Die Gärten der Jacqueline van der Kloet

Design und Natur sind kein Widerspruch, wenn man die Gärten der Jacqueline van der Kloet betrachtet.

Die Landschaftsarchitektin, die sich in den letzten Jahrzehnten von Japan bis in die Vereinigten Staaten einen Namen gemacht hat, steht für eine ganz bestimmte Art…

  • unaufdringlicher, ausgeklügelter Bepflanzungskonzepte,
  • die Blumenzwiebeln, Stauden, Gehölze und Bäume kunstvoll kombinieren,
  • ohne jemals künstlich zu wirken.

Die Gärten der Jacqueline van der Kloet wirken und ihre gestalterische Handschrift ist so eindrucksvoll wie einfach!

Die Gärten der Jacqueline van der Kloet

Seit dreißig Jahren experimentiert sie im eigenen Teegarten im niederländischen Weesp südlich von Amsterdam. Ihre Gärten sehen aus wie von Impressionisten gemalt.

Sie spielt mit der Veränderung und mag es, wenn sich ein und derselbe Garten im Laufe des Jahres farblich entwickelt, je nachdem, ob gerade die Frühlingszwiebelblumen, die Gehölze oder die Stauden die Oberhand gewinnen.

Van der Kloet hat den Garten als Ganzes im Blick, seine Strukturen, die sich aus Wegen, Bäumen und Mauern ergeben, die Farben von Blüten und Blättern, bis ins kleinste Detail der Texturen von Blättern oder Baumrinden.

Gärten ohne nackte Erde

In ihren Gärten sieht man vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst keine nackte Erde:

Die Blumenzwiebeln entwickeln sich zwischen den Stauden, stehen prächtig auf einer Bodendecke aus Alchemilla mollis, frisch austreibenden Pfingstrosen oder zweijährigen Vergissmeinnicht.

Und wenn die Stauden mächtig werden, geben sie den Zwiebelblumen alle Zeit, in Ruhe zu verwelken und einzuziehen: Es scheint ein Geben und Nehmen, ein Kommen und Gehen, das die Veränderung und den Zauber ihrer Gärten ausmacht.

So früh und so lange wie möglich, sollen Gartenbesitzer ihren Garten genießen und immer wieder staunen.

Natürlichkeit für Gärten

Das Kreative an van der Kloets Gartengestaltung ist die Natürlichkeit, die scheinbare Zufälligkeit von Blütenfarben und Formen, dabei ist hier nichts dem Zufall überlassen.

  • Sie weiß, welche Zwiebelblume wann blüht, und
  • welche Wirkung diese Blüte mit dem frühen Austrieb der Bäume oder dem blühenden Apfelbaum erzeugen kann.
  • Sie sieht keine Pflanze für sich, sondern immer im Zusammenhang.
  • So gehört für sie auch das Haus als fester Bestandteil zum Garten dazu.

Zwiebelblumen ganz zufällig

Für ihre Kombinationen braucht van der Kloet vor allem eine Schubkarre: Hier mischt sie die unterschiedlichen Zwiebelsorten und dann streut und wirft sie sie zwischen die Stauden als wäre es Saatgut.

Wo die Blumenzwiebeln hingefallen sind, werden sie gepflanzt, manche dichter beieinander, manche mit mehr Abstand. „Wie gefallen, so gefällt’s.

Sie mag die Blumenzwiebeln, denen man zum Zeitpunkt der Pflanzung jetzt im Herbst überhaupt nicht ansieht, welche Schönheit in ihnen steckt.

„Wenn ich im Frühjahr meine Gärten sehe, dann ist das als würde ich ein Geschenk auspacken. Ich bin selber immer wieder überrascht.“

Manche Beete sehen aus wie prächtige Perserteppiche aus Blumen, auf denen sich Muster und Kombinationen wiederholen.

Die Tulpe: immer eine Schönheit

Übrigens: Jacqueline van der Kloet lässt die Zwiebelblumen nach der Blüte im Boden: bei Tulpen knipst sie die welke Blüte ab bevor sich Samen entwickeln und lässt sie dann in Ruhe einziehen bis sie unter den Stauden verschwinden.

Besonders gerne mag sie Tulpen, die Jahr für Jahr wieder kommen: ‚Recreado‘, ‚Purissima‘, ‚Apricot Beauty‘, ‚Couleur Cardinal‘ sind nur einige ihrer zuverlässigen Lieblinge, mit denen sie natürlich gärtnert.

Sie entwirft private Gärten, „kleidet sie an“, wie sie selbst sagt, aber sie mag es auch gerne groß: Floriade, Keukenhof, Expo 2000 und mehrere Landesgartenschauen in Deutschland.

Auch Parks in China, Japan, Schweden, Kuweit und den Vereinigten Staaten von Amerika zeigen die Gartenkunst der Jacqueline van der Kloet.

Die Schlossgärten von Ippenburg 2014

Die eindrucksvollsten Bepflanzungen in Deutschland sind in den Schlossgärten Ippenburg in Bad Essen zu bestaunen.

In diesen Wochen werden dort wieder zehntausende von Blumenzwiebeln gepflanzt – in große Beete, in Rabatten, entlang von Wegen, unter Bäumen, am Gewässerrand. Hunderttausende Zwiebelblüher werden es wieder im nächsten Frühjahr sein.

Besuchen kann man die Gärten dann 2014 an zwei Wochenenden, zu denen die Schlossherrin – und ebenfalls passionierte Gärtnerin – Viktoria von dem Bussche den privaten Schlosspark öffnet:

  • Narzissenfestival am 12. und 13. April und
  • Tulpenpracht vom 1. bis zum 4. Mai.

Gartenfreunde, die inspiriert werden wollen, sollten sich diese Termine jetzt schon vormerken. [IPP, Foto]

 

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