BuGa 2023 und Spinelli Baracks

Mit unendlich vielen Ideen für die BuGa 2023 und Spinelli Baracks haben sich die Bürgerinnen und Bürgern Mannheims in Bürgerplanungsgruppen zusammengefunden, um ihre Stadt mit der Quartiersentwicklung auf dem ehemaligen Kasernengelände weiterzuentwickeln.

BuGa 2013 und Spinelli Baracks

Fünf Marken und konkrete Projekte sind das Ergebnis eines bürgerschaftlichen Prozesses, der die Stadt und ihre Bewohner nachhaltig verändern wird.

Diskussion und Beschlüsse können stellvertretend dafür angesehen werden, was Bürger auch in anderen Städten bewegt und durch BuGa und IGA in Bürgergruppen angestossen wird.

Die verabschiedeten Eckpunkte werden beim Ergebnisforum am 05. April 2014 zusammen mit den Ergebnissen der drei weiteren Planungsgruppen der Öffentlichkeit vorgestellt und fließen nach einem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss in den Ideenwettbewerb für die BuGa 2023 und Grünzug Nordost ein.

BuGa 2023: freies Freiland

Aus dem letzten Protokoll der Planungsgruppe zum Spinelligelände, der Konversionsfläche, die für die Bundesgartenschau 2023 vorgesehen ist, ging es vor allem um die Generalfrage: „Wie frei muss Freiland sein?„, um der geplanten Kaltluftschneise Raum zu lassen.

Alles, was die Frischluftschneise einschränke, zum Beispiel bauliche Einrichtungen, Wege, Befestigungen, gehe auf Freiland nicht. Wenn, dann dürfe auch die Bodennutzung nur temporär – zur Zeit der Bundesgartenschau – stattfinden.

Wichtig sei, festzuhalten, dass die in der letzten Arbeitssitzung genannten Strukturen auf Freiland [Gehölze etc.] im Sinne des Frischluftzuges am Rande des Freiraums linienhaft sein sollten, um den Luftstrom nicht zu durchbrechen.

Der Vorschlag der Planungsgruppe lautet daher:

  • Die Frischluftschneise soll ab der Engstelle Talstraße/Rott [409 Meter] mindestens 600 Meter umfassen und daher den Abriss aller Hallen und keine Nordbebauung vorsehen.
  • Das circa 30 ha große östliche Gebiet von Spinelli soll als „Freiland“ erfahrbar und wandelbar nutzbar sein. Die ursprüngliche Landschaft aufgreifend, können klimaökologisch verträgliche Sanddünen als gestalterisches Element einbezogen werden.
  • Ein wesentliches Element auf Freiland Spinelli sind Bewegungs- und Freizeitflächen für alle Generationen. Hierzu sollen auf Teilflächen offene Angebote wie Sand- und Wiesenflächen, naturbelassene Flächen zur Bewegung, zum Spiel, zum Lernen, aber auch zur Stille und Ruhe durch entsprechende Gestaltung einladen. Diese können Naturmaterialien oder Geräte aus naturnahen Materialien enthalten und sollen der Landschaft angepasst sein.
  • Freiland Spinelli sollte gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Ein Fuß- und Radwegenetz kann die vorhandenen Wegeflächen nutzen und muss im Sinne eines Netzes mit dem Grünzug Nordost und dem Bürgerpark verbunden werden, auch durch Ausschilderung und Kilometer-Angaben für Fußgänger.
  • Nutzungselemente für Trendsportarten [Skateboard, Parcourstraining etc.] können gemeinsam mit den Sportlern aus Recycling-Materialien der Kasernen entwickelt und entlang des Wegenetzes oder des vorhandenen Straßennetzes angeordnet werden.
  • Im Wesentlichen sollen die Flächen auf Freiland Spinelli frei zugänglich sein und von BürgerInnen, Vereinen und Initiativen in Eigenverantwortung genutzt werden. Hierzu soll die fortwährende Beteiligung von BürgerInnen, von Kindern, von Jugendlichen an der Entwicklung und Gestaltung der Flächen ermöglicht werden. Wichtig ist eine Anbindung der angrenzenden Stadtteile. Die Stadtverwaltung sollte die Rahmenbedingungen entwickeln. Im Südosten soll die sanitäre Infrastruktur, die Nutzung von Räumen im Gebäudebestand auch für Kinderbetreuung und für Treffpunkte für alle Generationen ermöglicht werden.
  • Die Zwischennutzung von Flächen soll temporäre und experimentelle Angebote, Raum für Wandelbares und Eigenes auf ausgewiesenen Flächen insbesondere für Kinder, für die Jugend, für die Kulturschaffenden und KünstlerInnen ermöglichen. Die Zwischennutzungen durch temporäre Trägerschaften sollen sicherstellen, dass die Flächen auch zukünftig veränderbar und durch neue AkteurInnen nutzbar bleiben.
  • Es sollen Flächen für urbanes Gärtnern und extensive Weidewirtschaft ausgewiesen werden. Sie können von nachbarschaftlichen, genossenschaftlichen sowie sozialen und kirchlichen Initiativen [beispielsweise auch für Demenzgärten] zum Gärtnern und für Selbsterntefelder genutzt werden.
  • Mit der Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs soll im Nordwesten auf Käfertaler Seite eine Randbebauung vorbereitet werden. Diese soll in Bezug auf Material und Bauweise ökologisch und energetisch zukunftsweisend sein. Die Bauformen müssen sich in den Grünzug einfügen [zum Beispiel Erdhügelrundhäuser] und einen ausgewogenen Nutzungsmix aus Wohnen, Leben und Kultur ermöglichen. Familien sollen hier ebenso einen Platz finden wie gemeinschaftlich finanzierte Generationenhäuser.
  • Im Südosten soll kein Betriebshof entstehen, da dies ein vermehrtes Verkehrsaufkommen bedeutet und eine Anbindung der Talstraße an das Spinelli-Gelände erschwert. Ein Grünhof ist möglich.
  • Lineare Strukturen zum Biotopverbund sind auf Freiland zu entwickeln, sowohl was Amphibiengewässer als auch Gehölzstrukturen betrifft.

[DBG, MA Foto]

 

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