Krakau: Europäische Stadt der Bäume 2013

Die Stadt, die als eine der schönsten Polens gilt, wurde für ihr Grün ausgezeichnet: Krakau, Europäische Stadt der Bäume 2013 [European-City-of-the-Trees-Award – ECOT]

Neue Impulse für die Begrünung von Städten und für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Stadtbäumen gehen von der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Europäischen Rates für Baumpflege [European Arboricultural Council, EAC] aus, die in Krakau, Polen, stattgefunden hat.

Krakau: Europäische Stadt der Bäume 2013

Der kroatische EAC-Präsident Tomislav Vitković begrüßte über 40 Teilnehmer in dem aus dem 14. Jahrhundert stammende Krakauer Rathaus.

Stanislaw Styczynski, Präsident des polnischen EAC-Mitgliedsverbandes Miedzynarodowe Towarzystwo Uprawy i Ochrony Drzew, hieß die Teilnehmer des Kongresses herzlich willkommen.

Egbert Roozen vom niederländischen Verband VHG Vakgroep Boomverzorging überreichte als Repräsentant der Stadt Amsterdam, die im vergangenen Jahr die Auszeichnung zur Europäischen Stadt der Bäume erhalten hatte, der Krakauer Vize-Bürgermeisterin die ECOT-Urkunde und die ECOT-Fahne.

Krakau: eine grüne Stadt

Der Vorsitzende der EAC-Arbeitsgruppe ECOT, Jan Goevert, würdigte die Leistungen der Stadt Krakau bei der Stadtbegrünung.

Am meisten beeindrucke ihn die gelungene Umwandlung des einst negativ von der Schwerindustrie geprägten Krakauer Stadtbezirks Nowa Huta in eine vorbildliche Wohngegend mit Baumalleen und kleinen Parks.

Wie viel der Stadt an gesundem Grün liegt, zeigte sich bei einem Rundgang der Kongress-Teilnehmer. Sie waren besonders von einem neu angelegten Park mit modernem Spielplatz für Kinder, der Kreativität und Geschicklichkeit fördert, beeindruckt.

Ein Teil des Parks war für den Hain der Baumpfleger reserviert, den die Tagungsteilnehmer mit viel Elan anlegten. Dabei wurde für jedes EAC-Mitgliedsland ein Baum gepflanzt.

Bei Führungen durch die Wawel-Burg und die Salzmine von Wieliczka konnten sich die Teilnehmer davon überzeugen, weshalb die Stadt Krakau bei Touristen aus aller Welt so beliebt ist.

ECOT: Bäume pflanzen und pflegen

Ein Höhepunkt des Kongresses waren die Präsentationen des Niederländers Henry Kuppen, dessen Firma sich auf die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners und des roten Palmrüsselkäfers spezialisiert hat.

Kuppen hielt zwei anschauliche Vorträge über die verschiedenen Lebenszyklen der beiden Schädlinge und stellte die Spezialmaschinen vor, die zur Beseitigung dieser Insekten eingesetzt werden.

Zertifizierung von Baumpflegefirmen

Die britischen EAC-Vertreter William Matthews, Jonathan Cocking und Jago Keen, der künftige Präsident der Arboricultural Association, stellten die in Großbritannien übliche Zertifizierung von Baumpflegefirmen zur Qualitätssicherung vor.

Sie erläuterten die damit verbundenen Wettbewerbsvorteile: Da es in Europa kein einheitliches Zertifizierungssystem gibt, könnte das britische Modell als Vorbild für EAC-Mitgliedsländer dienen, die über eine Zertifizierung nachdenken.

Europäisches Motorsägen-Zertifikat

Mit dem Europäischen Motorsägen-Zertifikat [European Chainsaw Certificate] beschäftigte sich der Kongress ebenfalls:

Nach Meinung der entsprechenden Arbeitsgruppen stellt dieses Zertifikat wichtige Mindestanforderungen für den Gebrauch einer Motorsäge sicher, auch wenn das Zertifikat den Einsatz von Motorsägen im Baum noch nicht umfasst.

ISA: Verkehrssicherheit von Bäumen

Wie immer war Sharon Lilly von der amerikanischen Partnerorganisation ISA ein gern gesehener Gast.

Die ISA befasst sich gegenwärtig besonders mit der Verkehrssicherheit von Bäumen und bietet ihren Mitgliedern weltweit eine entsprechende Qualifizierung an, erläuterte Lilly.

Auf reges Interesse stoße diese Qualifizierung in Asien, vor allem in Hong Kong und Singapur.

Frankfurt am Main bewirbt sich für 2014

Jan Goevert berichtete, dass sich die Stadt Frankfurt am Main als Europäische Stadt der Bäume 2014 beworben hat. [BGL, Foto]

 

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