Gartenfestival Schloss Branitz 2014

Am 17. und 18. Mai findet das vierte Gartenfestival Schloss Branitz 2014 in der Historischen Schlossgärtnerei statt. Es lädt unter dem Jahresthema Fürst Pückler und das junge Gemüse zum sinnreichen Flanieren, Genießen, Gestalten und Kaufen ein.

Der Frühling zeigt seine Vorboten und schon werden erste Inspirationen für den heimischen Garten gesucht. Es wird derzeit geplant, gesät, verschnitten und beobachtet.

Gartenfestival Schloss Branitz 2014

Beste Anregungen und Expertentipps finden Gartenliebhaber beim Gartenfestival Schloss Branitz 2014.

In Anlehnung an Fürst Pücklers Gartenkultur und die historische Nutzung der Schlossgärtnerei bieten Züchter, Baumschulen, Erzeuger, Gärtnereien und Händler vielfältige Nutz- und Zierpflanzensortimente ergänzt von Praktischem und Schönem für den Garten.

Einmal im Jahr bekommt der Gärtner alles, was sein Herz begehrt: Gemüsepflanzen, Raritäten, Kräuter- und Heilpflanzen, Frucht- und Ziergehölze, Alpine, Oleander und Zitrus, Orchideen, Wasserpflanzen, Hortensien, Formgehölze, Staudensortimente sowie Gartenaccessoires.

Das Rahmenprogramm bietet Gondel- und Kutschfahrten, Gartenkonzerte, Gärtnern für Kinder sowie Führungen mit Parkinspector Wecke.

Bei Händler- und Stiftungsvorträgen erfahren die Besucher Wissenswertes über Gartengestal- tung, Fürst Pücklers Reisen und Frauen sowie seine Gartenkunst und Tafelfreuden.

Fürst Pückler

Fürst Pückler war eine schillernde Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts und einer der größten europäischen Gartenkünstler, Dandy, Frauenheld, Reiseschriftsteller, geistreicher Gesellschafter und Liebhaber auserlesener Speisen.

Im Mai 1815 begann Pückler mit der Schaffung des Muskauer Parks: Er gestaltete die Natur ganz nach seinen Vorstellungen – so wurde die Neiße umgeleitet, Seen angelegt sowie Hügel und Berge geschaffen.

Hermann Fürst von Pückler-Muskau verschuldete sich durch seine Parkvisionen und seinen Lebenswandel.

1846 begann er mit der Gestaltung des Branitzer Parks. Der Branitzer Park gilt heute als letzter großer Landschaftspark des 19. Jahrhunderts, an ihm arbeitete Pückler bis zu seinem Lebensende.

Park und Schloss Branitz

Ausgehend vom Schloss begann der Fürst mit Gestaltungsarbeiten: Er versetzte ganze Gehöfte, baute Pyramiden, formte Hügel und Wasserläufe, pflanzte Beete, Sträucher und Bäume und bezog Architektur und Skulpturen in die Gesamtgestaltung mit ein – ein Großteil der Agrarlandschaft wurde zu einen ästhetischen Landschaftspark umgeformt.

Der grüne Fürst schuf in seinem Park Ein- und Ausblicke: eine „Bildergalerie“, die seine „Lebensreise“ widerspiegelt. In seinem Alterssitz Branitz veranstaltete Fürst Pückler die legendären Branitzer Tafelrunden und seinen Gästen ließ die Hausordnung auf Schloss Branitz „jede Freiheit“.

Der Branitzer Park ist als ein zonierter Landschaftspark mit gestalterisch differenzierten Parkbereichen angelegt. Von Außen nach Innen erfährt der Besucher die gestalterische Verdichtung des Parks.

Durch meisterhafte Gruppierung der Gehölze, die Gestaltung des künstlichen Reliefs und die geschickte Wegeführung schuf Fürst Pückler mit dem Park eine bildhafte Raumwirkung, die sich dem Besucher als ein dreidimensionales Landschaftsbild darbietet.

Historisch Schlossgärtnerei

Erste Belege für eine gärtnerische Nutzung des Gutes Branitz stammen von Ende des 17. Jahrhunderts, als es in den Besitz der Familie Pückler gelangte.

Rings um das Schloss waren Küchengärten, Obstgärten, ein Lustgarten sowie der Bürgergarten angeordnet.

Ab 1784 residierte die Familie Pückler in Muskau, das Gut Branitz war verpachtet: Nach Verkauf des Muskauer Besitzes 1845 kehrte Hermann Fürst von Pückler-Muskau nach Branitz zurück.

Zur Gestaltung des Parks mussten Anzuchtflächen für Blumen und Stauden, eine Baumschule und Gewächshäuser geschaffen werden.

Nach Pücklers Tod 1871 übernahm sein Stiefcousin Graf Heinrich von Pückler Schloss und Park Branitz. Er wandelte die Schlossgärtnerei in eine Handelsgärtnerei um, sodass sie nicht mehr ausschließlich der Versorgung von Schloss und Park diente.

Seit 1993 ist die Schlossgärtnerei im Besitz der Stadt Cottbus und dient heute als Gärtnerstützpunkt und Betriebshof des Parks.

 

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