist, die Herbstfärbung läutet den Winter ein und ist sichtbares Zeichen eines pflanzentypischen Prozesses. Der Abbau des Chlorophylls, das für das Blattgrün verantwortlich ist, lässt dann in verschiedenen Stufen andere Farbstoffe sichtbar werden, zum Beispiel die roten Carotinoide oder die gelben Flavonoide. Die Gehölze lagern die Wertstoffe aus ihren Blättern ein, um im nächsten Frühjahr wieder neu auszutreiben, natürlich grün! |
|
31/10/2012 [#] Der Gartennewsletter: Die Gartenwoche im Überblick. Der Laubfall ist eine Vorsorgemaßnahme der Natur: Da im Winter die Wasserversorgung der Laubbäume schwierig wird - das Wasser im Boden ist dann gefroren und kann von den Pflanzen nicht aufgenommen werden - verringern sie mit dem Laubabwurf ihre Wasserverluste. Immergrüne Pflanzen, wie beispielsweise Rhododendren, Buchsbäume oder die meisten Nadelbäume, haben andere Strategien entwickelt, um die Verdunstung im Winter gering zu halten: zum Beispiel durch eine dicke Wachsschicht oder indem sie die Blattoberfläche durch Einrollen verkleinern. Da die Verdunstung von Wasser der Motor des Pflanzenstoffwechsels ist, sind mit dem Laubfall auch das Wachstum und die meisten biochemischen Prozesse stark reduziert. - Ganz anders tief im Boden: Solange die Erde nicht hart gefroren ist, sind die Pflanzen unterirdisch höchst aktiv. Die Wurzeln wachsen weiter. Das ist der Hauptgrund, warum die Profis in den Baumschulen im Herbst pflanzen! Sie sichern sich damit einen Vorsprung für das nächste Jahr, denn wenn die Gehölze über Winter bereits neue Feinwurzeln gebildet haben, können sie bei den ersten warmen Tagen im Frühling schneller und besser an- und weiterwachsen. Jeder Pflanzenkäufer interessiert sich für den Wuchs seiner Wunschpflanze: Die meisten Gartenbesitzer denken dabei in erster Linie an das, was sie sehen - Äste und Zweige. Baumschuler dagegen denken zuerst an die Wurzeln, denn eine Pflanze kann nur so gut wachsen, wie sie von unten versorgt wird. Dafür braucht sie ein gesundes, verzweigtes, stabiles Wurzelwerk mit möglichst vielen Feinwurzeln. Das gilt für Pflanzen, die im Freiland wachsen ebenso wie für Pflanzen, die im Topf gezogen sind. Deshalb sind das regelmäßige Umpflanzen oder Umtopfen in Baumschulen wichtige Maßnahmen, die die Qualität der Gehölze sicherstellen: Mit jedem Umpflanzen wird die Pflanze gezwungen, neue Feinwurzeln zu bilden. So entwickeln die Gehölze in der Baumschule kompakte Wurzelballen, sind also relativ leicht zu handhaben und bieten vor allem beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Anwachsen am neuen Standort, beispielsweise im privaten Garten. Zwar kann man heute die so genannten Containerpflanzen - Bäume und Sträucher im Kunststofftopf - ganzjährig pflanzen, aber die beste Pflanzzeit ist immer noch der Herbst: In Baumschulen werden jetzt, solange der Boden nicht gefroren ist, Gehölze umgepflanzt oder neue Quartiere angelegt. Heckenpflanzen und junge Alleebäume werden im Herbst "wurzelnackt", das heißt ohne Wurzelballen in langen Reihen aufgepflanzt und bilden dann über den Winter neue Wurzeln für einen starken Austrieb im nächsten Frühjahr. In der Baumschule werden Bäume und Sträucher im Durchschnitt etwa alle zwei bis drei Jahre umgepflanzt. Eine vier bis fünf Meter hohe Linde, die im Privatgarten als Hausbaum gepflanzt werden soll, ist also in der Baumschule mindestens viermal verpflanzt worden. Auf dem Pflanzenetikett wird in der Regel der so genannte "Verpflanzstatus" als ein entscheidendes Qualitätsmerkmal angegeben: "4xv" bedeutet "viermal verpflanzt" und gibt gleichzeitig Auskunft über das ungefähre Alter des Baumes. Neben dem Verpflanzstatus wird bei Bäumen der Stammumfang in ein Meter Höhe angegeben: "25-30" bedeutet dann, dass der Baumstamm in einem Meter Höhe fünfundzwanzig bis dreißig Zentimeter Umfang hat. Je dicker, umso älter und auch umso wertvoller - es gibt Baumschulen in Deutschland, die sehr große und alte Bäume pflanzfähig halten, indem sie sie immer wieder verpflanzen. Dafür ist natürlich großes Gerät notwendig, aber wenn zum Beispiel in einer Allee oder in einem Park ein großer Baum ausfällt, ist eben auch großer Ersatz notwendig. In den Baumschulen werden im Herbst auch verkaufsfertige Pflanzen gerodet und für den Verkauf vorbereitet. Am besten ist es, wenn die Pflanzen nach dem Roden möglichst bald in den Gartenboden kommen: Der Ballen ist noch feucht, die Pflanze ist nur wenig bewegt worden und wächst zügig an. Auch weil es im Herbst meist hohe Niederschläge gibt, bevorzugen Profis die Herbstpflanzung: Nach dem Angießen ist die weitere Wasserversorgung am neuen Standort dann zumeist kein Problem. Da viele Gehölze dann kein Laub mehr haben, ist die Verdunstung der Pflanzen ohnehin niedriger als im Frühjahr oder gar im Sommer. Noch ein Vorteil ist die größere Auswahl: Mit dem Herbst beginnt die offizielle Verkaufssaison, dann bieten die Baumschulen besonders breite Gehölzsortimente an. Selbstredend, dass die schönsten Pflanzen zuerst verkauft werden - für viele Gartenbesitzer ist auch das ein Grund, warum sie die Zeit des "Indian Summer" nicht nur für ausgiebige Waldspaziergänge, sondern auch als die beste Pflanzzeit nutzen. [BdB]
Mitte Oktober legte S.E. Paul Arkright, Botschafter des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, gemeinsam mit dem Keukenhof letzte Hand an das Blumenmosaik von Big Ben und Tower Bridge: Das Mosaik mit einer Größe von 13x22 Metern besteht aus rund 60.ooo Blumenzwiebeln. Sein Farbenreichtum wird im Frühjahr 2013 in voller Blütenpracht zu sehen sein. ...mehr Was wäre Bad Bevensen ohne seinen organisch gewachsenen und naturnah gestalteten Kurpark? Jetzt bereichern zwei neue Rosenzüchtungen das weitläufige, 12 Hektar große innerstädtische Parkareal. Drei von rund 12o Rosenstöcken der Neukreationen Elbjuwel und Sonnenwelt wurden wurden eigens für die Internationale Gartenschau Hamburg [IGS 2013] gezüchtet und erstmals im Kurpark gepflanzt. ...mehr |
GARTENTECHNIK.DE » News » Bäume pflanzen |