Gärtnerinnen machen alles im Garten!

Im Garten ergreifen Frauen die Initiative, entwickeln kreative Ideen und wenden sich auch an Profis: Im Garten dominieren Gärtnerinnen alles Grüne, Gärtner vor allem die Technik. Die Rollen im Garten sind in gewisser Weise noch traditionell verteilt. Warum eigentlich?

Technikärgernisse

Im Alltag unserer Urgroßeltern und Großeltern gab es noch feste Geschlechterrollen: Männer gingen zur Arbeit und hatten auch zu Hause das Sagen, Frauen waren zuständig für die drei K [Kirche, Küche, Kinder] und niemand hätte ihnen zugetraut, je ein Auto fahren zu können.

Diese Rollen sind heute längst vergessen: mehr denn je bestimmt Technik, vor allem elektronisches Gerät, unseren Alltag vom Aufstehen bis zum Zubettgehen. Dennoch, ganz gleich sind Männer und Frauen offensichtlich auch heute noch nicht.

Laut einer repräsentativen Umfrage der Bitcom brauchten 40 Prozent der Menschen Hilfe beim Anschließen und Einrichten elektronischer Geräte: Jeder vierte Mann und mehr als die Hälfte aller Frauen kam mit neuen Geräten nicht gut zurecht.

Traumgarten und Gartenruhe

Den Traumgarten stellen sich die meisten so vor: viele blühende Pflanzen, mindestens einen stattlichen Baum, am liebsten einen Teich und gemütliche Sitzplätze. 08/15-Gärten mit Hecke zur Straße, Blumenbeet vor dem Haus und Rasen dahinter sind nicht gefragt.

Die meisten Gartenbesitzer verbinden mit dem eigenen Garten einen Rückzugsraum, in dem sie sprichwörtlich ihre Ruhe haben können.

Selbst wer ansonsten den ganzen Tag online verbringt, ist im Garten häufig ohne Mobiltelefon anzutreffen.

Draußen sitzen, im Schatten eines Baumes Zeitung zu lesen oder Kaffee zu trinken, mit der Familie oder gerne auch mal ganz alleine die Ruhe zu genießen, ist für viele Menschen der Inbegriff von Gartenvergnügen.

Auch, den Garten als sozialen Raum zu nutzen, in den man einlädt, um abends mit Freunden zusammen zu sein, ist erstrebenswert. Klar, dass dies auch Anforderungen an die Gartengestaltung und den Pflegezustand stellt.

Gärtnerinnen: keine Angst vor Technik!

Udo Weilacher, Professor für Landschaftsarchitektur an der Universität München, stellt fest:

„Sogar in der professionellen Gartengestaltung sind Gärtnerinnen mehrheitlich diejenigen, die Pflanzen kultivieren, Blütenfarben komponieren, ganze Gärten choreografieren – und Gärtner eher diejenigen, die gern Gartentechnik einsetzen: Hier bauen wir eine Mauer! Da pflastern wir einen Weg! Dort pflanzen wir einen Baum!“

Diese offensichtlich geschlechtsspezifischen Unterschiede setzen sich im privaten Garten nahtlos fort:

Männer interessieren sich besonders für die Technik: Wassersparende, automatische Bewässerung aus unterirdisch verlegten und natürlich versenkbaren Beregnungssystemen, ein ausgefeiltes Lichtkonzept, das den Garten nicht nur beleuchtet, sondern gestaltet, das sind seine Themen.

Nicht zu vergessen die Rasenpflege: Wenn der Garten groß genug ist, kann Mann sich endlich einen großen Aufsitzmäher in die Garage stellen. Im besten Sinne aufregend sind für viele auch die autarken Mähroboter, die ohne erst zu fragen, still und leise den Rasen mähen, wenn es notwendig ist.

Dabei hat sich die Gartentechnik in den letzten Jahrzehnten massiv verändert: Gerade die Akkugeräte vereinfachen die Nutzung und Wartung. Niemand, ob Gärtnerinnen oder Gärtner, braucht heute noch Angst vor Technik zu haben. [Und das gilt übrigens auch für alle andere Technik!] [BGL, GTD Foto]

 

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