Unkraut neu entdecken

Lässt sich Unkraut neu entdecken? Natürlich! Unkraut ist ein Wort, das auf den ersten Blick keine Fragen offenlässt: Offensichtlich handelt sich dabei um Pflanzen, die unerwünscht sind, die im Garten nicht wachsen dürfen.

Unkraut neu entdecken

  • Aber was macht ein Gewächs eigentlich zum Unkraut?
  • Wodurch unterscheidet es sich von Kulturpflanzen?
  • Sollte man es in jedem Fall entfernen oder darf man es auch mal wachsen lassen?

Lob des Unkrauts

Brunhilde Bross-Burkhardt stellt mit ihrem Buch Lob des Unkrauts den Nutzen und die Schönheit der verschämten Pflanzen vor. Sie erklärt, dass die Bezeichnung Unkraut botanisch keinen Sinn ergibt.

Gemeint sind damit Pflanzen, die besonders widerstandsfähig sind: Sie gehören zur natürlichen Vielfalt, stehen im Garten und in der Landwirtschaft allerdings in Konkurrenz zu Obst, Gemüsen und anderen Kulturpflanzen.

Was vor hundert Jahren noch ganze Ernten bedrohte, stellt mit heutigem Wissen jedoch kaum noch eine Gefahr dar. Die Autorin ermutigt daher zu einem entspannten Umgang mit Unkraut.

In Maßen darf es ruhig geduldet werden, denn es hat auch sehr positive Eigenschaften: So manches Unkraut trägt schöne Blüten und Blätter, andere liefern Nahrung für Wildbienen und Schmetterlingsraupen oder können sogar den eigenen Speiseplan erweitern.

Bross-Burkhardt bietet in ihrem Ratgeber eine umfangreiche Sammlung verschiedener Unkrautgewächse: Jede Pflanze wird ausführlich vorgestellt – von den spezifischen Merkmalen und Methoden, um ihre Ausbreitung im Gleichgewicht zu halten, bis zu Verwendungsmöglichkeiten.

Das Unkraut-Buch

Unkraut kann zur Plage werden, diese Erfahrung hat sicher jeder Gärtner schon einmal gemacht. Es deshalb nicht gleich völlig zu verteufeln, rät die Gartenbauingenieurin und Autorin Jutta Langheineken in Das Unkraut-Buch.

Vielen sind die nützlichen Seiten von Unkraut kaum bekannt: Es zeigt zum Beispiel an, ob ein Boden besonders stickstoffhaltig, mager oder verdichtet ist. Wer darauf achtet, kann die Bodenqualität gezielt verbessern. – Hirtentäschel, Löwenzahn und Sauerklee: Unkraut hat manchmal sogar heilsame Wirkungen.

Das Unkraut-Buch bietet übersichtlich zusammengestellte Portraits mit den wichtigsten Eigenschaften häufig vorkommender Unkraut-Pflanzen.

Die zahlreichen Bilder zeigen, wie sie als Sprösslinge und als ausgewachsene Pflanzen aussehen. So ist es leicht, schon im Frühjahr zu entscheiden, welches Unkraut wachsen soll und welches entfernt wird.

Jäten, graben, mulchen – auch mit welchen Methoden man Unkraut gezielt in Zaum halten kann, wird ausführlich erklärt. [GPP, Foto]

 

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